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Albert Scharping

Albert Scharping

Male 1904 - 1981  (77 years)    Has no ancestors but 10 descendants in this family tree.

Personal Information    |    Notes    |    All

  • Name Albert Scharping 
    Birth 1904 
    Gender Male 
    Death 1981 
    Person ID I298232  Geneagraphie
    Last Modified 11 Sep 2001 

    Family Hilde Kern   d. Yes, date unknown 
    Marriage 1945 
    Children 
    +1. Living
     2. Living
     3. Living
     4. Living
     5. Gabriele Scharping
     6. Living
     7. Living
    Family ID F119744  Group Sheet  |  Family Chart
    Last Modified 11 Sep 2001 

  • Notes 
    • Möbelkaufmann
      1939 Geschäftsführer eines Möbelhauses in Görlitz an der Neiße

      stammt aus Bielefeld, ist Möbelkaufmann. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, ist er Geschäftsführer eines Möbelhauses in Görlitz an der Neiße. Er wird einberufen, kämpft unter Rommel im heißen Wüstensand. Als die Afrika-Front gefallen ist, geht für ihn der Krieg in Italien weiter. 1944. Albert Scharping bekommt Heimaturlaub, fährt zu seiner Mutter nach Bad Oeynhausen. Die hat ein möbliertes Zimmer an eine junge Frau Namens Hilde Kern vermietet. Sie arbeitet als Sachbearbeiterin bei der Pariser Niederlassung der Metallgesellschaft Frankfurt. Nach dem Rückzug der deutschen Truppen aus Frankreich wird sie in eine Außenstelle des Handelskonzerns in der Kurstadt am Rande des Teutoburger Waldes versetzt. Der Soldat und die Sekretärin sind Feuer und Flamme füreinander. Im Februar 1945 heiraten sie im oberen Westerwald unter dem Heulen der Tiefflieger. Hildes Mutter stammt von hier, ihr Vater ist Schulrektor in Frankfurt, wird ausgebombt, man trifft sich im Westerwald. Albert ist kurz in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. 1946 mietet sich das Paar in einem Jagdhaus bei Niederelbert ein, das einem iranischen Teppichhändler aus Frankfurt gehört.
      Findet, als Sohn Rudolf geboren ist, eine Stelle als Holz-Sachverständiger bei der Landesregierung, die damals ihren Sitz in Koblenz hat. Weil der Weg von Niederelbert zu beschwerlich ist, baut er sich 1949 - damals noch ungewöhnlich - ein "Stephansdach"-Fertighaus aus Holz am Hang von Niederlahnstein, vis-a-vis Koblenz. Doch er hat Pech. Mit der endgültigen Etablierung des Landes Rheinland-Pfalz wird Mainz Landeshauptstadt. Er will nicht umziehen. Deshalb erinnert er sich an seinen alten Beruf, mietet ein leerstehendes Brauereigebäude in Niederlahnstein und richtet dort ein Möbelgeschäft ein. Keine zwei Jahre geht das gut. An einem Wochenende räumen zwei seiner Mitarbeiter, ein Schreiner und ein Polsterer (einer von ihnen ist später Wirt in Scharpings Juso-Stammkneipe), das Geschäft aus. Vor allem das reichhaltige Stofflager für Bezüge und Gardinen lassen sie mitgehen und verkaufen es sofort auf dem schwarzen Markt.
      Albert Scharping ist ruiniert. Er macht nicht Konkurs - er gibt einfach resigniert auf. Noch zeichnet sich kein Wirtschaftswunder am Horizont ab, das ein Weitermachen sinnvoll erscheinen ließe. Er findet eine neue Anstellung in einem Möbelgeschäft. Allerdings weit weg, in Ansbach. Hilde will mit den Kindern nicht ins Fränkische umziehen. Albert Scharping kehrt zurück und versucht sich als Vertreter für eine Münsteraner Gardinenfabrik. Mehr schlecht als recht. "Aber arbeitslos ist er nie gewesen", sagt Hilde Scharping. Bald geht es aufwärts: Mit einem Job als Sachbearbeiter beim Statistischen Landesamt in Bad Ems. Albert Scharping übt ihn bis zur Pensionierung aus. Und weil Müßiggang für ihn unvorstellbar ist, arbeitet er noch als Pensionär nebenbei beim Möbelhaus "Polster-Richter" in Koblenz.



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