Marcus Aurelius Valerius Maxentius

Marcus Aurelius Valerius Maxentius

Male Abt 277 - 306  (~ 29 years)    Has more than 250 ancestors but no descendants in this family tree.

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  • Name Marcus Aurelius Valerius Maxentius  
    Relationshipwith Adam
    Born Abt 277 
    Gender Male 
    Died 28 Oct 306 
    Person ID I668917  Geneagraphie
    Last Modified 9 Nov 2009 

    Father Marcus Aurelius Valerius Maximianus,   b. Abt 249, Simium Find all individuals with events at this location,   d. Jul 310, Massilia Find all individuals with events at this location  (Age ~ 61 years) 
    Mother Eutropia,   b. Abt 250,   d. Abt 325  (Age ~ 75 years) 
    Siblings 1 sibling 
    Family ID F268380  Group Sheet  |  Family Chart

    Family Valeria Maximilla,   d. Yes, date unknown 
    Last Modified 9 Nov 2009 
    Family ID F294334  Group Sheet  |  Family Chart

  • Photos
    Marcus Aurelius Valerius Maxentius
    Marcus Aurelius Valerius Maxentius

  • Notes 
    • Maximian wurde 285 von Diokletian zum Kaiser erhoben und mit der Verwaltung der Westh├Ąlfte des R├Âmischen Reiches beauftragt. Constantius I. und Galerius vervollst├Ąndigten ab 293 als ÔÇ×Juniorkaiser" ( Caesares ) Diokletians System einer Herrschaft von vier Kaisern, die sogenannte Tetrarchie .
      Ob Maxentius zu dieser Zeit als Thronerbe betrachtet wurde, ist unsicher. Daf├╝r spricht, dass er in einer Lobrede aus dem Jahr 289 als Nachfolger angesprochen wurde, und dass er fr├╝h (vermutlich um 293) Valeria Maximilla, die Tochter des Kaisers Galerius, heiratete und damit die verwandtschaftliche Verbindung zu den Kaisern weiter gest├Ąrkt wurde. Dagegen spricht, dass wir von keinen h├Âheren zivilen oder milit├Ąrischen ├ämtern wissen, die Maxentius innegehabt h├Ątte, und dass Diokletian vielleicht schon fr├╝hzeitig eine Erbfolge in der Tetrarchie ablehnte. Mit Valeria Maximilla hatte Maxentius zwei S├Âhne, Valerius Romulus (etwa 293-309) und einen j├╝ngeren mit unbekanntem Namen.
      Im Jahr 305 dankte Diokletian ab und zwang Maximian ebenfalls zu diesem Schritt. Die bisherigen Juniorkaiser Constantius und Galerius r├╝ckten somit zu ÔÇ×Oberkaisern" (Augusti) auf. Obwohl mit Maxentius und Konstantin, dem Sohn des Constantius, zwei erwachsene S├Âhne von Kaisern zur Verf├╝gung standen, wurden sie beide im Rahmen des tetrarchischen Systems (das keine Erbfolge vorsah) ├╝bergangen und stattdessen Severus und Maximinus Daia zu Caesares ernannt. Der Christ und Geschichtsschreiber Lactantius (de mortibus pers. 18) f├╝hrt diese Wahl darauf zur├╝ck, dass Galerius Maxentius gehasst habe und Kandidaten vorzog, die er besser beeinflussen konnte; allerdings sind Lactantius' ├äu├čerungen in dieser Hinsicht wenig zuverl├Ąssig, da er gerade Galerius verabscheute. Plausibler w├Ąre, dass Diokletian, wie erw├Ąhnt, eine Erbfolge nicht zulassen wollte, oder dass er Maxentius f├╝r ungeeignet f├╝r die milit├Ąrischen Aufgaben eines Kaisers hielt.
      Als Constantius schon 306 starb, erhob das Heer in Britannien jedoch dessen Sohn Konstantin am 25. Juli zum Kaiser. Galerius best├Ątigte ihn kurz darauf im Amt als Caesar ├╝ber Britannien, Gallien und Hispanien . Das bildete den Pr├Ązedenzfall f├╝r Maxentius' Erhebung wenige Monate sp├Ąter.

