Gaius Sempronius Gracchus

Gaius Sempronius Gracchus

Male 153 V.C. - 121 V.C.    Has 29 ancestors and more than 250 descendants in this family tree.

Personal Information    |    Notes    |    All

  • Name Gaius Sempronius Gracchus  
    Relationshipwith Adam
    Born 153 V.C. 
    Gender Male 
    Died 121 V.C.  Rom Find all individuals with events at this location 
    Person ID I667087  Geneagraphie | Voorouders HW
    Last Modified 19 Mar 2010 

    Father Tiberius Sempronius Gracchus,   d. 154 V.C. 
    Mother Cornelia Africana,   d. Yes, date unknown 
    Siblings 2 siblings 
    Family ID F293120  Group Sheet  |  Family Chart

    Family Licinia Crassa minor,   b. Abt 150 V.C.,   d. Aft 121 V.C. 
    Married Bef 133 V.C. 
    Children 
     1. Sempronia,   b. Abt 123 V.C.,   d. After 0063 B.C.
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F293136  Group Sheet  |  Family Chart

  • Notes 
    • Volkstribun in den Jahren 123 v. Chr. und 122 v. Chr.

      wurde von seiner Mutter erzogen, einer römischen Matrona von hohem moralischem Anspruch.

      Gaius' militĂ€rische Karriere begann in Numantia als MilitĂ€rtribun beim Stab seines Schwagers Scipio Aemilianus. Als junger Mann beobachtete er den politischen Aufruhr, den sein Ă€lterer Bruder Tiberius verursachte, als er versuchte, Gesetze fĂŒr eine Agrarreformen durchzubringen. Tiberius wurde im Jahr 133 v. Chr. in den NĂ€he des Kapitols bei einer bewaffneten Auseinandersetzung mit politischen Gegnern, die von ihrem Vetter Publius Cornelius Scipio Nasica Serapio angefĂŒhrt wurden, getötet. Nach Tiberius' Tod erbte Gaius das Vermögen der Familie der Gracchen. Gaius begann seine politische Karriere sechs Jahre spĂ€ter, im Jahr 126 v. Chr., als QuĂ€stor des Konsuls Lucius Aurelius Orestes in Sardinien .

      Nach wenigen Jahren des politischen Friedens in Rom, wurde Gaius fĂŒr das Jahr 123 v. Chr. wie schon sein Vater und sein Bruder zum Volkstribun gewĂ€hlt - sehr zum Missfallen der Optimaten . Gaius hatte Ă€hnliche Ideale wie Tiberius, ging jedoch aufgrund des Scheiterns seines Bruders vorsichtiger vor. Zur Umsetzung seiner ReformplĂ€ne bediente sich Gaius Gracchus, ebenso wie schon sein Bruder Tiberius, des ius agendi cum plebe, also des Rechts mit dem Volk zu verhandeln und bindende BeschlĂŒsse zu fassen. Gaius Gracchus erwarb so durch das Einbringen plebejerfreundlicher GesetzesvorschlĂ€ge eine große PopularitĂ€t und setzte unter anderem die lex agraria, welche die Ackerkommission zur Verteilung von Staatsland an die Plebejer wieder einsetzte, die „lex frumentaria", welche eine Getreideversorgung der Plebs zu festgelegten Preisen garantierte, und die „lex militaris", welche die Versorgung der Soldaten durch den Staat gewĂ€hrleistete und unter 17-JĂ€hrige vom MilitĂ€rdienst ausnahm, durch. DarĂŒber hinaus versuchte er die Anzahl der Jahre und FeldzĂŒge zu begrenzen, die ein Mann verpflichtet war, in der Armee abzuleisten. Andere Maßnahmen beinhalteten die Schaffung eines Gerichtshof gegen Erpressungen, um illegale Einkommen von Senatsmitgliedern daraus zu bestrafen. Auch den Rittern kam er entgegen, indem er ihnen durch ein Gesetz kĂŒnftig allein die Besetzung von Richterstellen zusicherte. Das war fĂŒr sie nicht nur ein willkommener Erfolg, sondern hatte unmittelbare ökonomische Bedeutung. Da sich nĂ€mlich aus den Provinzen die Klagen ĂŒber die SteuerpĂ€chter hĂ€uften, waren sie zufrieden die ProzessfĂŒhrung in ihren HĂ€nden zu halten. Sie konnten von ihren Standesgenossen so das Schlimmste fernhalten, die AusplĂŒnderung der Provinzen fortsetzen. Diese Reformen erweckten das Missfallen des Senats, der streng darauf achtete, dass die eigenen Privilegien nicht angetastet wurden.

