Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow

Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow

Male 1923 - 2011  (87 years)    Has more than 100 ancestors and 2 descendants in this family tree.

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  • Name Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow 
    Relationshipwith Francis Fox
    Born 12 Nov 1923  Brandenburg an der Havel Find all individuals with events at this location 
    Gender Male 
    Died 22 Aug 2011  Ammerland am Starnberger See Find all individuals with events at this location 
    Person ID I442788  Geneagraphie
    Last Modified 23 Aug 2011 

    Father Johann-Albrecht von Bülow,   b. 1899,   d. 1972  (Age 73 years) 
    Mother Charlotte von Roeder,   b. 1899,   d. 1929  (Age 30 years) 
    Divorced 26 Jul 1928 
    Siblings 1 sibling 
    Family ID F175384  Group Sheet  |  Family Chart

    Family Living 
    Children 
     1. Living
     2. Living
    Last Modified 30 Oct 2007 
    Family ID F200911  Group Sheet  |  Family Chart

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  • Notes 
    • Sohn einer preußischen Offiziersfamilie .
      "Loriot" ist die französische Bezeichnung des Wappentiers seiner Familie, des Pirols (Goldamsel)

      zwei Töchter. Die Enkelkinder leben u.a. in England 1934 an besuchte Vocco von Bülow das Humanistische Gymnasium in Berlin und später in Stuttgart, wo er 1941 das Abitur ablegte.
      Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zog von Bülow nach Hamburg. An der Kunstakademie studierte er von 1947 bis 1949 Malerei und Grafik und arbeitete im Anschluss als Werbegrafiker.
      Ab 1950 arbeitete von Bülow als Cartoonist für den "Stern". Seit dieser Zeit signierte er mit dem Pseudonym "Loriot", das die französische Bezeichnung des Wappentieres seiner Familie, des Pirols, ist.
      Sein erster Cartoonband mit dem Titel "Auf den Hund gekommen" erschien 1954.
      Erste Aufträge als Cartoonist für die Illustrierte "QUICK" sowie erste humoristische Werbeplakate für einen Spirituosen-Hersteller folgten im Jahre 1955 und bescherten ihm große Popularität.
      Von 1967 an folgte die satirische "Prosa" sowie die TV-Zeichentrick-Produktionen "Cartoon" oder "Stanwell".
      Bereits im Jahr 1968 wurde von Bülow für sein Schaffen mit dem "Adolf-Grimme-Preis" und 1969 mit der "Goldenen Kamera" bedacht.
      Im Jahr 1971 entstand der Entwurf von Bülows zum legendären TV-Hund "Wum", der als Maskottchen der Sendung "Aktion Sorgenkind" Karriere machte.
      Im Jahr 1972 wurde von Bülow mit der "Rose D´or de Montreux" und dem "Stern des Jahres" der "Münchner Abendzeitung" geehrt.
      Für seine musikalische Komposition "Ich wünsch mir eine kleine Miezekatze" erhielt er 1973 die "Goldene Schallplatte" und den "Adolf-Grimme-Preis" in Silber. Seine Arbeiten wurden im Rahmen einer Sonderausstellung im Wilhelm-Busch-Museum Hannover gezeigt.
      Höchste Anerkennung verdiente sich von Bülow 1974 mit der Fernsehsendung "Telekabinett", für die er noch im selben Jahr mit dem "Großen Verdienstkreuz" des "Karl-Valentin-Ordens" geehrt wurde.
