Marcus Antonius

Marcus Antonius

Male 0083 V.C. - 0030    Has 29 ancestors and more than 100 descendants in this family tree.

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  • Name Marcus Antonius  
    Relationshipwith Francis Fox
    Born 0083 V.C. 
    Gender Male 
    Died 1 Aug 0030 
    Person ID I15647  Geneagraphie | Voorouders HW
    Last Modified 19 Mar 2010 

    Father Marcus Antonius Creticus,   b. Abt 114,   d. 0071 V.C. 
    Mother Iulia,   b. Abt 105,   d. Aft 0040 
    Family ID F137178  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 1 Antonia,   d. Yes, date unknown 
    Divorced Yes, date unknown 
    Last Modified 23 Oct 2009 
    Family ID F293140  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 2 Fulvia Flacca Bambula,   b. Abt 0080 B.C.,   d. 0040 V.C., Sikyon Find all individuals with events at this location 
    Children 
     1. Marcus Antonius Antyllus,   b. 0047 V.C.,   d. 0030 V.C.
     2. Iullus Antonius,   b. 0045 V.C.,   d. 0002 V.C.
    Last Modified 23 Oct 2009 
    Family ID F293139  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 3 Octavia minor,   b. 0069 V.C.,   d. 0011 V.C. 
    Married Oct 0040 V.C. 
    Children 
     1. Antonia major,   b. 0039 V.C.,   d. Yes, date unknown
     2. Antonia Augusta minor,   b. 0036 V.C.,   d. 0038
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F5438  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 4 Kleopatra VII. Philopator,   b. 69 BC,   d. 12 Aug 30 BC 
    Children 
     1. Kleopatra Selene,   b. 0040 BC,   d. 0005 BC
     2. Alexander Helios,   b. 0040 BC,   d. Bef 0029 BC
     3. Ptolemäus Philadelphe Antonius,   b. Aug 0036 BC,   d. 0029 BC
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F212805  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 5 Glaphyra,   d. Yes, date unknown 
    Last Modified 23 Oct 2009 
    Family ID F293048  Group Sheet  |  Family Chart

  • Photos
    Marcus Antonius
    Marcus Antonius

  • Notes 
    • Triumvir of Rome

      Antonius erfuhr nur eine kurze rhetorische Ausbildung in Athen . Erste militärische Erfahrungen sammelte er unter Aulus Gabinius in Judäa und in den Jahren 57 bis 54 v. Chr. Danach diente er unter Gaius Iulius Caesar in Gallien als Legat und Quaestor des Heeres. Bei Beginn des Bürgerkriegs unterstützte er ihn als Volkstribun . 49 v. Chr. machte Caesar Antonius zum Proprätor, ohne dass er zuvor Prätor gewesen war. In der Schlacht bei Pharsalos am 9. August 48 v. Chr. kommandierte er den linken Flügel von Caesars Heer. Darauf zum magister equitum ernannt, zeigte er sich jedoch der Aufgabe nicht gewachsen, in Rom Ruhe und Ordnung wiederherzustellen. Die folgende Abkühlung des Verhältnisses zu Caesar war aber nur von kurzer Dauer.

