Siegfried im Moselgau

Siegfried im Moselgau

Male 917 - Aft 997  (80 years)    Has more than 100 ancestors and more than 100 descendants in this family tree.

Personal Information    |    Media    |    Notes    |    All

  • Name Siegfried im Moselgau 
    Relationshipwith Francis Fox
    Born 915-917 
    Gender Male 
    Died Aft 26 Oct 997 
    Person ID I9864  Geneagraphie | Voorouders HW, Ahnen BvS
    Last Modified 19 Mar 2010 

    Father Widricus im Bidgau und Ardennengau,   b. Abt 886,   d. Bef 919  (Age ~ 33 years) 
    Mother Kunegund de Sülichgau,   b. 886,   d. 923  (Age 37 years) 
    Married Bef 910 
    Siblings 6 siblings 
    Family ID F4970  Group Sheet  |  Family Chart

    Family Hedwig von Nordgau,   b. 923,   d. Aft 13 Dec 993  (Age 71 years) 
    Married Abt 955 
    Children 
     1. Herzog Heinrich V von Bayern-Luxemburg,   d. 27 Feb 1026
     2. Sigfrid von Luxemburg,   d. Yes, date unknown
     3. Liutgard von Luxemburg,   b. Cleve Find all individuals with events at this location,   d. Yes, date unknown
     4. Graf Friedrich I in Moselgau & Lutzelburg,   b. Abt 965, Moselgau, fr Find all individuals with events at this location,   d. 6 Oct 1019  (Age ~ 54 years)
     5. Giselbert in Waldelevinga?,   d. Yes, date unknown
     6. Bischof Dietrich von Metz,   d. Yes, date unknown
     7. Erzbischof Adalberto in Trier,   d. Yes, date unknown
     8. Kunigunde von Luxemburg,   b. Abt 975,   d. 3 Mar 1032  (Age ~ 57 years)
     9. Eva von Luxemburg,   b. Abt 967,   d. 1006-1024  (Age ~ 57 years)
     10. Ermentrud von Luxemburg,   d. Yes, date unknown
     11. NN von Luxemburg,   d. Yes, date unknown
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F4054  Group Sheet  |  Family Chart

  • Photos 2 Photos

  • Notes 
    • Graf im Moselgau.
      First Count/Duke of Lucilinburg (Lützelburg, Lüxemburg) 963-998; count of Luxemburg as a vassal of the Empire
      963; name given as Sigefrid
      Lay Abbot of Echternach.
    • Die Sage der schönen Melusina
    • Die Sage der schönen Melusina



      Als einst der junge Graf Siegfried auf seiner Jagd durch seine ausgedehnten Wälder am Rande der Ardennen streifte, verirrte er sich gegen Abend in einem tiefen, engen, wildverwachsenen Tal. Es war das Tal der Alzette, die wild rauschend die schroffen Klippen des Bockfelsens umspülte. Oben auf dem Gipfel ragten dunkel und geheimnisvoll die Ruinen einer alten, zerfallenen Burg empor. Brombeersträucher, Dornhecken und wildes Gestrüpp überzog fast unüberwindbar das Gestein.

      Als sich nun Siegfried dem Gemäuer näherte, vernahm er plötzlich aus den Trümmern der Burg einen wunderbaren Gesang. Mit pochendem Herzen kämpfte er sich vor und erblickte auf einem Stein sitzend eine wunderschöne Maid mit langem goldblonden Haar und einer Stimme so klar wie die einer Nachtigall. Es war Melusina, die schöne Nixe der Alzette, die allabendlich hier oben mit ihren klaren, kristallenen Tönen den Mond besang. Vollkommen betört näherte er sich der sagenhaft schönen Gestalt, in die er sich sofort unendlich verliebte, was er ihr mit zitternder Stimme gestand. Auch Melusina war dem schmucken Ritter zugetan und sofort bereit sein Weib zu werden, zwei Versprechen allerdings musste er ihr vorher geben:
      Ihre gemeinsame Bleibe sollte fortan der Bockfelsen sein und die Samstage wollte sie stets, von Siegfried ungestört und allein im Bade ihrer Kemenate verbringen. Immer noch betört von ihrer unendlichen Schönheit willigte Siegfried gleich ein und schon bald erhob sich auf dem Bockfelsen eine prächtige Burg, die mit ihren vergoldeten Türmen und Zinnen in der Abendsonne weit über die Wälder ins Land hinaus glänzte. Prunkvoll hatte er ihr die Gemächer eingerichtet und so verbrachten sie viele glückliche und zufriedene Jahre auf ihrer neuen, prächtigen Lützelburg.

      Doch mit der Zeit nagte doch Neugierde an seinem Herzen: warum wohl um Himmelswillen zog sich Melusina jeden Samstag in ihre Kemenate zurück, warum wohl wollte sie ihn an diesem Tage niemals sehen? Zweifel ob ihrer Treue kamen in ihm auf, denn waren auch Jahre vergangen, kein Schatten hatte Melusinas Schönheit je getrübt.