      Im Jahr 123 v. Chr. bewarb sich Gaius um eine weitere Amtszeit (fĂŒr das Amtsjahr 122 v. Chr. - das Amtsjahr eines Volktribunen begann am 10. Dezember) als Volkstribun. Damit verstieß er zwar gegen das im mos maiorum , dem tradierten Wertekanon der römischen Aristokratie, festgelegten Iterationsverbot , wurde aber mit der ĂŒberwĂ€ltigenden UnterstĂŒtzung der römischen Plebejer gewĂ€hlt. Es war abzusehen, dass der Senat versuchen wĂŒrde, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um einem weiteren Machtverlust vorzubeugen. Die Möglichkeiten hierzu erhielten sie, da Marcus Livius Drusus zu seinem Mittribunen bestimmt wurde. Dieser war ein junger, den Optimaten nahestehender Politiker und er sollte die entscheidende Rolle bei der Demontage des Gaius Gracchus spielen. Livius Drusus umwarb das Volk von nun an mit Versprechungen, die weit ĂŒber diejenigen des Gaius Gracchus hinausgingen. Ein besonderes Anliegen des Gaius und seiner AnhĂ€nger war stets die Kolonisierungspolitik gewesen. So hatten sie sich fĂŒr die GrĂŒndung zweier neuer Kolonien auf der italienischen Halbinsel, nĂ€mlich in der NĂ€he von Capua und Tarent , sowie einer weiteren auf dem GelĂ€nde des zerstörten Karthago in Nordafrika eingesetzt. Als Gaius Gracchus dazu ausersehen wurde, den Aufbau dieser Kolonie, Iunonia genannt, zu beaufsichtigen, nutzte Livius Drusus seine Abwesenheit geschickt. Da eine Kolonisierung in Italien immer populĂ€rer war als derartige Projekte außerhalb, beantragte er die GrĂŒndung von zwölf Kolonien auf italienischem Boden. Auch forderte er, dass daran nur römische BĂŒrger beteiligt werden sollten, nicht wie Gracchus vorgeschlagen hatte alle Italiker . Dieses Projekt wurde allerdings nie umgesetzt und muss von vorneherein als reine Demagogie verstanden werden, da in Italien nicht ausreichend Boden fĂŒr die GrĂŒndung so vieler Kolonien zur VerfĂŒgung stand. Dadurch war Gaius Gracchus bei seiner RĂŒckkehr unter Zugzwang geraten, erneut die Initiative zu ergreifen. Über die Art und Weise, wie dies geschehen sollte, gibt es unterschiedliche Angaben. Es ist vor allem unklar, ob er nun das BĂŒrgerrecht nur fĂŒr die Latiner oder fĂŒr alle Italiker forderte. Aber auch in diesem Punkt konnte Livius Drusus gegenĂŒber ihm punkten, da dieser Vorschlag natĂŒrlich im Gegensatz zum Egoismus der Römer stand. Drusus forderte hingegen nur die Gleichstellung der Latiner im römischen Heer und deren Befreiung von der PrĂŒgelstrafe. Dieser Vorschlag wurde wiederum weithin gutgeheißen.

      Gaius versuchte eine dritte Amtszeit mit Marcus Fulvius Flaccus als Partner durchzusetzen. Aber dieses Mal verloren sie die Abstimmung und mussten in der Folge zusehen, wie alle ihre Gesetze durch die neuen konservativen Konsuln Quintus Fabius Maximus Allobrigicus und Lucius Opimius zurĂŒckgezogen wurden. Als sich am Abstimmungstag die AnhĂ€nger beider Seiten auf dem Kapitol versammelten, kam es zu einem tragischen Zwischenfall. Denn ĂŒbereifrige AnhĂ€nger des Gaius Gracchus töteten einen Liktor namens Antullius, vermutlich aufgrund eines MissverstĂ€ndnisses. Dies gab nun jedoch Opimius die Möglichkeit mit aller HĂ€rte gegen Gracchus und dessen AnhĂ€nger vorzugehen. So rief zum ersten Mal in der Geschichte Roms der Senat den Staatsnotstand ( senatus consultum ultimum ) aus. Fulvius Flaccus wurde mit seinen Söhnen ermordet, Gaius hingegen gelang es mit Philokrates, seinem Sklaven, zu fliehen. Verfolgt von den MĂ€nnern der konservativen Fraktion, ließ sich Gaius in einem Keller, in dem er sich versteckte, von seinem Sklaven töten. Durch die folgenden Auseinandersetzungen und Hinrichtungen fanden viele weitere AnhĂ€nger den Tod. Plutarch berichtet von 3000 Todesopfern.

      Gaius Gracchus hinterließ nur eine Tochter aus seiner Ehe mit Licinia Crassa . Das MĂ€dchen Sempronia, Erbin des Vermögens der Gracchen, heiratete Fulvius Flaccus Bambalus . Die beiden hatten ebenfalls nur eine Tochter ( Fulvia ), die spĂ€ter zuerst die Frau von Publius Clodius Pulcher wurde und anschließend die von Marcus Antonius .

      Trotz seines Scheiterns wurde Gaius Gracchus, ebenso wie sein Bruder, zur Ikone der Popularen und sein Wirken zum Leitbild fĂŒr viele nachfolgende Politiker bis in die Neuzeit. In Erinnerung an den gerechten Volkstribun und unbestechlichen Republikaner nahm der französische RevolutionĂ€r und FrĂŒhsozialist François NoĂ«l Babeuf den Beinamen Gracchus an; und wurde selbst von den Peripetien der geliebten Revolution, wie einst Gaius von der Republik, verschlungen


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