Michael Loefen (Loeffenius)

Michael Loefen (Loeffenius)[1, 2, 3]

Male Abt 1550 - 1620  (~ 70 years)    Has no ancestors but 99 descendants in this family tree.

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  • Name Michael Loefen (Loeffenius) 
    Relationshipwith Francis Fox
    Born Abt 1550  Trier, Rheinland-Pfalz, De Find all individuals with events at this location 
    Gender Male 
    Died 30 Apr 1620  Heimhof (Oberpfalz) Find all individuals with events at this location 
    Person ID I549616  Geneagraphie
    Last Modified 24 Aug 2008 

    Family 1 Agnes Est,   b. Aft 1554, Straßburg, Elsaß Find all individuals with events at this location,   d. Yes, date unknown 
    Married Abt 1575 
    Children 
     1. Margaretha Loefenius,   b. 1576,   d. 27 Apr 1653, Frankenthal Find all individuals with events at this location  (Age 77 years)
    Last Modified 24 Aug 2008 
    Family ID F232551  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 2 Emilia Susanna de Smet,   d. Yes, date unknown 
    Married 1614-1615 
    Last Modified 24 Aug 2008 
    Family ID F232552  Group Sheet  |  Family Chart

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  • Notes 
    • Neue Deutsche Biographie Bd. 15 S. 27f:

      Der Trierer Exulant, der 1570 in der Heidelberger Antitrinitarier-Affäre als Zeuge für den Kirchenrat aufgetreten war, wurde nach Studien in Basel und Heidelberg am 24.06.1576 kurpfälz. Hofgerichtsrat. Beim Regierungsantritt des luth. Kurfürsten Ludwig VI. mußte er jedoch als Reformierter bereits 1576/77 den Pfälzer Dienst quittieren. In Straßburg scheint er als Privatdozent Jura gelehrt zu haben; von Johann Sturm betriebene Pläne zu Berufung auf Rechtsprofessuren un Straßburg und Altdorf scheiterten 1580. Dafür trat L. im Straßburger Kapitelstreit in die Dienste des ev. Domkapitels, für das er mehrere Gesandtschaftsreisen unternahm.

      Sein gutes Verhältnis zu den Wetterauischen Grafen, vor allem zu Gf. Ludwig von Wittgenstein, führte L. 1592 in der Vormundschaftskrise der Kurpfalz nach dem Tode des Administrators Johann Casimir in den Heidelberger Oberrat, wo er den Kanzler unterstützen und sich um die auswärtigen Angelegenheiten kümmern sollte. L. gehörte mit seinen Kollegen Georg Michael Lingelsheim und Volrad von Plessen zu den entschiedenen Verfechtern des ref. Bekenntnisses in diesem Heidelberger Regierungsgremium. Der Aufstieg zum wichtigsten Reichs- und Außenpolitiker der Heidelberger Regierung hing mit der Oberpfalzreise Kfst. Friedrichs IV. 1596-98 zusammen, als L. enge Kontakte zum Amberger Statthalter Fst. Christian I. von Anhalt-Bernburg knüpfte, dessen Vertrauensmann in Heidelberg er wurde. Wegen seines Gegensatzes zu den Exponenten einer vorsichtigeren Heidelberger Reichspolitik kam es zu Konflikten; deshalb fürchtete L. 1601 das Schicksal des kursächs. Kanzlers Krell und dachte an ein Ausscheiden. Aber mit der Sicherung des ref. Bekenntnisses in der Kurpfalz nach 1602 war seine Stellung unangefochten; seither war er auf zahlreichen Gesandtschaftsreisen und durch Gutachten unermüdlich für die Pfälzer Reichs- und Bündnispolitik tätig.

      L. erwies sich als entschiedener Verfechter der reichsfstl.en Liberalität, geprägt durch eine kompromißlose antikaiserliche und antikath. Haltung, aber auch von Furcht vor einem kath. Angriff. Dadurch wurde er zum Exponenten einer weit ausgreifenden ev. Koalitionspolitik, ja sogar ev. Kaiserprojekte. L. plädierte für das Richteramt des Pfalzgrafen über den Kaiser und fr die rückhaltlose Ausnutzung des Reichsvikariats. Seine publizistischen Auseinandersetzungen mit den Jesuiten machten ihn bekannt. Im Jülicher Krieg 1610 trat L. für eine Ausnutzung der vermeintlich günstigen europ. Konstellation zu einer kriegerischen Auseinandersetzung ein. Als dann aber 1610 nach dem Tod des schwachen Kurfürsten Friedrich IV. die von L. u.a. vorbereitete Administration des ref. Pfalzgrafen Johann II. von Zweibrücken zustande kam, verlor der engagierte Reformierte bei dem vorsichtigen Pfalzgrafen rasch an Einfluß. Seit 1612 zog er sich aus dem Heidelberger Rat zurück und beschränkte siche auf eine Gutachtertätigkeit für diesen und für Fst. Christian von Anhalt.

      L. hielt sich nun zunehmend auf seinen Oberpfälzer Gütern auf, mit deren Kauf er 1598 begonnen hatte; seine wichtigsten Erwerbungen waren die Hofmarken Ebermannsdorf (1602) und Heimhof (1604); 1604 beteiligte er sich (u. a. mit Christian von Anhalt) an einem Bergwerksunternehmen im Fichtelgebirge. Bereits 1599 hatte L. die Landsassenfreiheit für die Oberpfalz erhalten. Da er 1598 ev. Administrator des Stifts Kastl wurde, rückte er auch als Exponent der Regierung in die Prälatenbank des Oberpfälzer Landtags ein, an deren Spitze er 1617 als Landschaftskommissarius der Prälaten trat.

  • Sources 
    1. [S5931] Neue Deutsche Biographie, Herausgeber: Historische Kommission bei der bayerischen Akademie der Wissenschaften, (Berlin, Duncker & Humblot), 15/27f (Reliability: 3).

    2. [S5745] Ahnentafeln berühmter Deutscher, Folge 3, Gebhardt, Peter von; Hohlfeld, Johannes, (Leipzig 1929-1932 Stamm- und Ahnentafelwerk der Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte Bd. 8), 192 (Reliability: 3).

    3. [S5930] Wilhelm Wundts Ahnenerbe, Prof. Gerhard Kessler, Leipzig, (Familiengeschichtliche Blätter, 31. Jahrgang, Juli/August 1933), 149 (Reliability: 3).


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