      An einem Samstag, es war kurz vor Ostern, schlich er sich heimlich zu ihrem Bade. Betörend klang ihre silberhelle Stimme an sein Ohr, durchdrungen von leisem Rauschen und sanftem Geplätscher. Bebend vor Neugierde spähte er durch einen Spalt in der Tür und was er erblickte ließ ihn das Blut in den Adern gefrieren: Singend, ihr langes blondes Haar kämmend saß die Angebetete in ihrem Bade und bewegte mit ihrem, in einem Fischschwanz endenden Körper sanft die Wellen des Wassers. Siegfried, dem erst jetzt gewahr wurde, das sein Weib eine Nixe war, stieß ein Schrei des Entsetzens aus. Im gleichen Moment versank Melusina mit lautem Wehklagen in den Tiefen des Bockfelsens. Bis heute ist sie nicht erlöst.

      Manchmal aber, in lauen Frühlingsnächten kann man am Felsen ganz leise ihr Wehklagen hören. Gelingt es dann einem Jüngling ohne Furcht und Tadel, in einer solchen Nacht, dem aus dem Brunnen steigenden Drachen ihren goldenen Schlüssel zu entreißen, so löst sich der Bann der schönen Melusina und er kann mit ihr bis an sein Lebensende glücklich werden.
    • Wie das Haus Luxemburg wirklich entstand

      So schön diese Sage auch ist, dass die wahre Geschichte der Luxemburger wohl weniger romantisch war, liegt auf der Hand, wobei die Wurzeln der Ardennergrafen bis heute im Dunkel der Geschichte liegen. Dokumente sind spärlich, laut Überlieferung waren sie ein mächtiges, lothringisches Haus das dem königlichen Geschlecht der Karolinger entstammte. Ihr Machtbereich lag vornehmlich in den Gebieten von Maas und Mosel, wobei sich ihr größter Grundbesitz über das breite Moseltal südlich der ehemaligen Römerstadt Augusta Treverorum (Trier) ausdehnte. Hier, entlang des Flusses und der alten Heerstrassen regierten sie über fruchtbare Täler und wildreiche Wälder auf den Ardennerhöhen.

      Als Ahnherr der Ardennergrafen wird heute ein Ritter namens Wigerich angenommen und so berichten uns die Annalen, dass er gleich mehrere königliche Ämter ausübte; er war Stadtgraf in Trier, Graf im Bidgau und Pfalzgraf in Lothringen was ihm großes Ansehen im Reich einbrachte.

      Sein jüngster Sohn war Siegfried, der Held unserer Legende. Er verwaltete eine Grafschaft im Moselgau, deren Zentrum und Hauptort Diedenhofen war. Hier befand sich eine alte karolingische Pfalz, die er wohl als seine Residenz nutzte. Von seinem Vater hatte er zahlreiche Güter geerbt, die aber über die ganzen Gaue des Moselraums bis hin zu den Anhöhen der Ardennen zerstreut lagen. Die heute bekanntesten waren Bernkastel und Saarburg, und für dir Geschichte Luxemburgs wohl am wichtigsten, der kleine Ort Feulen, zwischen dem und der Mosel sich das spätere Kerngebiet der Grafschaft Luxemburg herausbilden sollte. Um sich im Mittelpunkt seiner Besitzungen niederzulassen, beschloss Siegfried im Jahre 963 einige seiner Liegenschaften in eben diesem Feulen gegen ein der Trierer Abtei Sankt Maximin gehörendes und strategisch günstig auf einem Felsen oberhalb dem Alzettetal gelegenes Kastell zu tauschen. Der Name dieser, wohl frühmittelalterlichen und zur Ruine verfallenen Burg war "Lucilinburhuc" was soviel bedeutete wie "kleine Burg". Aus diesem, der späten Römerzeit entstammenden Begriff wurde später der Name "Lützelburg" das heutige Luxemburg. Den Titel eines Grafen von Luxemburg führte Siegfried allerdings noch nicht, unter dem Titel eines "Comes de Lucilimburc" ging erst ein Jahrhundert später einer seiner Nachfahren, Konrad I. in der Geschichte ein.

      Sofort ging Siegfried nun daran die Burganlage zu erneuern, er heiratete die sagenumwobene Melusina und residierte fortan nicht mehr in Diedenhofen sondern in seiner neuen Burg, um die herum sich nach und nach die ersten Handwerker und Bauern ansiedelten, zu deren Schutz er eine Ringmauer mit bereits sieben Türmen und einem Graben anlegen ließ. Aus dem Kern dieser ersten Ansiedlung, zwischen dem heutigen großherzoglichen Palais und dem Kraut- Fischmarkt gelegen, entwickelte sich mit der Zeit der neue Mittelpunkt seiner Grafschaft und wurde zur Wiege der heutigen Stadt und des Landes Luxemburg. Aber so wie die Anfänge des Hauses immer noch im Dunkeln liegen, so ist auch das Schicksal Siegfrieds immer noch nicht ganz geklärt. Bekannt ist, dass er 998 starb und fünf Söhne und vier Töchter hinterließ.

      In den Annalen taucht als Schirmvogt der Abtei Echternach ein Siegfried Kunuz auf. Über die Frage, ob es sich dabei um den Gründer der Stadt Luxemburg oder bereits um einen Sohn gleichen Namens handelt streiten die Historiker.


Home Page |  What's New |  Most Wanted |  Surnames |  Photos |  Histories |  Documents |  Cemeteries |  Places |  Dates |  Reports |  Sources