Fürst Bernhard Heinrich von Bülow

Fürst Bernhard Heinrich von Bülow

Male 1849 - 1929  (80 years)    Has more than 250 ancestors but no descendants in this family tree.

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  • Name Bernhard Heinrich von Bülow 
    Prefix Fürst 
    Relationshipwith Adam
    Born 3 May 1849  Klein Flottbeck, Hamburg Find all individuals with events at this location 
    Gender Male 
    Died 28 Oct 1929  Roma, Latium, Italia Find all individuals with events at this location 
    Person ID I442803  Geneagraphie
    Last Modified 18 Jan 2006 

    Father Bernhard Ernst von Bülow,   b. 2 Aug 1815,   d. 20 Oct 1879  (Age 64 years) 
    Mother Luise Rücker,   b. 18 Oct 1821,   d. 29 Jan 1894  (Age 72 years) 
    Married 1848 
    Siblings 1 sibling 
    Family ID F175385  Group Sheet  |  Family Chart

    Family Maria Anna Zoe Rosalia Beccadelli di Bologna,   b. 6 Feb 1848, Napoli, Campania, Italia Find all individuals with events at this location,   d. 26 Jan 1929, Roma, Latium, Italia Find all individuals with events at this location  (Age 80 years) 
    Married 1886 
    Last Modified 7 Apr 2003 
    Family ID F175397  Group Sheet  |  Family Chart

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  • Photos
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  • Notes 
    • Nach dem Gymnasium und dem Jurastudium in Berlin und Leipzig schlug er die diplomatische Laufbahn ein. Nachdem er über verschiedenen Sekretärs-, Gesandten- und Botschafterposten immer weiter aufgestiegen war, wurde er 1897 zum Staatssekretär des Auswärtigen Amtes ernannt. Drei Jahre später erfolgte die Ernennung zum Reichskanzler und preußischen Ministerpräsidenten. Als Außen„minister" und Reichskanzler trieb er die deutsche Kolonialpolitik voran und setzte die zwischen England und Russland lavierende „Politik der freien Hand" fort, die irrigerweise von einem unüberwindlichen Gegensatz zwischen den beiden potentiellen Verbündeten ausging. Das Ergebnis war die fortschreitende Isolierung des Deutschen Reiches durch die Bündnisschlüsse Englands mit Frankreich 1904 und Russland 1907.
      In der für ihn ungewohnten Innenpolitik regierte Bülow mit Hilfe wechselnder Mehrheiten. Mit den Stimmen von Zentrum und Konservativen erreichte er 1902 die Erhöhung der Schutzzölle für Agrarprodukte. Aus Liberalen und Konservativen schmiedete er 1906 den „Bülow-Block". Ihn brauchte er für die Bewilligung des durch den „Hottentotten"-Aufstand (Aufstand der Herero und Nama in Deutsch Südwest-Afrika) notwendig gewordenen Nachtragshaushalts von 1905. Daraufhin hatte er den Reichstag aufgelöst und die folgenden „Hottentottenwahlen" erfolgreich durch nationalistische Agitation beeinflusst.
      Bülows Stellung wurde 1908 durch die Daily-Telegraph-Affäre empfindlich geschwächt. Dass die englische Zeitung ein Interview voller deplazierter und England herausfordernder Äußerungen des Kaisers veröffentlichte, fiel insofern in Bülows Verantwortung, da das Manuskript des Interviews zwecks seiner Zustimmung über seinen Schreibtisch gegangen war. Als dann ein Jahr später es zu Querelen um den Haushalt und zum Zerfall des Blocks über die Frage der Reform der Erbschaftssteuer kam, reichte er seinen Abschied ein (1909).
      In der Zeit nach seiner Kanzlerschaft lebte Bülow die meiste Zeit in Rom. 1914 wurde er noch einmal Sonderbotschafter und sollte Italien zu einem Verbleib im Dreibund überzeugen. 1917 kam er als möglicher Nachfolger Bethmann Hollwegs noch einmal ins Gespräch. Er starb 1929.


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