Wilhelm Friedemann Bach

Wilhelm Friedemann Bach

Male 1710 - 1784  (73 years)    Has 15 ancestors but no descendants in this family tree.

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  • Name Wilhelm Friedemann Bach 
    Relationshipwith Francis Fox
    Born 22 Nov 1710  Weimar Find all individuals with events at this location 
    Gender Male 
    Died 1 Jul 1784  Berlin, DE Find all individuals with events at this location 
    Person ID I657763  Geneagraphie
    Last Modified 23 Jul 2009 

    Father Johann Sebastian Bach,   b. 21 Mar 1685, Eisenach Find all individuals with events at this location,   d. 28 Jul 1750, Leipzig, Sachsen, D Find all individuals with events at this location  (Age 65 years) 
    Mother Maria Barbara Bach,   b. 20 Oct 1684, Gehren Find all individuals with events at this location,   bur. 7 Jul 1720, Köthen, Anhalt Find all individuals with events at this location  (Age ~ 35 years) 
    Married 17 Oct 1707  Dornheim bei Arnstadt Find all individuals with events at this location 
    Siblings 3 siblings 
    Family ID F288800  Group Sheet  |  Family Chart

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  • Notes 
    • der sogenannte „Dresdener Bach" oder „Hallesche Bach"

      Componist

      Aus seinem Geburtsort Weimar kam er 1717 mit seiner Familie nach Köthen , wo er die Lateinschule besuchte. Ab Juni 1723 besuchte er die Leipziger Thomasschule , nahm 1727 Violin -Unterricht bei Johann Gottlieb Graun , wurde 1729 als Jurastudent an der Universität Leipzig immatrikuliert und studierte außer den Rechten auch Philosophie und Mathematik. 1733 wurde er Organist an der Sophienkirche in Dresden und im April 1746 Musikdirektor und Organist an der Marienkirche in Halle (Saale) . Daher wird er auch als der Hallesche Bach bezeichnet. Außerdem leitete er den Stadtsingechor zu Halle .
      1764 gab er diese Stelle auf. Von dieser Zeit an lebte er ohne feste Anstellung und versuchte, sich durch Konzerte, Unterricht und Kompositionen seinen Unterhalt zu erwerben. 1770 zog er von Halle nach Braunschweig und schließlich im Frühjahr 1774 nach Berlin . Im Jahrzehnt zwischen 1764 und 1774 unternahm er zahlreiche Reisen, unter anderem nach Göttingen (zu Forkel ), die jedoch ebenso wenig eine feste Anstellung nach sich zogen wie seine Bewerbungen als Organist in Braunschweig und Wolfenbüttel . In Berlin gab er mehrere erfolgreiche Orgelkonzerte, die ihm die Unterstützung durch die Prinzessin Anna Amalia , der Schwester Friedrichs II. , eintrugen. 1778 oder 1779 entzog sie ihm diese Unterstützung, nachdem er in den (ungeklärten) Verdacht geraten war, gegen Anna Amalias Kompositionslehrer, den preußischen Kapellmeister Johann Philipp Kirnberger , intrigiert zu haben. Wilhelm Friedemann Bach starb 1784 in kümmerlichen Verhältnissen in Berlin.

      Wilhelm Friedemann Bach war einer der Ersten, die notgedrungen als freischaffende Musiker zu leben versuchten. Aus der Geborgenheit des Elternhauses und der Obhut seines Vaters konnte er sich nur schwer und langsam lösen. Für ein freies Künstlertum waren die sozialen Voraussetzungen in der neubürgerlichen Gesellschaft Deutschlands erst im Entstehen begriffen. So geriet Bach immer mehr in wirtschaftliche Not und innere Haltlosigkeit. Bis heute ist nicht geklärt, ob ihm sogar Fälschungen beim Verkauf von Kompositionen aus dem Nachlass seines Vaters vorgeworfen werden können. Er lebte im Bewusstsein, ein Eigener zu sein ( Zelter an Goethe : „Als Componist hatte er den Tic douloureux original zu seyn, sich von Vater und Brüdern zu entfernen..."). Seine damit verbundenen inneren Spannungen und Gegensätze, die sein Leben gefährdeten, meint man auch in seinen Werken feststellen zu können. In seiner Instrumentalmusik kündigte sich der neue, empfindsam erregte Stilwille der Geniezeit ( Sturm und Drang ) an, der in den acht Polonaisen zum an die Frühromantik gemahnenden Charakterstück und in den Klaviersonaten in die Nähe des Wiener Klassizismus vorstieß.
      Als Organist und Klavierspieler war Bach vor allem wegen seiner gerühmten Kunst der Improvisation beliebt, und von seinem Bruder Carl Philipp Emanuel ist durch Johann Nikolaus Forkel der Satz überliefert: "Er konnte unsern Vater eher ersetzen, als wir alle zusammengenommen."
      Um das Leben des zwiespältigen Originalgenies (im Sinne seiner Zeit) legte sich bald nach seinem Tod ein Kranz romantischer Legenden. So werden ihm „sein roher Sinn, sein starrer Künstlerstolz, seine ungeheure Zerstreutheit und sein mürrisches zanksüchtiges Wesen, das im Trunke, dem er ergeben war, alle Rechte jeder Bürgerlichkeit und Ordnung verletzt" nachgesagt. Dieses Bild spiegelt sich auch in Albert Emil Brachvogels Roman Wilhelm Friedemann Bach von 1858 und noch in Paul Graeners gleichnamiger Oper von 1931.
      Wilhelm Friedemann und sein Bruder Carl Philipp Emanuel waren die beiden wichtigsten Quellen für Johann Nikolaus Forkels Biografie ihres Vaters Johann Sebastian.
      Viele seiner Werke galten lange als verschollen. Seit den 1990er Jahren liegen zunehmend mehr Einspielungen vor.
      Pfingstmusik ("Lasset uns ablegen")
      eine Adventsmusik
      mehrere Klavierkonzerte ,
      vier Orgelfugen ,
      acht Fugetten ,
      sechs Klaviersonaten ,
      zwei Sonaten für zwei konzertierende Klaviere,
      zwölf Polonaisen für Klavier.
      Sinfonia F-Dur (Dissonant)
      Sinfonia F-Dur zur Pfingstkantate "Ertönet, ihr seligen Völker"
      Sinfonia D-Dur zur Pfingstkantate "Dies ist der Tag"
      Sinfonia d-moll für 2 Querflöten, Streicher + Basso continuo
      Sinfonia D-Dur zur Himmelfahrtskantate "Wo gehet die Lebensreise hin"
      Sinfonia G-Dur zur Weihnachtskantate "O Wunder"


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