Philipp Arrhidaios, III

Philipp Arrhidaios, III

Male 352 V.C. - 25 Dec 317 V.C.    Has 84 ancestors but no descendants in this family tree.

Personal Information    |    Notes    |    All

  • Name Philipp Arrhidaios  
    Suffix III 
    Relationshipwith Adam
    Born 352 V.C. 
    Gender Male 
    Died 25 Dec 317 V.C. 
    Person ID I666782  Geneagraphie
    Last Modified 20 Oct 2009 

    Father Philippe, II,   b. 382 V.C.,   d. 336 V.C. 
    Mother Philinna,   d. Yes, date unknown 
    Family ID F292945  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 1 Eurydike,   d. Yes, date unknown 
    Last Modified 19 Oct 2009 
    Family ID F292948  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 2 Adea,   d. Yes, date unknown 
    Last Modified 20 Oct 2009 
    Family ID F228931  Group Sheet  |  Family Chart

  • Notes 
    • Philipp III. wurde anscheinend f├╝r geisteskrank gehalten. Nach Plutarch war der Grund f├╝r seine Krankheit eine Vergiftung durch Olympias , die Witwe Philipps II. , die den m├Âglichen Rivalen Alexanders des Gro├čen beseitigen wollte. Dies erscheint jedoch fraglich, und es gibt auch sonst keine Beweise hierf├╝r. Alexander behandelte ihn freundschaftlich und nahm ihn zu seinen Feldz├╝gen mit, um ihn zu sch├╝tzen und zu verhindern, dass er als Geisel zur Erlangung des Thrones diente. Nach dem fr├╝hzeitigen Tod Alexanders wurde Arrhidaios von der Heeresversammlung in Asien zum K├Ânig gew├Ąhlt. Jedoch war er nur vom Titel her K├Ânig und Spielfigur der m├Ąchtigen Gener├Ąle.
      Wegen seiner unehelichen Herkunft scheint er nie eine wirkliche Gefahr f├╝r Alexanders Anspruch auf den Thron von Makedonien gewesen zu sein. Als der Satrap von Karien Pixodaros 337 v. Chr. seine ├Ąlteste Tochter dem Arrhidaios zur Frau anbot, verhinderte dies Alexander. ├ťber seinen Aufenthalt in der folgenden Zeit ist nichts bekannt, er hatte jedoch keine Befehlsgewalt.

      Am 11. Juni 323 v. Chr., als Alexander starb, befand sich Arrhidaios gerade in Babylon . Er war der beste Anw├Ąrter auf die Nachfolge. Ein Thronfolgestreit entbrannte zwischen Perdikkas , dem F├╝hrer der Kavallerie, und Meleagros , dem F├╝hrer der Phalanx . Perdikkas wollte warten, ob die schwangere Witwe des Alexander, Roxane , einen Sohn zur Welt bringen w├╝rde, doch Meleagros wollte Arrhidaios als n├Ąchsten Verwandten Alexanders als Thronfolger. Nachdem Meleagros get├Âtet wurde, kam es zu einem Kompromiss : Philipp III. Arrhidaios wurde zum K├Ânig gew├Ąhlt, und falls das Kind der Roxane ein Junge w├Ąre, w├╝rde er zum Mitherrscher ernannt. So wurde Alexander IV. Aigos gleich nach der Geburt gekr├Ânt, jedoch ├╝bernahm Perdikkas die Regentschaft.
      Als Kynane , die Tochter Philipps II., erfuhr, dass Arrhidaios die Thronfolge angetreten hatte, entschloss sie sich, nach Asien zu reisen, um ihm ihre Tochter Eurydike zur Frau zu geben. Doch Perdikkas wollte dies verhindern und lie├č Kynane durch seinen Bruder Alketas t├Âten. Der Mord f├╝hrte aber innerhalb der Armee zu Unruhen, so dass Perdikkas schlie├člich der Ehe zustimmen musste. Von nun an stand Philipp unter dem Einfluss seiner dominanten Gattin Eurydike.

      Nachdem die Diadochen das Ende des Perdikkas besiegelt hatten, traten Peithon und Arrhidaios seine Nachfolge an. 320 v. Chr. auf der Konferenz von Triparadeisos konnte Eurydike diese wieder absetzen und Antipater wurde Regent von Makedonien. Dieser begab sich nach Makedonien und zwang Philipp III. und seine Gattin, ihn zu begleiten. Im folgenden Jahr starb Antipater und hinterlie├č die Regentschaft nicht seinem Sohn Kassander , sondern seinem Freund Polyperchon . Dies f├╝hrte zum zweiten Diadochenkrieg . 317 v. Chr. vertrieb Kassander Polyperchon aus Makedonien. Eumenes ersetzte Antigonos I. Monophthalmos , den m├Ąchtigsten Verb├╝ndeten Polyperchons, und wurde Heerf├╝hrer der Truppen in Asien. Eurydike verb├╝ndete sich mit Kassander und veranlasste ihren Gatten Philipp, ihn zum Regenten zu ernennen. Als Kassander Makedonien verlie├č, ├╝bernahm Eurydike die volle Kontrolle ├╝ber das Land.

      Im gleichen Jahr vereinten sich Polyperchon, Olympias und Aiakides , der K├Ânig von Epirus , und zogen gegen Makedonien. Da Alexander IV., der Sohn Alexanders des Gro├čen, mit dabei war, weigerten sich die makedonischen Truppen, gegen sie zu k├Ąmpfen, und Philipp III. und Eurydike blieb nur noch die Flucht. In Amphipolis wurden sie jedoch gefasst und eingekerkert. Da Philipp weiterhin eine Gefahr darstellte, wurde er am 25. Dezember 317 v. Chr. hingerichtet; seine Gattin wurde gezwungen, Selbstmord zu begehen. Im folgenden Jahr eroberte Kassander Makedonien zur├╝ck; er lie├č Philipp und Eurydike standesgem├Ą├č in Aigai begraben und veranstaltete ihnen zu Ehren Leichenspiele .

      1977 wurde bei Vergina ein Zweikammergrab eines K├Ânigs entdeckt, das ein sehr gut erhaltenes Skelett eines Mannes enthielt. Manolis Andronikos identifizierte den Toten als Philipp II. Doch ist dies stark umstritten und vieles sprich daf├╝r, dass es sich um Philipp III. Arrhidaios handelt. Zum einen passt der Baustil der Grabkammer eher in die Zeit um 320 v. Chr., zum anderen weist der Leichnam keine Verletzungen auf, wie man es bei einem Krieger vermuten w├╝rde. Des weiteren vermutet man, dass ein so gut erhaltenes Skelett nur durch eine trockene Feuerbestattung m├Âglich ist. Hierbei wird der Leichnam erst l├Ąngere Zeit nach dem Tode verbrannt, so wie es bei Philipp III. der Fall war.

      Im Name Philippos Arrhidaios wurde das Barkensanktuar des Amuntempels von Karnak und die gro├če S├Ąulenhalle des Thottempels von Hermopolis /Aschmunein errichtet. Auch im Tempel des Onuris -Schu in Sebennytos ist er bezeugt.


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