      Antonius bekleidete 44 v. Chr. zusammen mit Caesar das Konsulat ; am Lupercalienfest bot er Caesar vergeblich das Königsdiadem an. Am 15. März 44 v. Chr. begleitete er Caesar zum Sitzungssaal des Pompeiustheaters, wo er aber von Trebonius in einem Vorraum in ein Gespräch verwickelt wurde und somit die Ermordung Caesars nicht verhindern konnte. Anschließend versuchte er, dessen führende Stellung zu übernehmen.
      Gegen Ende des Jahres 44 v. Chr. brachen jedoch wieder Bürgerkriegskämpfe aus, als Antonius versuchte, dem Statthalter Decimus Iunius Brutus Albinus dessen Provinz Gallia cisalpina abzunehmen. Im Senat rief insbesondere Marcus Tullius Cicero mit seinen Philippischen Reden zum Kampf gegen Antonius auf. Die erste Rede, gehalten am 2. September 44, beendete den Waffenstillstand zwischen Antonius und den Republikanern um Cicero. Ciceros zweite Rede enthielt maßlose (wenn auch nicht völlig unbegründete) persönliche Schmähungen gegen Antonius. Er drückte darin sein Bedauern darüber aus, dass Antonius an den Iden des März (Todestag Caesars) nicht mitbeseitigt worden war.
      Der Kampf Ciceros erfolgte nicht nur mit Worten, sondern er versuchte auch den Erben Caesar, Octavian , gegen Antonius in Stellung zu bringen. Das Gelingen dieser Bemühungen löste erneut den Bürgerkrieg aus. Die Sache der Republik schien zeitweilig sogar zu siegen. Nach Niederlagen bei Forum Gallorum und vor Mutina musste sich Antonius zeitweilig über die Alpen zurückziehen.

      Zusammen mit Caesars Erben Octavian (dem späteren Augustus ) und Marcus Aemilius Lepidus bildete Antonius daraufhin 43 v. Chr. das zweite Triumvirat . Zur Demonstration ihres Machtwillens beschlossen die Triumvirn Proskriptionslisten . Ganz oben auf der Todesliste des Antonius stand Cicero, der am 7. Dezember 43 v. Chr. auf der Flucht ermordet wurde. Mit dem Leichnam verfuhr man bestialisch: Er wurde verstümmelt durch die Straßen Roms geschleift, sein Kopf und seine Hände wurden von Antonius auf den Rostra am Forum Romanum ausgestellt. Fulvia , die nacheinander mit seinen Feinden Clodius und Antonius verheiratet war, soll nach Cassius Dio die Zunge des großen Rhetors mit ihrer Haarnadel durchbohrt haben.
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      Die Entscheidung gegen die republiktreuen Kräfte fiel ein Jahr später in Makedonien , wo Antonius und Octavian 42 v. Chr. bei der Doppelschlacht von Philippi die Caesarmörder Gaius Cassius Longinus und Marcus Iunius Brutus besiegten und so die Machtfrage zu Gunsten der Caesarianer entschieden.

      Da Antonius den Hauptanteil am Sieg der Triumvirn gehabt hatte, konnte er sich nun seine Territorien aussuchen und übernahm die Organisation des reichen Orients, wo er auch Gelder für die Veteranen beschaffen sollte. Antonius hielt sich daher von nun an hauptsächlich im Osten auf, während Octavian sich um die Westhälfte des Reiches kümmerte. Lepidus erhielt die Provinz Africa .

      Nachdem Fulvia , die Ehefrau des Antonius, und sein Bruder Lucius in Italien eine Revolte angezettelt hatten, kam es im Winter 41/40 v. Chr. zum Perusinischen Krieg , den Antonius seinen Legaten überließ, die ihn nur nachlässig führten. Nach kurzem kriegerischen Konflikt einigten sich Octavian und der geschwächte Antonius im Vertrag von Brundisium (Herbst 40 v. Chr.) und formulierten Pläne für die nächsten Jahre. Es kam wieder zur Teilung des römischen Reichs, bei der Octavian alle westlichen, Antonius erneut die östlichen Provinzen erhielt. Ihm wurde auch das Recht auf Truppenaushebungen in Italien zugestanden. Zur Bekräftigung des Bündnisses heiratete Antonius - da Fulvia kürzlich verstorben war - die eben verwitwete Schwester Octavians, Octavia . Die Beziehung zwischen den Triumvirn festigte sich damit, jedoch nur für kurze Zeit, da die Ehe nur wenige Jahre Bestand hatte. Antonia , eine der beiden Töchter aus dieser Ehe, wurde später die Mutter, Großmutter bzw. Urgroßmutter der Kaiser Claudius , Caligula und Nero .

