Marcus Antonius

Marcus Antonius

Male 0083 V.C. - 0030    Has 29 ancestors and more than 250 descendants in this family tree.

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  • Name Marcus Antonius  
    Relationshipwith Adam
    Born 0083 V.C. 
    Gender Male 
    Died 1 Aug 0030 
    Person ID I15647  Geneagraphie | Voorouders HW
    Last Modified 19 Mar 2010 

    Father Marcus Antonius Creticus,   b. Abt 114,   d. 0071 V.C. 
    Mother Iulia,   b. Abt 105,   d. Aft 0040 
    Family ID F137178  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 1 Antonia,   d. Yes, date unknown 
    Divorced Yes, date unknown 
    Last Modified 23 Oct 2009 
    Family ID F293140  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 2 Fulvia Flacca Bambula,   b. Abt 0080 B.C.,   d. 0040 V.C., Sikyon Find all individuals with events at this location 
    Children 
     1. Marcus Antonius Antyllus,   b. 0047 V.C.,   d. 0030 V.C.
     2. Iullus Antonius,   b. 0045 V.C.,   d. 0002 V.C.
    Last Modified 23 Oct 2009 
    Family ID F293139  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 3 Octavia minor,   b. 0069 V.C.,   d. 0011 V.C. 
    Married Oct 0040 V.C. 
    Children 
     1. Antonia major,   b. 0039 V.C.,   d. Yes, date unknown
     2. Antonia Augusta minor,   b. 0036 V.C.,   d. 0038
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F5438  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 4 Kleopatra VII. Philopator,   b. 69 BC,   d. 12 Aug 30 BC 
    Children 
     1. Kleopatra Selene,   b. 0040 BC,   d. 0005 BC
     2. Alexander Helios,   b. 0040 BC,   d. Bef 0029 BC
     3. Ptolem├Ąus Philadelphe Antonius,   b. Aug 0036 BC,   d. 0029 BC
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F212805  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 5 Glaphyra,   d. Yes, date unknown 
    Last Modified 23 Oct 2009 
    Family ID F293048  Group Sheet  |  Family Chart

  • Photos
    Marcus Antonius
    Marcus Antonius

  • Notes 
    • Triumvir of Rome

      Antonius erfuhr nur eine kurze rhetorische Ausbildung in Athen . Erste milit├Ąrische Erfahrungen sammelte er unter Aulus Gabinius in Jud├Ąa und in den Jahren 57 bis 54 v. Chr. Danach diente er unter Gaius Iulius Caesar in Gallien als Legat und Quaestor des Heeres. Bei Beginn des B├╝rgerkriegs unterst├╝tzte er ihn als Volkstribun . 49 v. Chr. machte Caesar Antonius zum Propr├Ątor, ohne dass er zuvor Pr├Ątor gewesen war. In der Schlacht bei Pharsalos am 9. August 48 v. Chr. kommandierte er den linken Fl├╝gel von Caesars Heer. Darauf zum magister equitum ernannt, zeigte er sich jedoch der Aufgabe nicht gewachsen, in Rom Ruhe und Ordnung wiederherzustellen. Die folgende Abk├╝hlung des Verh├Ąltnisses zu Caesar war aber nur von kurzer Dauer.

      Antonius bekleidete 44 v. Chr. zusammen mit Caesar das Konsulat ; am Lupercalienfest bot er Caesar vergeblich das K├Ânigsdiadem an. Am 15. M├Ąrz 44 v. Chr. begleitete er Caesar zum Sitzungssaal des Pompeiustheaters, wo er aber von Trebonius in einem Vorraum in ein Gespr├Ąch verwickelt wurde und somit die Ermordung Caesars nicht verhindern konnte. Anschlie├čend versuchte er, dessen f├╝hrende Stellung zu ├╝bernehmen.
      Gegen Ende des Jahres 44 v. Chr. brachen jedoch wieder B├╝rgerkriegsk├Ąmpfe aus, als Antonius versuchte, dem Statthalter Decimus Iunius Brutus Albinus dessen Provinz Gallia cisalpina abzunehmen. Im Senat rief insbesondere Marcus Tullius Cicero mit seinen Philippischen Reden zum Kampf gegen Antonius auf. Die erste Rede, gehalten am 2. September 44, beendete den Waffenstillstand zwischen Antonius und den Republikanern um Cicero. Ciceros zweite Rede enthielt ma├člose (wenn auch nicht v├Âllig unbegr├╝ndete) pers├Ânliche Schm├Ąhungen gegen Antonius. Er dr├╝ckte darin sein Bedauern dar├╝ber aus, dass Antonius an den Iden des M├Ąrz (Todestag Caesars) nicht mitbeseitigt worden war.
      Der Kampf Ciceros erfolgte nicht nur mit Worten, sondern er versuchte auch den Erben Caesar, Octavian , gegen Antonius in Stellung zu bringen. Das Gelingen dieser Bem├╝hungen l├Âste erneut den B├╝rgerkrieg aus. Die Sache der Republik schien zeitweilig sogar zu siegen. Nach Niederlagen bei Forum Gallorum und vor Mutina musste sich Antonius zeitweilig ├╝ber die Alpen zur├╝ckziehen.

