Sebastian Schertel von Burtenbach

Sebastian Schertel von Burtenbach

Male 1496 - 1577  (81 years)    Has 6 ancestors and more than 100 descendants in this family tree.

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  • Name Sebastian Schertel von Burtenbach 
    Relationshipwith Francis Fox
    Born 12 Feb 1496  Schorndorf Find all individuals with events at this location 
    Gender Male 
    Died 18 Nov 1577  Augsburg, Bayern, D Find all individuals with events at this location 
    Person ID I538215  Geneagraphie
    Last Modified 5 Aug 2007 

    Father Heinrich Schertel von Burtenbach,   d. Yes, date unknown 
    Mother Agnes von Günklingen,   d. Yes, date unknown 
    Family ID F222899  Group Sheet  |  Family Chart

    Family Barbara Senn gen Thormann,   b. Abt 1499, Konstanz Find all individuals with events at this location,   d. 22 Apr 1569, Burtenbach Find all individuals with events at this location  (Age ~ 70 years) 
    Married 23 Nov 1518  Konstanz Find all individuals with events at this location 
    Children 
     1. Hans Sebastian Schertel von Burtenbach,   b. 6 Jul 1523, Konstanz Find all individuals with events at this location,   d. 11 Mar 1596, Burtenbach Find all individuals with events at this location  (Age 72 years)
    Last Modified 25 Jun 2007 
    Family ID F222897  Group Sheet  |  Family Chart

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    Link to Google MapsDied - 18 Nov 1577 - Augsburg, Bayern, D Link to Google Earth
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  • Notes 
    • Sebastian Schertlin von Burtenbach (1496-1577) ist von den Eltern als Geistlicher oder für eine akademische Laufbahn bestimmt, wird aber einer der größten militärischen Führer seiner Zeit. 1496 Sebastian Schertlin wird als Sohn des Richters und Bürgermeisters von Schorndorf geboren, absolviert die dortige Lateinschule, studiert in Tübingen und wird mit 20 Jahren zum Magister sponsiert. Nach kurzer Tätigkeit als bischöflicher Schreiber in Konstanz schlägt er die militärische Laufbahn ein.
      1518 Sebastian Schertlin nimmt an seinem ersten Feldzug gegen Franz von Sickingen teil.
      1519 Sebastian Schertlin steht seinem berühmten Lehrmeister Georg von Frundsberg bei der Eroberung seiner Heimatstadt Schorndorf zur Seite. In der Folgezeit ist er an fast allen wichtigen kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa beteiligt:
      1525 Sebastian Schertlin kämpft in der Schlacht von Pavia und dem Bauernkrieg.
      1527 Sebastian Schertlin ist bei der Plünderung Roms (Sacco di Roma) an vorderster Stelle dabei.
      1527 Sebastian Schertlin schreibt über die Plünderung Roms unter anderem: „Am 6. Mai haben wir Rom im Sturm erobert, ungefähr 6000 Mann darin totgeschlagen und die ganze Stadt geplündert... wir alle wurden reich."
      Dass er sich aber auch der Schattenseiten des Landsknechtslebens bewusst ist, beweist sein Wahlspruch „Dulce bellum inexperto", frei übersetzt: „Schön ist der Krieg nur für den, der ihn nicht kennt." Sebastian Schertlin von Burtenbach ist nicht nur ein kühler Stratege, sondern auch ein unerschrockener Draufgänger, der an der Spitze seine Soldaten in die Schlacht führt. Darüber hinaus ist er auch ein erfolgreicher Geschäftsmann, denn an ihm als Landsknechtführer liegt es, seine Truppen auszurüsten und aus eigener Tasche zu bezahlen. Wie zu seiner Zeit üblich, wird er selbst durch den jeweiligen Kriegsherrn entlohnt und kann sich am Vermögen der Besiegten schadlos halten. Der Gewinn ist hoch \endash allerdings auch das Risiko an Leib und Leben Schaden zu nehmen, schließlich kann in dieser Zeit selbst eine einfache Verwundung zu Siechtum oder Tod führen. Dass Schertlin von Burtenbach seine Kriegstaten auch geschäftsmäßig sieht, zeigen seine ausführlichen Aufzeichnungen, in denen bei jedem Feldzug seine Ausgaben und Einnahmen fein säuberlich aufgeführt sind.
      1532 Sebastian Schertlin kämpft gegen die Türken und er wird dafür von Kaiser Karl V. zum Ritter geschlagen.
      1534 Sebastian von Schertlin wird für seine Verdienste von Kaiser Karl V. in den reichsunmittelbaren Adelsstand erhoben.
      1530 Sebastian von Schertlin übersiedelt mit seiner Familie von Schorndorf in die Stadt Augsburg, in deren Diensten er nun steht. Bald darauf erwirbt er Schloss Burtenbach und nennt sich von nun an Schertlin von Burtenbach.
      1546 Sebastian Schertlin von Burtenbach ist im Schmalkaldischen Krieg Kommandeur der gesamten Infanterie der oberdeutschen Städte, er führt seine Truppen zwar überlegen gegen Kaiser und Reich, kann aber den Sieg der Kaiserlichen nicht verhindern. Kaiser Karl V. verhängt über ihn die Reichsacht, Schertlin flieht daraufhin nach Frankreich.
      1553 Sebastian Schertlin von Burtenbach wird vom Kaiser wieder in Gnaden aufgenommen, zum Hauptmann der Stadt Augsburg und
      1559 zum kaiserlichern Rat ernannt. Seinen Lebensabend verbringt er zunächst in Burtenbach, dann in Augsburg.