      Nach seiner Ankunft im Osten wurde Antonius der Geliebte der Ptolemäerkönigin Kleopatra VII. , die vorher schon ein Verhältnis mit Caesar gehabt hatte. Ihre erste Zusammenkunft wurde bald legendär. Weil sich Kleopatra angeblich im Bürgerkrieg zweideutig verhalten hatte, ließ Antonius sie Anfang 41 v. Chr. durch seinen Vertrauten Quintus Dellius nach Tarsos in Kilikien vorladen. Der Grund ihrer Vorladung war wohl nur ein Vorwand; Antonius ging es eher um die Sicherung ägyptischer Hilfe für seinen geplanten Partherfeldzug, da Kleopatra die bedeutendste unter den Klientelherrschern des Orients war. Sie wusste, dass sich Antonius als neuer Dionysos feiern ließ und als genusssüchtig galt; Deshalb bereitete sie ihm einen Empfang, den Plutarch anschaulich schildert. An Bord ihrer vergoldeten Prachtgaleere mit Purpursegeln standen als Nereiden kostümierte Mädchen sowie Lustknaben; sie selbst trat in einer geschickten Präsentation als irdische Inkarnation der Göttin Aphrodite (bzw. deren ägyptisches Pendant Isis) dem neuen Dionysos Antonius entgegen. Sie bat ihn, auf ihr Schiff zu kommen, wo sie ihn in einer aufreizenden Atmosphäre empfing. In den folgenden Tagen richtete sie luxuriöse Bankette für Antonius aus und laut den antiken Autoren war sie es, die ihn mit diesem Auftritt eroberte und nicht umgekehrt. Neben der persönlichen Komponente legten freilich auch politische Gründe für beide Seiten eine Kooperation nahe.
      Nach der vorläufigen Ordnung der politischen Verhältnisse in Syrien folgte Antonius der schon vorher heimgereisten Kleopatra nach Ägypten und verbrachte dort - anders als früher Caesar - als Privatmann den Winter 41/40 v. Chr. Kleopatra hielt ihren Geliebten ständig bei Laune. Laut Plutarch soll das Paar dauernd Bankette veranstaltet, Ulk getrieben und in Schwelgereien gelebt haben. Der Biograph berichtet nach Erzählungen seines Großvaters Lamprias vom enormen Aufwand für Antonius' Festmähler. Weiters schildert er Streiche, die Kleopatra angeblich ihrem Geliebten wegen dessen mangelnder Angelkünste spielte; auch sollen die beiden nachts verkleidet durch die Hauptstadt gestreift sein, um die Einwohner zu necken. Laut dem Historiker Appian trat Antonius dagegen staatsmännischer auf, indem er Tempel besuchte und mit Gelehrten diskutierte. Angeblich bewirkte nur das Liebesleben in Ägypten Antonius' Untätigkeit im Perusinischen Krieg , den Fulvia , Antonius' selbstbewusster Gattin, und Lucius Antonius , der Bruder des Triumvirn, gegen Octavian führten. Erst der Einfall der Parther veranlasste Antonius Anfang 40 v. Chr. zum Aufbruch nach Kleinasien, von wo er aber auf die Nachricht von Fulvias und Lucius' Niederlage nach Italien zurückkehrte.
      Antonius und Kleopatra hatten drei Kinder: Alexander Helios (* 40 v. Chr.), Kleopatra Selene (40 v. Chr.-6 n. Chr.) und Ptolemaios Philadelphos (* 36 v. Chr.). Nach der Geburt der Zwillinge blieb Antonius Ägypten allerdings für drei Jahre fern, um seine Ehe mit Octavia zu genießen, von der er sich jedoch nach einigen Jahren trennte, um 36 v. Chr. zu Kleopatra zurückzukehren.