      Zusammen mit Caesars Erben Octavian (dem sp├Ąteren Augustus ) und Marcus Aemilius Lepidus bildete Antonius daraufhin 43 v. Chr. das zweite Triumvirat . Zur Demonstration ihres Machtwillens beschlossen die Triumvirn Proskriptionslisten . Ganz oben auf der Todesliste des Antonius stand Cicero, der am 7. Dezember 43 v. Chr. auf der Flucht ermordet wurde. Mit dem Leichnam verfuhr man bestialisch: Er wurde verst├╝mmelt durch die Stra├čen Roms geschleift, sein Kopf und seine H├Ąnde wurden von Antonius auf den Rostra am Forum Romanum ausgestellt. Fulvia , die nacheinander mit seinen Feinden Clodius und Antonius verheiratet war, soll nach Cassius Dio die Zunge des gro├čen Rhetors mit ihrer Haarnadel durchbohrt haben.
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      Die Entscheidung gegen die republiktreuen Kr├Ąfte fiel ein Jahr sp├Ąter in Makedonien , wo Antonius und Octavian 42 v. Chr. bei der Doppelschlacht von Philippi die Caesarm├Ârder Gaius Cassius Longinus und Marcus Iunius Brutus besiegten und so die Machtfrage zu Gunsten der Caesarianer entschieden.

      Da Antonius den Hauptanteil am Sieg der Triumvirn gehabt hatte, konnte er sich nun seine Territorien aussuchen und ├╝bernahm die Organisation des reichen Orients, wo er auch Gelder f├╝r die Veteranen beschaffen sollte. Antonius hielt sich daher von nun an haupts├Ąchlich im Osten auf, w├Ąhrend Octavian sich um die Westh├Ąlfte des Reiches k├╝mmerte. Lepidus erhielt die Provinz Africa .

      Nachdem Fulvia , die Ehefrau des Antonius, und sein Bruder Lucius in Italien eine Revolte angezettelt hatten, kam es im Winter 41/40 v. Chr. zum Perusinischen Krieg , den Antonius seinen Legaten ├╝berlie├č, die ihn nur nachl├Ąssig f├╝hrten. Nach kurzem kriegerischen Konflikt einigten sich Octavian und der geschw├Ąchte Antonius im Vertrag von Brundisium (Herbst 40 v. Chr.) und formulierten Pl├Ąne f├╝r die n├Ąchsten Jahre. Es kam wieder zur Teilung des r├Âmischen Reichs, bei der Octavian alle westlichen, Antonius erneut die ├Âstlichen Provinzen erhielt. Ihm wurde auch das Recht auf Truppenaushebungen in Italien zugestanden. Zur Bekr├Ąftigung des B├╝ndnisses heiratete Antonius - da Fulvia k├╝rzlich verstorben war - die eben verwitwete Schwester Octavians, Octavia . Die Beziehung zwischen den Triumvirn festigte sich damit, jedoch nur f├╝r kurze Zeit, da die Ehe nur wenige Jahre Bestand hatte. Antonia , eine der beiden T├Âchter aus dieser Ehe, wurde sp├Ąter die Mutter, Gro├čmutter bzw. Urgro├čmutter der Kaiser Claudius , Caligula und Nero .