      Bereits seit der so genannten Reichskrise des 3. Jahrhunderts hatte die Stadt Rom viel von ihrer fr├╝heren Bedeutung als Hauptstadt eingeb├╝├čt, dieser Trend hatte sich auch unter der Tetrarchie fortgesetzt. Nominell galt sie immer noch als Zentrum des Reiches, doch als st├Ąndige Residenz dienten den Kaisern g├╝nstiger zu den Grenzen gelegene St├Ądte wie Trier , Mailand , Thessaloniki , Nikomedia oder Antiochia . Rom selbst besuchten sie nur noch selten.
      Nachdem Diokletian schon vorher die in Rom stationierte Kaisergarde, die Pr├Ątorianer , stark reduziert hatte, erreichte 306 die Nachricht Rom, dass die Pr├Ątorianer nun vollends abgezogen und au├čerdem Rom der normalen Kopfsteuer unterworfen und damit den anderen St├Ądten des Reiches gleichgestellt werden sollte. Daraufhin kam es zu Unruhen in der Bev├Âlkerung und unter den verbliebenen Truppen. Einige Offiziere wandten sich an Maxentius, der zu dieser Zeit auf einem Landgut in der N├Ąhe Roms lebte, und boten ihm den Kaiserthron an. Offensichtlich rechnete man damit, dass Galerius, nachdem er Konstantin im Amt best├Ątigt hatte, auch dem Kaisersohn Maxentius die Anerkennung nicht verweigern k├Ânnte. Maxentius akzeptierte, versprach den Truppen in der Stadt Geldgeschenke und wurde am 28. Oktober 306 ├Âffentlich zum Kaiser ausgerufen. Die Usurpation verlief offenbar ohne gr├Â├čeres Blutvergie├čen (der Historiker Zosimos nennt nur ein Opfer); der Stadtpr├Ąfekt lief zu Maxentius ├╝ber und behielt sein Amt.
      Vermutlich wandten sich die Verschw├Ârer auch an Maximian, der sich auf einen Ruhesitz in Lukanien zur├╝ckgezogen hatte, um ihn davon zu ├╝berzeugen, als Kaiser wieder in die aktive Politik zur├╝ckzukehren. Maximian lehnte vorerst ab.