      Ein zuverlässiger Verbündeter des Antonius war zumeist der Seeherrscher Sextus Pompeius in Sizilien gewesen, der Octavian durch eine Seeblockade Italiens das Leben schwer machte. Im Jahre 39 v. Chr. zwang Pompeius die beiden Triumvirn zu einer Übereinkunft, dem Misenum , nach dem Sextus von Antonius die Provinz Achaia übertragen werden sollte. Nach Vertragsabschluss verweigerte Antonius jedoch die Übergabe, und als Octavian ihm auch noch Sardinien und Korsika abspenstig machte, nahm Sextus die Blockade gegen Octavian bald wieder auf.
      Der weiterhin schwelende Konflikt zwischen Antonius und Octavian konnte unterdessen durch die Vermittlung Octavias noch einmal entschärft werden. In Tarent trafen sich die beiden Triumvirn im Sommer 37 v. Chr. zum letzten Mal. In dem dort geschlossenen Vertrag von Tarent stellte Antonius seine Flotte zum Krieg gegen Pompeius zur Verfügung. Tatsächlich schickte er Octavian 120 Schiffe zur Unterstützung gegen den "Seekönig", und im Gegenzug wurden ihm 20.000 Soldaten für den geplanten Parther-Feldzug versprochen, die freilich nie eintrafen. Trotz dieser Hilfe benötigte Octavian noch ein weiteres Jahr, bevor sein Feldherr Marcus Vipsanius Agrippa die Flotten des Sextus im Sommer 36 v. Chr. endgültig ausschalten konnte. Anschließlend entmachtete Octavian auch noch den dritten Triumviratskollegen Lepidus. Die Kriegsbeute und die Provinzen Sizilien und Africa behielt er für sich und schickte lediglich die Reste der zur Verfügung gestellten Flotte, 70 Schiffe, mit einiger Verspätung an Antonius zurück.
      Nach seinem Sieg ließ Octavian Sextus Pompeius in den Osten entkommen, wo dieser Ende 36 v. Chr. versuchte, eine neue Armee und Flotte aufzustellen. Als Antonius nach seiner Rückkehr aus dem Partherkrieg von der Ankunft des Pompeius erfuhr und dessen Gesandte ihm Bündnisverhandlungen anboten, beauftragte er Marcus Titius , mit Land- und Seestreitkräften dem Flüchtigen entgegenzuziehen und ihn nötigenfalls zu bekämpfen. Wäre Pompeius jedoch zur Unterwerfung bereit, sollte Titius ihm ehrenvolles Geleit nach Alexandria geben. [4] Sextus gelang es, mehrere Städte in Bithynien zu erobern, aber als Titius mit überlegenen Streitkräften eintraf, suchte er sein Heil in der Flucht. Nach seiner Ergreifung durch die Reiterei der Galater wurde er auf Befehl des Titius nach Milet überstellt und dort etwa im Sommer 35 v. Chr. hingerichtet.
      Ob Titius bei dieser Hinrichtung selbständig, auf Befehl des Antonius oder von dessen Legat Lucius Munatius Plancus handelte, ist unsicher und war schon in der Antike umstritten. Der kaiserzeitliche Historiker Cassius Dio gibt an, Antonius habe zuerst in einem Brief an Titius das Todesurteil befohlen, dieses aber in einem zweiten Schreiben wieder aufgehoben. Trotzdem sei die Exekution des Pompeius erfolgt, weil Titius entweder dem Brief mit dem Hinrichtungsbefehl absichtlich entsprochen oder ihn irrtümlicherweise für das zweite Schreiben gehalten habe. Nach Appian ließ Titius den Pompeius aus Zorn wegen einer früheren Beleidigung oder im Auftrag von Antonius töten, doch habe im letzteren Fall vielleicht nicht der Triumvir selbst, sondern der mit dessen Siegel unterzeichnende Munatius Plancus den Befehl erteilt. Antonius habe nämlich laut einigen Appian vorliegenden Quellen mit Rücksicht auf seine Geliebte, die ägyptische Königin Kleopatra VII. , die Pompeius wohlgesinnt war, ebenso wie wegen dessen Ansehen nicht als Hauptverantwortlicher erscheinen wollen. Trotz der widersprüchlichen Quellenlage erscheint es jedenfalls ziemlich sicher, dass dieses Urteil mit Wissen und Einverständnis des Antonius erfolgte.