      Nach seiner Ankunft im Osten wurde Antonius der Geliebte der Ptolem├Ąerk├Ânigin Kleopatra VII. , die vorher schon ein Verh├Ąltnis mit Caesar gehabt hatte. Ihre erste Zusammenkunft wurde bald legend├Ąr. Weil sich Kleopatra angeblich im B├╝rgerkrieg zweideutig verhalten hatte, lie├č Antonius sie Anfang 41 v. Chr. durch seinen Vertrauten Quintus Dellius nach Tarsos in Kilikien vorladen. Der Grund ihrer Vorladung war wohl nur ein Vorwand; Antonius ging es eher um die Sicherung ├Ągyptischer Hilfe f├╝r seinen geplanten Partherfeldzug, da Kleopatra die bedeutendste unter den Klientelherrschern des Orients war. Sie wusste, dass sich Antonius als neuer Dionysos feiern lie├č und als genusss├╝chtig galt; Deshalb bereitete sie ihm einen Empfang, den Plutarch anschaulich schildert. An Bord ihrer vergoldeten Prachtgaleere mit Purpursegeln standen als Nereiden kost├╝mierte M├Ądchen sowie Lustknaben; sie selbst trat in einer geschickten Pr├Ąsentation als irdische Inkarnation der G├Âttin Aphrodite (bzw. deren ├Ągyptisches Pendant Isis) dem neuen Dionysos Antonius entgegen. Sie bat ihn, auf ihr Schiff zu kommen, wo sie ihn in einer aufreizenden Atmosph├Ąre empfing. In den folgenden Tagen richtete sie luxuri├Âse Bankette f├╝r Antonius aus und laut den antiken Autoren war sie es, die ihn mit diesem Auftritt eroberte und nicht umgekehrt. Neben der pers├Ânlichen Komponente legten freilich auch politische Gr├╝nde f├╝r beide Seiten eine Kooperation nahe.
      Nach der vorl├Ąufigen Ordnung der politischen Verh├Ąltnisse in Syrien folgte Antonius der schon vorher heimgereisten Kleopatra nach ├ägypten und verbrachte dort - anders als fr├╝her Caesar - als Privatmann den Winter 41/40 v. Chr. Kleopatra hielt ihren Geliebten st├Ąndig bei Laune. Laut Plutarch soll das Paar dauernd Bankette veranstaltet, Ulk getrieben und in Schwelgereien gelebt haben. Der Biograph berichtet nach Erz├Ąhlungen seines Gro├čvaters Lamprias vom enormen Aufwand f├╝r Antonius' Festm├Ąhler. Weiters schildert er Streiche, die Kleopatra angeblich ihrem Geliebten wegen dessen mangelnder Angelk├╝nste spielte; auch sollen die beiden nachts verkleidet durch die Hauptstadt gestreift sein, um die Einwohner zu necken. Laut dem Historiker Appian trat Antonius dagegen staatsm├Ąnnischer auf, indem er Tempel besuchte und mit Gelehrten diskutierte. Angeblich bewirkte nur das Liebesleben in ├ägypten Antonius' Unt├Ątigkeit im Perusinischen Krieg , den Fulvia , Antonius' selbstbewusster Gattin, und Lucius Antonius , der Bruder des Triumvirn, gegen Octavian f├╝hrten. Erst der Einfall der Parther veranlasste Antonius Anfang 40 v. Chr. zum Aufbruch nach Kleinasien, von wo er aber auf die Nachricht von Fulvias und Lucius' Niederlage nach Italien zur├╝ckkehrte.
      Antonius und Kleopatra hatten drei Kinder: Alexander Helios (* 40 v. Chr.), Kleopatra Selene (40 v. Chr.-6 n. Chr.) und Ptolemaios Philadelphos (* 36 v. Chr.). Nach der Geburt der Zwillinge blieb Antonius ├ägypten allerdings f├╝r drei Jahre fern, um seine Ehe mit Octavia zu genie├čen, von der er sich jedoch nach einigen Jahren trennte, um 36 v. Chr. zu Kleopatra zur├╝ckzukehren.

