Anna von Mohl

Anna von Mohl

Female 1834 - 1899  (65 years)    Has more than 100 ancestors and 82 descendants in this family tree.

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  • Name Anna von Mohl 
    Relationshipwith Francis Fox
    Born 19 Sep 1834  Tübingen, Württemberg Find all individuals with events at this location 
    Gender Female 
    Died 1 Dec 1899  Volosca, Istrien Find all individuals with events at this location 
    Person ID I175017  Geneagraphie
    Last Modified 2 Sep 2008 

    Father Prof. Robert von Mohl,   b. 17 Aug 1799, Stuttgart, Baden-Württemberg, D Find all individuals with events at this location,   d. 5 Nov 1875, Berlin, DE Find all individuals with events at this location  (Age 76 years) 
    Mother Pauline Becher,   b. 1808,   d. 1894  (Age 86 years) 
    Siblings 1 sibling 
    Family ID F70922  Group Sheet  |  Family Chart

    Family Hermann von Helmholtz,   b. 31 Aug 1821, Potsdam, Brandenburg, Preussen, DE Find all individuals with events at this location,   d. 8 Sep 1894, Charlottenburg, Berlin, Preussen Find all individuals with events at this location  (Age 73 years) 
    Married 16 May 1861 
    Children 
     1. Robert von Helmholtz,   b. 1862,   d. 1889  (Age 27 years)
    +2. Ellen Ida Elisabeth von Helmholtz,   b. 24 Apr 1864, Heidelberg Find all individuals with events at this location,   d. 27 Nov 1941, Berlin, DE Find all individuals with events at this location  (Age 77 years)
     3. Friedrich Julius von Helmholtz,   b. 1868,   d. 1901  (Age 33 years)
    Last Modified 2 Sep 2008 
    Family ID F70923  Group Sheet  |  Family Chart

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  • Notes 
    • 1852/53 lebte sie in Paris bei ihrer Tante Mary Clarke Mohl, was sie für ihr späteres Leben als Salonière nachhaltig prägen sollte. Nach ihrer Hochzeit 1861 lebte sie zuerst in Heidelberg , anschließend (ab 1871) in Berlin .
      Anna war auch literarisch tätig: Sie hinterließ eine umfangreiche Briefschaft und übersetzte gemeinsam mit Estelle du Bois-Reymond, der Tochter des berühmten Physiologen Emil du Bois-Reymond , die Schrift Modern Views of Electricity des Physikers Oliver Lodge (Neueste Anschauungen über Electricität, Leipzig 1896).
      Berühmte Verwandte
      Annas Onkel waren
      der ),
      der Nationalökonom Moritz Mohl (1802-1888) sowie
      der Botaniker Hugo Mohl (1805-1872).

      Ihre Tante war die Pariser Salonière Mary Clarke-Mohl (1793-1883), Gattin von Julius Mohl.
      Ihr Bruder war der Diplomat Ottmar von Mohl (1846-1922).

      Salon [Bearbeiten ]

      Kronprinzessin Victoria, die bei Anna von Helmholtz viel verkehrte. Gemälde von Franz Xaver Winterhalter , 1867
      Seit etwa 1872 - im Jahr zuvor war ihr Mann an die Friedrich Wilhelms Universität berufen worden - führte Frau v. Helmholtz in der Hauptstadt des jungen Deutschen Reiches an mehrmals wechselnder Adresse einen Salon , in dem sich die Spitzen der Berliner Gesellschaft trafen. Politiker trafen hier auf Künstler, Literaten auf Hofleute. Seine besondere Bedeutung erhielten die "Dienstage" der Anna Helmholtz vor allem dadurch, dass sie besonders viele Gelehrte anzogen, und zwar vor allem Naturwissenschaftler. Erstmals wurde hier der akademischen Elite des Landes ein gesellschaftliches Parkett ersten Ranges geboten. Als Schnittstelle zwischen Hofgesellschaft, Künstlerszene und Bildungsbürgertum wurde ihr Haus zum bedeutendsten Salon im jungen Kaiserreich und zum Prototyp großbürgerlicher Geselligkeit im späten 19. Jahrhundert, während sie selber, als Tochter eines wegen seiner Leistung nobilitierten Juristen und Gattin eines ebenfalls durch eigene Leistung in den Adel aufgestiegenen Wissenschaftlers, das Ideal der großbürgerlichen Dame ihrer Zeit verkörperte, welche gesellschaftlichen Schliff und aristokratischen Umgang mit musischem Feinsinn und ernsthaftem wissenschaftlichem Interesse harmonisch verbindet. Ihre gesellschaftliche Rolle beschreibt Petra Wilhelmy so:
      Anna von Helmholtz war trotz ihrer gesellschaftlichen Stellung, ihrer Bildung und ihres bedeutenden sozialen Engagements nicht allgemein beliebt. Man bewunderte und respektierte sie, es blieb jedoch eine Distanz. Marie von Bunsen [...] vermutete, es sei ihr übelgenommen worden, dass sie sich als "grande dame" und hochgebildete Salonnière über das Leitbild der bescheidenen, zurückhaltenden Professorenfrau hinweggesetzt habe. In der Tat betrachtete Anna von Helmholtz ihre Kreise des höheren Bildungsbürgertums als "Geistesaristokratie" und strebte ehrgeizig um jeden Preis hochkarätige Geselligkeit an.[1]
      Zum näheren Umgang Annas zählte Kronprinzessin Victoria , die spätere Kaiserin Friedrich, an deren Engagement für Krankenpflege und Mädchenbildung sie selber sich tatkräftig beteiligte. Bis zu seinem Tod 1894 bildete ihr Mann Hermann, mittlerweile ein Star der scientific community des Kaiserreiches, mit ihr den Mittelpunkt des Salons; aber auch als Witwe führte sie die Tradition bis zu ihrem Tod 1899 weiter fort. Mit einer anderen großen Salonière der Zeit, Marie Gräfin Schleinitz , war sie eng befreundet, ihre beiden Salons waren die Angelpunkte des Berliner geselligen Lebens: zu Mimi Schleinitz gingen vor allem Künstler, zu Anna Helmholtz Wissenschaftler.



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