      Von Tarent segelte Antonius wieder in den Osten, ließ seine Gemahlin Octavia in Kerkyra zurück und begab sich nach Syrien , um von dort einen Krieg in das Partherreich hinein vorzubereiten. Als Octavian später seine Schwester Octavia zu Antonius in den Osten schickte, ließ dieser sie vergeblich in Athen warten und trennte sich definitiv von ihr.
      Ermutigt durch die beachtlichen Erfolgen seines Legaten Publius Ventidius Bassus gegen die Parther und wohl auch ein wenig neidisch auf die Siege seines Untergebenen, suchte Antonius 36 v. Chr. die Offensive im Osten, um den kurz vor der Ermordung Caesars geplanten Feldzug zu verwirklichen und die Schmach der Schlacht von Carrhae zu tilgen. Die geplante Rückeroberung der von Marcus Licinius Crassus verlorenen Gebiete sollte wieder den Euphrat als Reichsgrenze etablieren.
      Tatsächlich erlitt Antonius mit seinem Angriff auf das Partherreich aber eine vollständige Niederlage. Nachdem die Belagerung von Phraata abgebrochen wurde, lag seine größte Leistung bei diesem Feldzug im Rückzug unter widrigsten Umständen. Das unwirtliche Klima und die steten Angriffe seitens der Parther dezimierten die römischen Streitkräfte stark, und diese Kräfte sollten Antonius anschließend im Konflikt gegen Octavian fehlen.

      Im Jahr 34 v. Chr. suchte Antonius sich zur Aufbesserung der Bilanz an seinem ehemaligen Verbündeten, Artavasdes II. von Armenien schadlos zu halten. Dieser Feldzug war erfolgreicher, und nach der Gefangennahme des Königs feierte Antonius einen Triumph in Alexandria und zog Armenien für das Reich ein. Trotz des bestenfalls durchwachsenen Ertrags, versuchte man die Feldzüge als einen Erfolg darzustellen. In Rom sah man aber vor allem den Bruch der Tradition, da ein Triumph traditionell nur in der Hauptstadt abgehalten werden durfte.

      Ereignisse wie diese verschärften noch den Propagandakrieg, für den Antonius seinem Gegner weitere Munition lieferte, indem er nach seiner Rückkehr aus Armenien die Kinder der Kleopatra zu Herrschern in den römischen Provinzen des Ostens einsetzte. Er wurde daraufhin von Octavian beschuldigt, mit den so genannten „Schenkungen von Alexandria" die fraglichen Provinzen an Ägypten abgetreten und das Römische Reich an die Königin verraten zu haben. Seine von Octavian propagandistisch angeprangerte Zuwendung zum hellenistischen Osten, wo er sich als neuer Dionysos feiern ließ, stieß bei Senat und Volk von Rom auf Ablehnung. Eine Verlängerung des Triumvirats durch den Senat stand vor diesem Hintergrund nicht mehr zur Debatte. Zum offenen Bruch kam es, als 32 v. Chr. nach einer Machtdemonstration Octavians ein Teil der Senatoren mit den beiden amtierenden Konsuln Rom verließ und zu Antonius und Kleopatra nach Ephesos ging.

