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Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland



 


Notes: Quedlinburg, gelegen an der Bode, ist die Kreisstadt des Landkreises Quedlinburg am nördlichen Harzrand im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt.
Quedlinburg ist Deutschlands größtes Flächendenkmal und zählt deshalb seit 1994 zu den Welterbestätten der UNESCO.
Sehenswert sind insbesondere die Altstadt mit Kopfsteinpflaster, verwinkelten Gassen und 1200 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten. Darin befindet sich der Markt mit dem Renaissance-Rathaus und der Roland sowie das Schloss, die romanische Stiftskirche mit dem Domschatz, die romanische Wipertikirche und der Brühl-Park.
Vorzeit und Mittelalter
Erste Siedlungsspuren stammen bereits aus der Altsteinzeit. Die Gegend war fast durchgehend besiedelt. Quedlinburg selbst wird erstmals in einer Urkunde König Heinrichs I. vom 22. April 922 erwähnt. (Diese Urkunde befindet sich heute im Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster.) Heinrich bestimmte Quedlinburg zu seiner Grablege und wurde nach seinem Tod in Memleben im Jahr 936 in der Pfalzkapelle (Bau I) auf dem Schlossberg bestattet. Seine Witwe Mathilde die Heilige 936 ließ die Pfalzkapelle nach Westen erweitern (Bau II) und gründete zusammen mit Heinrichs 2. Sohn Otto ein Damenstift mit der Aufgabe der Totenmemorie. Nach ihrem Tode wurde Mathilde an der Seite ihres Gemahls bestattet. Ihr Grab und ihr steinerener Sarkophak ist bis heute vollständig erhalten geblieben, während die Grablege Heinrichs leer ist, da seine Gebeine höchstwahrscheinlich bei einem Kirchenbrand 1070 im hölzernen Sarkophag verbrannten.
Quedlinburg blieb im weiteren Verlaufe des 10. und 11. Jahrhunderts ein reichspolitisch bedeutender Ort. Davon zeugen auch die Quedlinburger Annalen, eine wichtige Chronik des frühen 11. Jahrhunderts. In der bei der Wipertikirche gelegenen kaiserlichen Pfalz fand im Jahre 973 ein glanzvoller Hoftag statt. Unter den Teilnehmern befanden sich auch Boleslav I., Herzog von Böhmen, und Mieszko I., Herzog der Polanen, die dem Kaiser den Treueid leisteten.
Erste Äbtissin des Damenstiftes wurde die Enkelin von Mathilde der Heiligen, die Tochter Kaiser Ottos des Großen, welche ebenfalls Mathilde hieß. Der Neffe Mathildes, Otto III., verlieh 994 dem Stift seiner Tante das Markt-, Münz- und Zollrecht. Damit war eine wichtige Bedingung für die weitere städtische Entwicklung Quedlinburgs geschaffen.
In den folgenden gut fünf Jahrhunderten nahm Quedlinburg einen bedeutenden wirtschaftlichen und politischen Aufschwung. Die Stadt trat 1384 dem Niedersächsischen Städtebund und 1426 dem Hansebund bei. Aufgrund eines Konflikts der Quedlinburger mit der Äbtissin Hedwig von Sachsen, die sie mit Waffen aus der Stadt vertreiben wollten, kam es jedoch 1477 zu einem Bruch der Entwicklung. Die Stadt wurde von den zwei Brüdern der Äbtissin, den Wettiner Herzögen Ernst und Albrecht, belagert und gestürmt. Quedlinburg musste sich unterwerfen und aus sämtlichen Bündnissen ausscheiden. Der 1440 aufgestellte Roland, Symbol der Marktfreiheit und Zeichen städtischer Unabhängigkeit, wurde gestürzt und zerschlagen und erst 1869 wurde wieder eine Rolandstatue aufgestellt. Nach diesem Konflikt konnte Quedlinburg nicht mehr an seine frühere Bedeutung anknüpfen.
Neuzeit bis zur Gegenwart
1525 im Bauernkrieg wurden die vier Klöster der Stadt zerstört. Nach dem Sieg der Reformation im Jahr 1539 wurde das Stift in ein evangelisches „Freies weltliches Stift“ umgewandelt. 1615 wurde das Rathaus umgebaut. Den größten städtebaulichen Aufschwung nahm die Stadt beachtenswerterweise ab dem Dreißigjährigen Kriege. Die meisten der 1.200 erhaltenen Fachwerkhäuser sind in dieser Zeit entstanden. Doch gibt es auch wesentlich ältere Fachwerbauten, wie etwa eines der ältesten Fachwerkhäuser (14. Jahrhundert) Norddeutschlands − in mittelalterlicher Verzimmerung als Ständerbau errichtet und in Quedlinburg auch so bezeichnet. 1698 besetzten brandenburgische Truppen die Stadt. In jener Zeit gab es in der Stadt zahlreiche Brauereien und Schnapsbrennereien.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich durch die Blumenzucht ein beachtlicher Wohlstand, der städtebaulich in einer Reihe von Jugendstilvillen seinen Ausdruck fand.
Seit 1936 profanierte Heinrich Himmler die Wipertikirche und die Kirche St. Servatii auf dem Schlossberg. Diese wurde zur Weihestätte der SS. Hintergrund war der 1000. Todestag Heinrichs I., dessen Grablege sich dort befindet.
Zwar gab es kaum nennenswerte Kriegszerstörungen, doch reichten die Bemühungen durch die DDR nach 1945 nicht aus, den drohenden Verfall zu stoppen (zum Beispiel durch Einsatz erfahrener polnischer Restauratoren und Bauleute). Die ursprünglichen Planungen der DDR, die Altstadt niederzureißen und durch sozialistische Plattenbauten zu ersetzen, scheiterten an Geldmangel. Ein anfänglicher Versuch von angepassten Neubauten ist in der Schmalen Straße nördlich des Marktes zu sehen. Erst nach der Wiedervereinigung 1990 wurden zielstrebig Maßnahmen getroffen, um die Fachwerkbauwerke zu bewahren.

OpenStreetMap

City/Town : Latitude: 51.783579, Longitude: 11.142101


Birth

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   Last Name, Given Name(s)    Birth    Person ID 
1 Beucke, Sophie Dorothea Else  03 Jul 1877Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland I411519
2 von Dorgelo, Magdalene  1594Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland I752729

Died

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   Last Name, Given Name(s)    Died    Person ID 
1 van Beieren, Hendrik  20 Oct 1139Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland I30773
2 Billung, Herman  27 Mar 973Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland I434151
3 van Ringelheim, Mathilde  14 Mar 968Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland I29919
4 van Sachsen, Hermann Billung  27 Mar 973Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland I19932
5 von Sachsen, Othilde  31 Mar 1044Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland I28235

Buried

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   Last Name, Given Name(s)    Buried    Person ID 
1 von Germania, Henrich I von Sachsen  Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland I11309

Married

Matches 1 to 5 of 5

   Family    Married    Family ID 
1 Boetz / Beucke  20 May 1920Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland F160469
2 Dorgelo / Dorgelo zu Brettberg  16 Nov 1597Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland F284166
3 Duitsland / Wessex  929Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland F11492
4 Stolberg Wernigerode / Gleichen Tonna  03 Nov 1556Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland F39346
5 Stolberg Wernigerode / Stolberg Wernigerode  02 May 1649Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland F39060

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