      Im Jahr 1975 schrieb er den Text zu "Karneval der Tiere" von Camille Saint-Saens, wofür er 1976 den "Deutschen-Schallplatten-Preis" erhielt. Ebenso wurde 1976 die erste Sendung der fünfteiligen Serie "Loriot" ausgestrahlt. In der Produktion dieser Fernseh-Sketche war von Bülow sowohl Hauptdarsteller wie auch als Autor und Regisseur aktiv. Abermals wurde er für "Loriot" 1978 mit der "Goldenen Kamera" ausgezeichnet.
      Für seine politische Satire im Rahmen des TV-Magazins "REPORT" erhielt von Bülow 1980 den "Bayerischen Verdienstorden".
      Anlässlich des 100. Geburtstags der Berliner Philharmoniker 1982 führte von Bülow mit einer Festrede sowie mit Sketchen durch den Abend, ebenso zur Wiedereröffnung des Deutschen Theaters in München.
      Zu seinem 60. Geburtstag im Jahr 1983 war die ZDF-Sendung "Loriots 60. Geburtstag" zu sehen. Im gleichen Jahr wurde sein Werk mit dem Titel "Möpse und Menschen. Eine Art Biografie" publiziert.
      Im Jahr 1985 inszenierte er als Regisseur "Dramatische Werke" im Stadttheater Aachen sowie die Oper "Martha" von F. von Flotow an der Staatsoper in Stuttgart.
      Im Jahr 1986 wurde von Bülow mit dem Ehrenpreis für Fernsehunterhaltung "Telestar" und dem "Critici in erba" auf der internationalen Jugendbuchmesse Bologna ausgezeichnet.
      Im Jahr 1987 entstand mit "Ödipussi" der erste abendfüllende Kinofilm von "Loriot". Auch bei dieser Produktion war er Hauptdarsteller, Regisseur und Autor. Der Streifen wurde mit dem Ernst-Lubitsch-Preis für die beste deutschsprachige Filmkomödie des Jahres ausgezeichnet. Wieder fürs Theater inszenierte von Bülow 1988 die Oper "Freischütz" anlässlich der Ludwigsburger Schlossfestspiele, und 1990 folgte der erste Auftritt mit dem Scharoun-Ensemble in Berlin mit dem Stück "Karneval der Tiere".
      Anfang des Jahres 1991 erschien von Bülows zweite Spielfilmproduktion "Papa ante portas" in den Kinos und bescherte ihm die "Goldene Leinwand" der Gilde Deutscher Filmkunsttheater. Er feierte im selben Jahr mit den Theaterstücken "Karneval der Tiere" im Gewandhaus Leipzig sowie mit "Peter und der Wolf" im Brandenburger Theater große Erfolge.
      Im Jahr 1993 inszenierte er "Der Ring an einem Abend" in der Volksoper in Wien. Im gleichen Jahr wurde von Bülow Ehrenbürger der Stadt Brandenburg sowie der Gemeinde Münster. Darüber hinaus wurde er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in der Abteilung Darstellende Kunst.
      Im jahr 1994 veröffentlichte er das Buch "Sehr verehrte Damen und Herren" und eine CD mit Erzählungen. Ebenso erfolgten zahlreiche Lesungen aus dem Briefwechsel von Friedrich II und Voltaire.
      Nach einigen weiteren Lesungen zu diesem Thema im Jahr 1995 beteiligte sich von Bülow Anfang 1996 an der Thomas-Mann-Lesung im Jüdischen Gemeindezentrum in Frankfurt.
      Im jahr 1997 wurde von Bülow Mitglied der Akademie der Künste in Berlin-Brandenburg und erhielt 1998 die Auszeichnung des "Großen Verdienstkreuzes mit Stern" des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Weiter erfolgte 1999 die Verleihung des Weilheimer Literaturpreises.
      Im Mai 2002 erhielt Vicco von Bülow den "Ehrenpreis" des "Bayerischen Filmpreises" von Edmund Stoiber, der auch die Laudatio hielt, überreicht.