      Brockhaus 1898 Schertlin (Schärtlein) von Burtenbach, Sebastian, deutscher Feldhauptmann des 16. Jahrhunderts geboren 12. Februar 1496 zu Schorndorf (Württemberg [eigentlich Vorderösterreich]) besuchte die Universitäten Tübingen und Wien, machte 1518 den Feldzug gegen Franz von Sickingen mit und widmete sich seitdem ganz dem Kriegshandwerk. Er diente im Heere des Schwäbischen Bundes gegen Ulrich von Wüttenberg (1519) und gegen die aufrührerischen Bauern (1525), dergleichen im kaiserlichen Heere wiederholt gegen die Türken, wie auch die Franzosen an der deutschen Grenze und in Italien, wo er nach der Schlacht bei Pavia 1525 zum Ritter geschlagen wurde und 1527 an der Eroberung und Plünderung Roms teilnahm. Seit 1530 Feldhauptmann der Reichsstadt Augsburg, kaufte Schertlin 1532 die im Westen der Stadt gelegene Herrschaft Burtenbach und trat zur protestantischen Lehre über. Nachdem er noch Züge gegen die Türken (1532, wo er sich als Führer des gesamten Reichsfußvolks auszeichnete), gegen Frankreich (1536 und 1544) und gegen Heinrich von Braunschweig (1542) mitgemacht hatte, nahm er am Krieg der Protestanten gegen den Kaiser (Schmalkaldischer Bund) teil. Bei der Unterwerfung Augsburgs von der Amnestie ausgeschlossen, lebte Schertlin als Flüchtling erst in Konstanz, dann in Basel. Da er 1548 in die Dienste Heirichs II. von Frankreichs trat wurde er vom Kaiser geächtet und seine Güter eingezogen. Aus Basel ausgewiesen, ging er 1551 an den französischen Hof, wo er den Vertrag zwischen dem König und den gegen Kaiser Karl verbündeten protestantischen Reichsfürsten vermittelte. 1553 nach seinem Austritt aus dem französischen Dienst vom Kaiser begnadigt, kehrte er nach Augsburg zurück und nahm wieder Dienste bei der Stadt sowie beim Heidelberger und dann Landsberger Bund, ohne jedoch noch einmal ins Feld zu ziehen. Er starb 18. Novermer 1577 zu Burtenbach


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