      Ein zuverl├Ąssiger Verb├╝ndeter des Antonius war zumeist der Seeherrscher Sextus Pompeius in Sizilien gewesen, der Octavian durch eine Seeblockade Italiens das Leben schwer machte. Im Jahre 39 v. Chr. zwang Pompeius die beiden Triumvirn zu einer ├ťbereinkunft, dem Misenum , nach dem Sextus von Antonius die Provinz Achaia ├╝bertragen werden sollte. Nach Vertragsabschluss verweigerte Antonius jedoch die ├ťbergabe, und als Octavian ihm auch noch Sardinien und Korsika abspenstig machte, nahm Sextus die Blockade gegen Octavian bald wieder auf.
      Der weiterhin schwelende Konflikt zwischen Antonius und Octavian konnte unterdessen durch die Vermittlung Octavias noch einmal entsch├Ąrft werden. In Tarent trafen sich die beiden Triumvirn im Sommer 37 v. Chr. zum letzten Mal. In dem dort geschlossenen Vertrag von Tarent stellte Antonius seine Flotte zum Krieg gegen Pompeius zur Verf├╝gung. Tats├Ąchlich schickte er Octavian 120 Schiffe zur Unterst├╝tzung gegen den "Seek├Ânig", und im Gegenzug wurden ihm 20.000 Soldaten f├╝r den geplanten Parther-Feldzug versprochen, die freilich nie eintrafen. Trotz dieser Hilfe ben├Âtigte Octavian noch ein weiteres Jahr, bevor sein Feldherr Marcus Vipsanius Agrippa die Flotten des Sextus im Sommer 36 v. Chr. endg├╝ltig ausschalten konnte. Anschlie├člend entmachtete Octavian auch noch den dritten Triumviratskollegen Lepidus. Die Kriegsbeute und die Provinzen Sizilien und Africa behielt er f├╝r sich und schickte lediglich die Reste der zur Verf├╝gung gestellten Flotte, 70 Schiffe, mit einiger Versp├Ątung an Antonius zur├╝ck.
      Nach seinem Sieg lie├č Octavian Sextus Pompeius in den Osten entkommen, wo dieser Ende 36 v. Chr. versuchte, eine neue Armee und Flotte aufzustellen. Als Antonius nach seiner R├╝ckkehr aus dem Partherkrieg von der Ankunft des Pompeius erfuhr und dessen Gesandte ihm B├╝ndnisverhandlungen anboten, beauftragte er Marcus Titius , mit Land- und Seestreitkr├Ąften dem Fl├╝chtigen entgegenzuziehen und ihn n├Âtigenfalls zu bek├Ąmpfen. W├Ąre Pompeius jedoch zur Unterwerfung bereit, sollte Titius ihm ehrenvolles Geleit nach Alexandria geben. [4] Sextus gelang es, mehrere St├Ądte in Bithynien zu erobern, aber als Titius mit ├╝berlegenen Streitkr├Ąften eintraf, suchte er sein Heil in der Flucht. Nach seiner Ergreifung durch die Reiterei der Galater wurde er auf Befehl des Titius nach Milet ├╝berstellt und dort etwa im Sommer 35 v. Chr. hingerichtet.
      Ob Titius bei dieser Hinrichtung selbst├Ąndig, auf Befehl des Antonius oder von dessen Legat Lucius Munatius Plancus handelte, ist unsicher und war schon in der Antike umstritten. Der kaiserzeitliche Historiker Cassius Dio gibt an, Antonius habe zuerst in einem Brief an Titius das Todesurteil befohlen, dieses aber in einem zweiten Schreiben wieder aufgehoben. Trotzdem sei die Exekution des Pompeius erfolgt, weil Titius entweder dem Brief mit dem Hinrichtungsbefehl absichtlich entsprochen oder ihn irrt├╝mlicherweise f├╝r das zweite Schreiben gehalten habe. Nach Appian lie├č Titius den Pompeius aus Zorn wegen einer fr├╝heren Beleidigung oder im Auftrag von Antonius t├Âten, doch habe im letzteren Fall vielleicht nicht der Triumvir selbst, sondern der mit dessen Siegel unterzeichnende Munatius Plancus den Befehl erteilt. Antonius habe n├Ąmlich laut einigen Appian vorliegenden Quellen mit R├╝cksicht auf seine Geliebte, die ├Ągyptische K├Ânigin Kleopatra VII. , die Pompeius wohlgesinnt war, ebenso wie wegen dessen Ansehen nicht als Hauptverantwortlicher erscheinen wollen. Trotz der widerspr├╝chlichen Quellenlage erscheint es jedenfalls ziemlich sicher, dass dieses Urteil mit Wissen und Einverst├Ąndnis des Antonius erfolgte.