      In Griechenland kam es zur entscheidenden Auseinandersetzung der Triumvirn. Zu Beginn des Jahres 31 v. Chr. segelte Octavians Admiral Agrippa über das Ionische Meer , eroberte die Flottenbasis Methone , vertrieb Antonius' Besatzung von der Insel Korfu und ermöglichte dem Caesarerben, mit dem Hauptheer von 80.000 Soldaten und 12.000 Reitern ungehindert an der griechischen Küste zu landen und sich in Epirus festzusetzen, wo er den Hauptteil der gegnerischen Schiffe im Golf von Ambrakia einschloss. Marcus Antonius, offenbar vom raschen Vorgehen seines Gegners überrascht, hatte bald aufgrund der abgeschnittenen Nachschubwege mit Nahrungsmangel zu kämpfen und im Verlauf der monatelangen Blockade verschlechterte sich die Situation durch Hunger, Krankheit und Seuchen.
      Dazu kamen Konflikte zwischen jenen Römern, die Kleopatra aus dem Hauptquartier des Antonius entfernen wollten, und den Befürwortern einer weiteren Teilnahme der ägyptischen Königin am Krieg. Da außerdem alle Versuche, die Blockade zu durchbrechen, fehlschlugen und die Stellung unhaltbar geworden war, entschloss sich Antonius Ende August 31 v. Chr. zur Abhaltung eines Kriegsrates über die weitere Vorgehensweise. Es musste ein letzter Befreiungsversuch mit allen verfügbaren Kräften unternommen werden, um nicht an Seuchen und Hunger völlig zugrundezugehen.

      Nachdem Antonius zuvor mehrfach vergeblich eine Landschlacht angeboten hatte, prallten im Kriegsrat unterschiedliche Meinungen über die zu wählende Taktik aufeinander. Nach dem Vorschlag Kleopatras sollte mittels einer Seeschlacht der Durchbruch durch die feindlichen Linien gelingen. Der die Landstreitkräfte befehligende Publius Canidius Crassus vertrat dagegen die Ansicht, Kleopatra heimzuschicken und auf dem Landweg über Thrakien oder Makedonien abzumarschieren. Schließlich habe Octavian durch seinen jahrelangen Seekrieg gegen Sextus Pompeius viel Erfahrung in dieser Disziplin erlangt, während Antonius noch ein großes, treffliches Landheer besitze und ebenso viel Routine im Krieg zu Lande.
      Schließlich nahm Antonius im Kriegsrat Kleopatras Vorschlag an und beschloss, mit einem Teil seiner Schiffe eine Seeschlacht zur Sprengung der Blockade zu riskieren und im Erfolgsfall nach Ägypten zurückzusegeln, während Canidius versuchen sollte, mit seinen Truppen über Land abzuziehen. Wegen Octavians nach dem bisherigen Kriegsverlauf erlangter militärischer Überlegenheit rechnete Antonius wohl von Anfang an nicht mit einem Sieg, sondern plante nur ein Durchbruchs- und Rückzugsgefecht, um den Krieg später unter günstigeren Bedingungen fortzusetzen. Um seine Soldaten und Verbündeten nicht zu entmutigen, erweckte Antonius aber den Anschein, für einen Sieg und nicht für eine Flucht zu rüsten. Da er schon viele Ruderer verloren hatte und daher nicht mehr die gesamte Flotte bemannen konnte, ließ er sie bis auf 170 Kriegsschiffe verbrennen, weil keine zurückgebliebenen Fahrzeuge seinem Gegner in die Hände fallen sollten. Außerdem durfte Kleopatra 60 ihrer Schiffe behalten, mit denen sie sich hinter der Schlachtlinie aufzustellen hatte. 20.000 erlesene Soldaten und 2000 Bogenschützen wählte der Triumvir aus seinen Landstreitkräften aus und ließ sie auf seine Kriegsschiffe verteilen. Außerdem ließ er heimlich nachts die Kriegskasse an Bord bringen und entgegen der üblichen Seeschlachttechnik die Großsegel mitnehmen, die seine überladenen Schiffe noch manövrierunfähiger und schwerer machten, aber nach geglücktem Durchbrechen der Blockade notwendig waren, um nach Ägypten segeln zu können.
      Antonius' Vertrauter Quintus Dellius , der am Kriegsrat teilgenommen hatte und schon bei früheren Kriegen rechtzeitig die Fronten gewechselt hatte, tat dies auch diesmal und verriet Octavian Antonius' Kriegsplan. Den Entschluss, den Octavian daraufhin fassen wollte - Antonius zuerst kampflos entkommen zu lassen, um dessen Fluchtabsichten allgemein offenbar zu machen, ihn dann zu verfolgen und im Rücken zu überfallen - konnte ihm Agrippa ausreden, der auf die schwere Einholbarkeit von Antonius' Schiffen bei gesetzten Großsegeln aufmerksam machte und stattdessen riet, gleich die Seeschlacht zu wagen, die nur gewonnen werden könne. Mit dieser Meinung setzte sich Agrippa durch

