Wilhelm Höpflinger

Wilhelm Höpflinger

Male 1853 - 1928  (74 years)    Has 2 ancestors and 15 descendants in this family tree.

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  • Name Wilhelm Höpflinger 
    Relationshipwith Francis Fox
    Born 30 Sep 1853  Langewiesen, Thüringen Find all individuals with events at this location 
    Gender Male 
    Died 17 Jan 1928  Schweinfurt Find all individuals with events at this location 
    Person ID I680915  Geneagraphie
    Last Modified 26 Aug 2010 

    Father Johann Georg Höpflinger 
    Mother Johanna Elisabeth Völker 
    Married Aft 1853 
    Family ID F680489  Group Sheet  |  Family Chart

    Family Dorothea Geis,   d. 1912 
    Married 1881  Schweinfurt Find all individuals with events at this location 
    Children 
     1. Betty Höpflinger,   b. 1875
     2. Ernestine Höpflinger
    Last Modified 26 Aug 2010 
    Family ID F680487  Group Sheet  |  Family Chart

  • Notes 
    • Wikipedia

      Als Kleinkind fand er zeitweise Aufnahme bei den Angehörigen seines Vaters in Haunsheim/Schwaben. Später wuchs er bei einem Pferdemetzger im Heimatort der Mutter auf. Die Kindheit verlief offenbar in einfachsten Verhältnissen.

      Höpflinger kam 1873 als Zwanzigjähriger nach Schweinfurt. Er war zunächst mehr als ein Jahrzehnt als Arbeiter bei der dortigen Eisengießerei Reck & Joachim beschäftigt und 1888 Gründungsmitglied des örtlichen Vereins der Metallarbeiter und Kassier der Allgemeinen Kranken- und Sterbekasse für Metallarbeiter.

      Ab 1887 arbeitete Höpflinger bei Fischer & Osterloh (später FAG) in Schweinfurt, die damals neben Kugeln auch mit Fahrrädern und Nähmaschinen handelten. Im selben Jahr konstruierte Höpflinger einen Fräsapparat für Fischers Kugelschleifmaschine, mit dem die Qualität der Kugeln weiter verbessert werden konnte.

      1890 machte er sich gemeinsam mit Engelbert Fries selbstständig. Sie gründeten die Firma Fries & Höpflinger, die Kugeln und Kugellager herstellte und diese weltweit vertrieb. Höpflinger hatte die technische, Fries die kaufmännische Leitung des Unternehmens inne. 1896 wurde die Firma bei der Umwandlung in eine AG in Deutsche Gußstahlkugelfabrik AG umbenannt. Im Sprachgebrauch nannte man die Firma jedoch weiterhin ganz überwiegend nach den beiden Gründern, 1927 erhielt sie auch offiziell den alten Namen Fries & Höpflinger zurück. Hauptaktionär war das Dresdner Bankhaus Gebrüder Arnhold.

      In einer ersten Boomphase beschäftigte das Unternehmen in den Jahren 1896/97 ca. 700 Arbeiter. Die erste Dividende der Aktiengesellschaft betrug 30%. Durch die hohen Gewinne wurden Finanziers in ganz Deutschland auf die Kugelbranche als attraktive Kapitalanlage aufmerksam, überall wurden neue Kugelfirmen gegründet. Die darauffolgende Überproduktion führte zu einem Zusammenbruch des Marktes. Die Beschäftigtenzahl sank noch einmal auf 120. Entscheidend für den Wiederaufstieg des Unternehmens ab 1903 wurde die enge Kooperation mit Fichtel & Sachs, der Firma von Höpflingers Schwiegersohn Ernst Sachs.

      Fries & Höpflinger beschäftigten am Vorabend des 1. Weltkriegs fast 2000 Mitarbeiter. Während des Krieges wurde die Produktion auf Granaten und Gewehrkugeln umgestellt. Die Dividende betrug bis zu 25%. Die Kugel- und Wälzlagerbranche wurde von einem Kartell dominiert, das es der Firma in den 1920er Jahren ermöglichte, sich als eines der führenden Unternehmen am Markt zu behaupten, doch die erzielten Gewinne blieben mager. Mehrfach war das Unternehmen Gegenstand von Übernahmespekulationen. 1929 erwarb der schwedische SKF-Konzern die Aktienmehrheit und fusionierte das Unternehmen gemeinsam mit fünf Konkurrenten zu den Vereinigten Kugellagerfabriken AG (ab 1953 SKF GmbH).

      Die Produktionsstätten der Firma befanden sich in Schweinfurt zwischen Schrammstraße und Gunnar-Wester-Straße, wo heute das Einkaufszentrum "Stadtgalerie" und das SKF-Hochhaus stehen, sowie in der Ernst-Sachs-Straße im Stadtteil Oberndorf (heute SKF Werk II).

      Höpflinger meldete zahlreiche Patente an. Eine wichtige Erfindung war der Höpflinger-Kugelkorb für Wälzlager. Bis zum Lebensende war er als Generaldirektor in der Führung des Unternehmens tätig war. Er starb 1928, ein Jahr vor dem Verkauf an SKF, im Alter von 74 Jahren. Bedeutsam ist seine Lebensleistung für die Stadt Schweinfurt, die zum Zentrum der europäischen Wälzlagerindustrie wurde.

      Höpflinger war nachweislich evangelisch getauft worden, gehörte bei seinem Tod aber der Katholischen Kirche an. Auch die erste Ehefrau und die vier Töchter waren evangelisch. Offenbar war er im Vorfeld der zweiten Hochzeit konvertiert


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