      Maxentius wurde in Mittel- und S├╝ditalien, den afrikanischen Provinzen und auf den Inseln Sizilien , Sardinien und Korsika anerkannt. Norditalien blieb unter der Herrschaft des Augustus Severus , der zu der Zeit in Mailand residierte. Zun├Ąchst vermied er es, sich den Kaisertitel Augustus zuzulegen, und nannte sich princeps invictus, unbesiegter Herrscher, in der Hoffnung, Galerius w├╝rde ihn ebenso wie vorher Konstantin anerkennen (in Africa lie├č sich Maxentius gleich diesem auf M├╝nzen als Caesar titulieren). Galerius lehnte das ab: Er wollte vermeiden, dass den Thronerhebungen des Konstantin und des Maxentius noch weitere Usurpationen folgten. Konstantin kontrollierte unangefochten die Gebiete seines Vaters und damit auch die Rheinarmee , eine der gro├čen Heeresgruppen des Reiches, und Galerius konnte in seinem Fall vorgeben, dass es sich um die normale Nachfolgeregelung der Tetrarchie handelte: Der Augustus (ÔÇ×Oberkaiser") Constantius starb, der bisherige Caesar (ÔÇ×Unterkaiser") Severus r├╝ckte nach, und Konstantin wurde neuer Caesar. Bei Maxentius war beides nicht gegeben: Es gab keinen verstorbenen Kaiser, den er ersetzen k├Ânnte, er w├Ąre also der f├╝nfte, und er verf├╝gte nur ├╝ber sehr wenig milit├Ąrische Macht. Es schien also, als k├Ânne man Maxentius' Usurpation relativ leicht unterdr├╝cken. Im Fr├╝hjahr 307 marschierte daher der Augustus Severus mit einer Armee auf Rom zu.
      Der gr├Â├čte Teil dieser Armee bestand aus Soldaten, die vorher jahrelang unter Maxentius' Vater Maximian gedient hatten. Dieser war von Maxentius ├╝berredet worden, wieder das Purpur anzulegen; vermutlich war Maximian aber insgeheim ohnehin unzufrieden mit seinem erzwungenen R├╝cktritt, wenigstens legen dies seine sp├Ąteren Handlungen nahe. Als Severus Rom erreichte, lief ein gro├čer Teil seiner Truppen zu Maximian, der die Soldaten an seine Vergangenheit als erfolgreicher Feldherr erinnerte, und Maxentius ├╝ber, der mit gro├čen Geldsummen nachhalf. Severus zog sich mit dem Rest seiner Armee nach Ravenna zur├╝ck, wo er sich kurz darauf dem Maximian ergab. Maxentius nahm nun auch Norditalien bis zu den Alpen und im Osten bis zur Halbinsel Istrien in Besitz und bezeichnete sich jetzt auch als Augustus, da eine Vers├Âhnung mit Galerius offensichtlich nicht mehr m├Âglich war.
      Schon im Sommer 307 versuchte Galerius pers├Ânlich, die Usurpation zu unterdr├╝cken, und kam ebenfalls mit einer Armee nach Italien. Maxentius verschanzte sich in Rom, zu dessen Belagerung Galerius nicht die Mittel hatte und der zudem nicht auf seine Truppen bauen konnte. W├Ąhrend der Verhandlungen wiederholte Maxentius, was ihm bereits bei Severus' Armee gelungen war: Mit hohen Bestechungsgeldern und der Autorit├Ąt des Altkaisers Maximian im R├╝cken bewegte er viele Soldaten des Galerius, zu ihm ├╝berzulaufen. Galerius musste sich daraufhin zur├╝ckziehen. Wohl im Zusammenhang mit der Invasion des Galerius wurde auch Severus von Maxentius get├Âtet, auch wenn die Umst├Ąnde seines Todes nicht v├Âllig gesichert sind. Danach war Maxentius' Herrschaft ├╝ber Italien und Afrika fest etabliert.
      Noch 307 bem├╝hte sich Maxentius um gute Beziehungen zu Konstantin, wohl auch, um von ihm Unterst├╝tzung im Kampf gegen Galerius zu erhalten. Dazu reiste Maximian im Sommer nach Gallien, um Konstantin mit seiner Tochter Fausta , der Schwester des Maxentius, zu verheiraten. Trotz der auf diese Weise hergestellten verwandtschaftlichen Beziehungen blieb Konstantin im Konflikt zwischen Galerius und Maxentius neutral.
      Nach der R├╝ckkehr Maximians aus Gallien kam es im April 308 zum Bruch zwischen Vater und Sohn; allerdings war Maxentius bereits in der Hochzeitsrede nicht erw├Ąhnt worden. Auf einer Heeresversammlung in Rom versuchte Maximian, seinen Sohn abzusetzen, wobei er ihm den Purpurmantel entriss. Die anwesenden Soldaten stellten sich jedoch auf Maxentius' Seite, sodass Maximian Italien verlassen musste. Er floh zu seinem Schwiegersohn Konstantin nach Gallien.
      Auf der Kaiserkonferenz von Carnuntum im Herbst desselben Jahres wurde Maxentius erneut die Anerkennung als legitimer Kaiser verweigert. Anstelle des Severus wurde Licinius zum Augustus ernannt, mit der Aufgabe, gegen Maxentius vorzugehen.
      Ende 308 rebellierten die Truppen der afrikanischen Provinzen und erhoben Domitius Alexander in Karthago zum Kaiser. Der Verlust Afrikas brachte Maxentius in eine schwierige Lage, da seine Hauptstadt Rom von den Getreidelieferungen aus diesen Provinzen abh├Ąngig war. Dennoch gelang es Maxentius erst 310, ein kleines Heer unter dem Kommando seines Pr├Ątorianerpr├Ąfekten Rufius Volusianus zu entsenden, das Domitius Alexander besiegte und den Aufstand niederschlug; die abtr├╝nnigen Provinzen wurden hart bestraft. Im Gegenzug verlor er im selben Jahr Istrien an Licinius, der den Feldzug jedoch nicht fortsetzen konnte, da er die Verteidigung der Donaugrenze vom todkranken Galerius ├╝bernehmen musste. Hispanien ging an Konstantin verloren, wie M├╝nzfunde aus der ersten Jahresh├Ąlfte 310 beweisen.
      Maxentius' Sohn Valerius Romulus , den er als Nachfolger vorgesehen hatte, starb 309 im Alter von ungef├Ąhr 14 Jahren. Maxentius lie├č ihn zum Gott erheben und in einem Mausoleum auf dem Gel├Ąnde der Maxentiusvilla an der Via Appia bestatten.
      Nach Maximians erneutem Versuch, die Kaiserw├╝rde zur├╝ckzuerlangen, wof├╝r er gegen Konstantin intrigiert hatte, und seinem darauffolgenden Tod 310, verschlechterten sich Maxentius' Beziehungen zu Konstantin schnell. Dieser war nach dem Tod des Galerius 311 ein B├╝ndnis mit Licinius eingegangen, und es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis einer der beiden Kaiser erneut gegen Maxentius vorgehen w├╝rde. Er versuchte, sich dagegen mit einer Allianz mit dem zu diesem Zeitpunkt rangh├Âchsten Augustus Maximinus Daia abzusichern. Dies verschaffte dem bis dahin als Usurpator ge├Ąchteten Maxentius zwar endlich die faktische Anerkennung innerhalb des tetrarchischen Systems als Mitkaiser im Westen, kam jedoch milit├Ąrisch nicht mehr zum Tragen.