      Wipkeda
      Von Bülow entstammt einem alten preußischen Adelsgeschlecht . Sein Vater war preußischer Offizier. Seine Mutter starb früh; von Bülow wuchs mit seinem ein Jahr jüngeren Bruder seit 1931 (?) bei Großmutter und Urgroßmutter auf, die in Berlin zusammen eine Wohnung hatten (schräg gegenüber, so Loriot, hätten Weizsäckers gewohnt, doch der spätere Bundespräsident , damals etwa zehn Jahre alt, sei ihm nicht aufgefallen). 1938 zog die Familie nach Stuttgart . Dort besuchte von Bülow ein humanistisches Gymnasium, das er 1941 siebzehnjährig mit Notabitur verließ. Er begann in der Familientradition eine Offizierslaufbahn; es folgte ein dreijähriger Militäreinsatz an der Ostfront in der Sowjetunion . Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er kurzzeitig als Holzfäller in Niedersachsen , 1946 legte er das Abitur ab.
      Auf Anraten des Vaters studierte er Malerei und Grafik an der Kunstakademie (Landeskunstschule ) in Hamburg von 1947 bis 1949 .
      Nach dem Abschluss legte er erste Arbeiten als Werbegrafiker vor und erfand das charakteristische „Knollennasenmännchen". Ab 1950 war von Bülow als Cartoonist zunächst für das Hamburger Magazin „Die Straße", im Anschluss für den Stern tätig. Seit dieser Zeit verwendete er den Künstlernamen Loriot, die französische Bezeichnung des Pirols , des Wappentiers der von Bülows. Pirol ist gleichzeitig die französische Übersetzung für den Vogel Bülow, der hierzulande auch unter dem Namen Goldamsel bekannt ist. Es folgten weitere Arbeiten für Weltbild und Quick. Die Aufträge waren jedoch nur jeweils von kurzer Dauer (er zeichnete beispielsweise nur sieben Folgen für den Stern).
      In der Folge versuchte Loriot, seine Zeichnungen als Buch herauszubringen; diverse deutsche Verleger (unter anderem Ernst Rowohlt ) zeigten kein Interesse. Erst der Schweizer Diogenes Verlag sagte zu. 1954 erschien dort Loriots erster eigener Cartoonband (Auf den Hund gekommen).
      1959 hatte er eine kleinere Rolle als Schauspieler in Bernhard Wickis Film Die Brücke , 1962 war er erneut mit einer Mini-Rolle als Meldeoffizier in Andrew Martons Kriegsfilm Der längste Tag vertreten.
      1967 wechselte Loriot das Medium: Er moderierte zunächst die Fernsehsendung Cartoon für die ARD , die er auch als Autor und Co-Regisseur verantwortete. Loriots anfänglich reine Moderation wurde zunehmend zu einem eigenständigen humoristischen Element der Sendung; zudem brachte Loriot bald eigene Zeichentrickfilme ein und verließ damit künstlerisch die engen Rahmenbedingungen, die das Medium Zeitschrift seinen Zeichnungen auferlegt hatte.
      1971 erschuf Loriot mit dem Zeichentrick-Hund Wum ein Maskottchen für die Aktion Sorgenkind in der ZDF -Quizshow Drei mal Neun , dem er selbst auch die Stimme verlieh. Zu Weihnachten 1972 wurde Wum dann zum Gesangsstar: Mit dem Titel Ich wünsch' mir 'ne kleine Miezekatze war er so erfolgreich, dass er für neun Wochen die Spitze der deutschen Hitparade innehielt. Dabei handelte es sich bei Wums Gesang um von Bülows Sprechgesang. Wum blieb auch in der Nachfolgesendung Der große Preis über all die Jahre bis in die 1990er Jahre hinein als Pausencartoon erhalten, bald schon als Duo zusammen mit dem Elefanten Wendelin und später mit einem Außerirdischen, der mit seiner Untertasse einschwebt, dem Blauen Klaus. Alle Sketche wurden von Loriot geschrieben, gezeichnet und gesprochen und endeten mit einer Aufforderung an die Zuschauer, sich an der Fernseh-Lotterie zu beteiligen. Mit dem Ende von Der große Preis endeten auch die Abenteuer von Wum und Wendelin. Heute sind Wum und Wendlin auf der letzten Seite des Gongs zu sehen.
      1976 entstand die sechsteilige Fernsehserie Loriot, in der er sowohl gezeichnete wie auch selbst gespielte Sketche (letztere oft zusammen mit seiner Partnerin Evelyn Hamann ) präsentiert. Diese Sketche erlangten einen legendären Ruhm in Deutschland, wurden noch 25 Jahre später regelmäßig wiederholt und sind inzwischen komplett auf DVD erhältlich.
      Eine besondere Liebe verbindet Loriot auch mit der klassischen Musik und der Oper . 1982 dirigierte er das humoristische Festkonzert zum 100sten Geburtstag der Berliner Philharmoniker , mit deren Geschichte er auch durch familiäre Beziehungen verbunden ist (Hans Guido von Bülow , der erste Chefdirigent der Philharmoniker, war ein entfernter Verwandter von Loriot). Seine Erzählfassung von Camille Saint-Saëns ' Karneval der Tiere führte Loriot wiederholt mit dem Scharoun Ensemble auf, einem Kammermusikensemble aus Musikern der Berliner Philharmoniker. Als Opernregisseur inszenierte Loriot Friedrich von Flotows Martha (Stuttgart) und Carl Maria von Webers Der Freischütz (Ludwigsburg ).
      1988 drehte Loriot als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller den Film Ödipussi , 1990 folgte dann Pappa ante Portas .
      Loriot ist seit 2001 Ehrendoktor der Bergischen Universität Wuppertal , Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern (1998), des bayerischen Verdienstordens (1980 ) sowie etlicher Fernseh-, Film- und anderer Kulturpreise (Telestar 1986 , Critici in erba 1986 , Goldene Leinwand ). Er wurde 1993 Ehrenbürger der Städte Brandenburg an der Havel und Münster sowie in seiner Wahlheimat Münsing am Starnberger See . Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (seit 1993 ) und Mitglied der Akademie der Künste (Berlin) (seit 1997 ). Im Juni 2003 wurde er Honorarprofessor an der Universität der Künste Berlin für das Fach Theaterkünste. Am 30. Oktober 2004 erhielt er den Jakob-Grimm-Preis .
      Künstlerische Handschrift
      Loriots Cartoons leben vom Kontrast zwischen der dargestellten Situation, der dabei zur Schau getragenen Würde der Knollenmännchen und den Legendentexten. Eines dieser Elemente fällt immer aus dem Rahmen, etwa der Legendentext „Wir fordern die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, auch wenn der Säugling dabei vorübergehend an Gewicht verlieren sollte", unter der Darstellung eines sich distinguiert ein Kleinkind an die Brust legenden knollennasigen Herren. Themen der Cartoons sind insbesondere das Alltagsleben, Szenen aus Familie und der bürgerlichen Gesellschaft. Seine Werke beschäftigen sich hauptsächlich mit der zwischenmenschlichen Kommunikationsstörung.(Zitat Loriots: Kommunikationsgestörte interessieren mich am allermeisten. Alles was ich als komisch empfinde, entsteht aus der zerbröselten Kommunikation, aus dem Aneinander-vorbei-reden.)


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