      Nach vier Tagen starken Sturms fand die Schlacht von Actium am 2. September 31 v. Chr., nach Eintreten besseren Wetters statt. Zahlenmäßig waren Octavians Streitkräfte jenen des Gegners mehr als das Doppelte überlegen, denn er besaß noch 400 mit mehr als acht Legionen bemannte Kampfschiffe. Die von den Triumvirn gewählten Schiffstypen waren sehr unterschiedlich: Antonius' Schiffe waren viel größer und höher; sie besaßen bis zu zehn Ruderreihen und waren damit ziemlich schwerfällig. Doch konnten von Turmaufbauten die wesentlich kleineren Fahrzeuge ( Liburnen ) Octavians mit Wurfgeschossen und großen Steinen übersät werden. Die Liburnen waren dafür viel wendiger und konnten die Ruder und Steuer der feindlichen Kolosse zerstören, so dass diese nicht mehr steuerbar waren.
      Nachdem die Geschwader des Antonius durch die Meerenge bei Actium hinausgerudert waren, bezogen sie in einem Halbkreis nahe dem westlichen Eingang des Ambrakischen Golfes Stellung. Die Schiffe hatten so geringen Abstand zueinander, dass der Feind nicht zwischen ihnen eindringen konnte; außerdem lagen sie so nahe am Ufer, dass sie auch nicht von der Seite überflügelt werden konnten. Hinter dem Zentrum waren die 60 Schiffe Kleopatras mit der Kriegskasse positioniert und mit einem besonderen Begleitschutz für das Flaggschiff Antonias, an dessen Bord die Königin selbst mit riesigen Schätzen weilte. Gemäß dem Plan sollte die Flotte nicht gleich hinausfahren, sondern den Sturm des Gegners abwarten, bis er durch Geschützfeuer so weit mitgenommen war, dass mit dem Aufkommen des täglich zu Mittag von Nordwesten her blasenden Windes die Sprengung der Blockade versucht werden konnte, um dann mit diesem günstigen Wind nach Süden zu segeln. [
      Doch Agrippa - der eigentliche Führer auf Seite Octavians - dachte nicht an die Eröffnung der Offensive, sondern ließ seine Flotte in einer Distanz von mehr als einem Kilometer vom Gegner auf der Stelle verharren. Gegen Mittag gelang es ihm eines der feindlichen Geschwader weiter auf offene Meer zu locken, und dadurch wurde Antonius gezwungen, mit der ganzen Flotte nachzurücken, um nicht die Schlachtordnung zu zerreißen. Sobald Agrippa den Feind weit genug hinausgelockt hatte, wendete er und ließ seine Flotte zu einem Umfassungsangriff ausschwärmen, der aufgrund seiner wesentlich größeren Zahl an Schiffen leicht möglich schien. Daher blieb Antonius nichts anderes übrig, als seine Schlachtlinie ebenfalls seitwärts auszudehnen. Weil er aber viel weniger Schiffe zur Verfügung hatte, gelang es den beweglicheren Liburnen bald, schnell zwischen den nun weiter voneinander entfernten feindlichen Kolossen hindurchzufahren, diese dabei zu rammen und deren Ruder- und Steuerwerk zu beschädigen und so gänzlich manövrierunfähig zu machen.
      Die Schiffe der ägyptischen Königin hielten sich währenddessen hinter der Kampflinie und beteiligten sich nicht an der Schlacht. Als der Kampf noch unentschieden tobte, entstand vermutlich zwischen dem Zentrum der Schlachtreihe und dem rechten Flügel des Antonius eine Lücke, die nun von Kleopatras Schnellseglern mit vollen Segeln durchstoßen wurde, um rasch mit dem täglich aufkommenden Nordwestwind nach Süden zu entkommen. Das Manöver gelang tatsächlich und Kleopatra nahm Kurs auf Ägypten. Daraufhin ging Antonius von Bord seines Flaggschiffes, das wohl noch in einen Kampf verwickelt war, und bestieg mit wenigen Gefährten einen Fünfruderer. Auch er konnte zwischen den kämpfenden Schiffen hindurchgelangen und Kleopatra folgen, bis er an Bord ihres Schiffes genommen wurde, wo er niedergeschlagen saß und angeblich drei Tage nicht mit seiner Geliebten sprach.
      Antonius erreichte somit sein primäres Ziel, sich selbst, Kleopatra und die Kriegskasse in Sicherheit zu bringen, etwa drei Viertel seiner Schiffe konnten sich jedoch nicht vom Feind lösen, um segelnd zu entkommen. Gegen 17 Uhr ging schließlich die Schlacht bei Actium mit einer Feuersbrunst zu Ende. Nach dem Untergang von etwa 30 bis 40 Schiffen des Antonius kapitulierten seine restlichen zurückgebliebenen Schiffe. Mindestens 5000 Männer von Antonius hatten in der Schlacht ihr Leben verloren.
      Die am Land stationierten Truppen waren nur unbeteiligte Zuschauer des Kampfes gewesen. Nachdem der Ausgang klar war, überließ Canidius Crassus sein Lager kampflos dem Feind und machte sich mit seinen 19 Legionen auf den Rückzug nach Makedonien, wurde aber nach sieben Tagen eingeholt und floh, woraufhin das führerlose Heer nach Aushandlung günstiger Friedensbedingungen ebenfalls kampflos kapitulierte. Insgesamt endete die Schlacht bei Actium also mit einer klaren Niederlage zu Wasser und zu Lande.