      Im Fr├╝hjahr 312 ├╝berschritt Konstantin mit einem Heer von etwa 40.000 Mann die Alpen; es war den Truppen des Maxentius zwar zahlenm├Ą├čig weit unterlegen, war im Gegenzug allerdings wesentlich kampferprobter. In mehreren Schlachten, vor allem bei Turin und Verona , besiegte Konstantin die in Norditalien stationierte Armee des Maxentius; bei Verona fiel auch der Pr├Ątorianerpr├Ąfekt des Maxentius, Ruricius Pompeianus . Ende Oktober erreichte Konstantins Heer die Umgebung von Rom. Man konnte erwarten, dass Maxentius sich in Rom verschanzen und die Belagerung aussitzen w├╝rde, die f├╝r den Angreifer bedeutend aufwendiger und verlustreicher werden w├╝rde; er war damit sowohl gegen Severus als auch gegen Galerius erfolgreich gewesen. ├ťberraschend, vielleicht aufgrund des Drucks durch die stadtr├Âmische Bev├Âlkerung, die keine lange Belagerung ertragen wollte, entschied er sich jedoch daf├╝r, Konstantin an der Milvischen Br├╝cke am 28. Oktober 312 in einer offenen Schlacht ( Schlacht an der Milvischen Br├╝cke ) entgegenzutreten. Die antiken Quellen f├╝hren diesen Entschluss im allgemeinen auf Vorzeichen, Maxentius' Aberglauben oder g├Âttliche Vorsehung zur├╝ck. Eine gro├če Rolle d├╝rfte der Umstand gespielt haben, dass der Tag der Schlacht zuf├Ąllig sein dies imperii, der gl├╝ckverhei├čende Tag des Regierungsantritts, war: Am 28. Oktober 306 war er zum Kaiser ausgerufen worden.
      Die Schlacht fand im Norden der Stadt, einige Kilometer vor den Mauern und am jenseitigen Tiberufer entlang der Via Flaminia statt. Lactantius zufolge k├Ąmpfte Konstantin unter dem Zeichen des christlichen Kreuzes, das ihm vorher in einem Traum erschienen war. Er besiegte Maxentius' Truppen, die sich in Richtung der Stadt zur├╝ckzogen. Beim Versuch, den Tiber zu ├╝berqueren, st├╝rzte Maxentius in den Fluss und ertrank. Sein K├Ârper wurde aufgefunden und der Kopf am n├Ąchsten Tag bei Konstantins Einzug in Rom als Beweis seines Todes mitgef├╝hrt.