      In der Schlacht bei Actium am 2. September 31 v. Chr. wurde Antonius daher vernichtend geschlagen und zog sich mit Kleopatra nach Alexandria zurück. Der römische Bürgerkrieg war damit weitgehend entschieden. Im darauffolgenden Jahr zog Octavian über Korinth nach Syrien , und marschierte über die Sinaihalbinsel in Ägypten ein. Nach einer letzten Niederlage beim Hippodrom von Alexandria beging Antonius am 1. August 30 v. Chr. Selbstmord, Kleopatra folgte wenige Tage später. Beide wurde von Octavian zusammen in dem von Kleopatra errichteten Mausoleum in Alexandria bestattet. Die Mumien der beiden wurden aber nie gefunden.

      Von Marcus Antonius sind nur einige wenige Abbildungen auf Münzen erhalten. Das einzige erhaltene rundplastische Porträtbildnis des Marcus Antonius, eine kleine Büste, die möglicherweise aus dem Hausaltar eines der Veteranen des Heerführers stammt, fand der Archäologe Bernard Andreae in Haifa . Weil sie im privaten Raum aufbewahrt wurde, konnte sie der Zerstörung aller Bildnisse von Marcus Antonius entgehen, die Octavian angeordnet haben soll.

      Aufgrund der Propaganda Octavians im Bürgerkrieg, die die ganze spätere Überlieferung dominiert, ist es kaum möglich, ein verlässliches Bild von Person und Politik des Marcus Antonius zu gewinnen. Der Vorwurf, er habe, von Kleopatras Liebeskünsten umgarnt, die römischen Tugenden verraten, um eine orientalische Despotie zu errichten, ist sicher übertrieben. Durch seine Beziehung zu Kleopatra ist Marcus Antonius in Literatur und Kunst eingegangen (insbesondere in William Shakespeares Dramen Julius Cäsar und Antonius und Kleopatra).


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