      ├ťber die inneren Verh├Ąltnisse der Herrschaft des Maxentius ist man nur schlecht informiert, da keine Quelle ausf├╝hrlich dar├╝ber berichtet und die meisten stark von der sp├Ąteren Propaganda des Siegers Konstantin beeinflusst sind.
      Maxentius' Stellung beruhte einerseits auf dem Nimbus der Stadt Rom, die immer noch als eigentliche Hauptstadt des Reiches anerkannt war und als deren conservator (ÔÇ×Erhalter") er sich pr├Ąsentierte; zum anderen, wie bei jedem Kaiser, auf der Armee; und schlie├člich zu Beginn seiner Herrschaft auf der Autorit├Ąt seines Vaters Maximian.
      Anfangs verf├╝gte er nur ├╝ber wenige Truppen, vor allem die in Rom stationierten Kaisergarden und Stadtmilizen . Nach den Feldz├╝gen des Severus und Galerius hatte sich seine Armee durch die ├ťberl├Ąufer stark vergr├Â├čert, und schlie├člich zog er auch nach der R├╝ckeroberung Afrikas Truppen von dort ab, um Italien zu sch├╝tzen. Im Vergleich zu anderen Teilen des Reiches war Maxentius' milit├Ąrische Macht allerdings nie besonders gro├č.
      Der Anlass f├╝r Maxentius' Erhebung zum Kaiser war die geplante Besteuerung Roms gewesen; dementsprechend blieb die Bev├Âlkerung der Hauptstadt wohl weiterhin privilegiert. Dennoch ben├Âtigte Maxentius gro├če Summen an Geld, um die gro├čz├╝gigen Spenden an die Soldaten (besonders die Bestechungen der Truppen des Severus und Galerius), seine Repr├Ąsentation, das umfangreiche Bauprogramm in Rom und schlie├člich die allgemeine Verteidigung seines Herrschaftsgebiets zu finanzieren. Dabei scheint insbesondere das anf├Ąnglich gute Verh├Ąltnis zum Senat durch ÔÇ×freiwillige" Abgaben dieses Standes belastet worden zu sein. Eine ganze Reihe prominenter Senatoren, darunter der erw├Ąhnte Pr├Ątorianerpr├Ąfekt Volusianus, setzten jedenfalls nach Maxentius' Tod ihre Karriere unter Konstantin ungehindert fort, was verschiedentlich als Hinweis interpretiert wurde, dass Teile des Senats Konstantin unterst├╝tzten. Ebenfalls der Geldbeschaffung diente die Pr├Ągung zahlreicher, vom Metallgehalt her minderwertiger M├╝nzen, womit der Kaiser schon im Krisenjahr 307 begann. Durch den Verlust Afrikas und die damit verbundenen Einschr├Ąnkungen bei der Getreideversorgung kam es zu einer Hungersnot in Rom, und Unruhen in der Stadt sollen 6.000 Opfer gefordert haben; beides hat sicher nicht zur Popularit├Ąt des Maxentius beigetragen.
      Umfangreich, besonders im Hinblick auf die kurze Regierungszeit, war das Bauprogramm des Maxentius. In Rom restaurierte er den Tempel der Venus und Roma gegen├╝ber dem Kolosseum, errichtete den Komplex der Maxentiusvilla an der Via Appia mit Zirkus und Mausoleum und begann den Bau der Maxentiusbasilika am Forum Romanum , die dann von Konstantin fertiggestellt wurde. Au├čerhalb der Hauptstadt ist insbesondere ein ausgedehntes Stra├čenbauprogramm in Italien zu nennen.
      In seiner Religionspolitik zeigte sich Maxentius als Verehrer der traditionellen G├Âtter, die an die alte Gr├Â├če Roms erinnerten; besonders prominent sind Hercules und Mars , die Schutzg├Âtter seines Vaters. Gegen├╝ber dem Christentum zeigte er sich tolerant und beendete in seinem Reichsteil jede Verfolgung. W├Ąhrend seiner Regierungszeit kam es als Nachwirkung der diokletianischen Verfolgung zu teilweise blutigen Auseinandersetzungen innerhalb der christlichen Gemeinde, so dass Maxentius 309 gezwungen war, mit Marcellus I. und Eusebius nacheinander zwei r├Âmische Bisch├Âfe der Stadt zu verweisen. Die eigentliche Religionsaus├╝bung behinderte er jedoch nicht, gab im Gegenteil der Kirche sogar Teile des enteigneten Besitzes zur├╝ck und erlaubte wieder Bischofswahlen

      Nach dem Sieg Konstantins wurde Maxentius konsequent verteufelt und als grausamer, blutd├╝rstiger und unf├Ąhiger Tyrann dargestellt. Dieser Einfluss der offiziellen Propaganda f├╝hrte auch dazu, dass er von der sp├Ąteren christlichen Tradition unter die Verfolger gerechnet wurde, obwohl zeitgen├Âssische Quellen wie Lactantius nichts dar├╝ber berichten. Diese Diffamierung hinterlie├č ihre Spuren in allen erhaltenen Quellen, christlichen wie heidnischen, und bestimmte das Bild des Maxentius bis ins 20. Jahrhundert hinein. Erst ein umfassenderer Gebrauch nicht-literarischer Quellen wie M├╝nzen und Inschriften und ein kritischerer Umgang mit den schriftlichen Nachrichten ├╝ber Maxentius' Regierung haben zu einer Revision der Einsch├Ątzung dieses Kaisers gef├╝hrt


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