      Von Tarent segelte Antonius wieder in den Osten, lie├č seine Gemahlin Octavia in Kerkyra zur├╝ck und begab sich nach Syrien , um von dort einen Krieg in das Partherreich hinein vorzubereiten. Als Octavian sp├Ąter seine Schwester Octavia zu Antonius in den Osten schickte, lie├č dieser sie vergeblich in Athen warten und trennte sich definitiv von ihr.
      Ermutigt durch die beachtlichen Erfolgen seines Legaten Publius Ventidius Bassus gegen die Parther und wohl auch ein wenig neidisch auf die Siege seines Untergebenen, suchte Antonius 36 v. Chr. die Offensive im Osten, um den kurz vor der Ermordung Caesars geplanten Feldzug zu verwirklichen und die Schmach der Schlacht von Carrhae zu tilgen. Die geplante R├╝ckeroberung der von Marcus Licinius Crassus verlorenen Gebiete sollte wieder den Euphrat als Reichsgrenze etablieren.
      Tats├Ąchlich erlitt Antonius mit seinem Angriff auf das Partherreich aber eine vollst├Ąndige Niederlage. Nachdem die Belagerung von Phraata abgebrochen wurde, lag seine gr├Â├čte Leistung bei diesem Feldzug im R├╝ckzug unter widrigsten Umst├Ąnden. Das unwirtliche Klima und die steten Angriffe seitens der Parther dezimierten die r├Âmischen Streitkr├Ąfte stark, und diese Kr├Ąfte sollten Antonius anschlie├čend im Konflikt gegen Octavian fehlen.

      Im Jahr 34 v. Chr. suchte Antonius sich zur Aufbesserung der Bilanz an seinem ehemaligen Verb├╝ndeten, Artavasdes II. von Armenien schadlos zu halten. Dieser Feldzug war erfolgreicher, und nach der Gefangennahme des K├Ânigs feierte Antonius einen Triumph in Alexandria und zog Armenien f├╝r das Reich ein. Trotz des bestenfalls durchwachsenen Ertrags, versuchte man die Feldz├╝ge als einen Erfolg darzustellen. In Rom sah man aber vor allem den Bruch der Tradition, da ein Triumph traditionell nur in der Hauptstadt abgehalten werden durfte.

      Ereignisse wie diese versch├Ąrften noch den Propagandakrieg, f├╝r den Antonius seinem Gegner weitere Munition lieferte, indem er nach seiner R├╝ckkehr aus Armenien die Kinder der Kleopatra zu Herrschern in den r├Âmischen Provinzen des Ostens einsetzte. Er wurde daraufhin von Octavian beschuldigt, mit den so genannten ÔÇ×Schenkungen von Alexandria" die fraglichen Provinzen an ├ägypten abgetreten und das R├Âmische Reich an die K├Ânigin verraten zu haben. Seine von Octavian propagandistisch angeprangerte Zuwendung zum hellenistischen Osten, wo er sich als neuer Dionysos feiern lie├č, stie├č bei Senat und Volk von Rom auf Ablehnung. Eine Verl├Ąngerung des Triumvirats durch den Senat stand vor diesem Hintergrund nicht mehr zur Debatte. Zum offenen Bruch kam es, als 32 v. Chr. nach einer Machtdemonstration Octavians ein Teil der Senatoren mit den beiden amtierenden Konsuln Rom verlie├č und zu Antonius und Kleopatra nach Ephesos ging.

      In Griechenland kam es zur entscheidenden Auseinandersetzung der Triumvirn. Zu Beginn des Jahres 31 v. Chr. segelte Octavians Admiral Agrippa ├╝ber das Ionische Meer , eroberte die Flottenbasis Methone , vertrieb Antonius' Besatzung von der Insel Korfu und erm├Âglichte dem Caesarerben, mit dem Hauptheer von 80.000 Soldaten und 12.000 Reitern ungehindert an der griechischen K├╝ste zu landen und sich in Epirus festzusetzen, wo er den Hauptteil der gegnerischen Schiffe im Golf von Ambrakia einschloss. Marcus Antonius, offenbar vom raschen Vorgehen seines Gegners ├╝berrascht, hatte bald aufgrund der abgeschnittenen Nachschubwege mit Nahrungsmangel zu k├Ąmpfen und im Verlauf der monatelangen Blockade verschlechterte sich die Situation durch Hunger, Krankheit und Seuchen.
      Dazu kamen Konflikte zwischen jenen R├Âmern, die Kleopatra aus dem Hauptquartier des Antonius entfernen wollten, und den Bef├╝rwortern einer weiteren Teilnahme der ├Ągyptischen K├Ânigin am Krieg. Da au├čerdem alle Versuche, die Blockade zu durchbrechen, fehlschlugen und die Stellung unhaltbar geworden war, entschloss sich Antonius Ende August 31 v. Chr. zur Abhaltung eines Kriegsrates ├╝ber die weitere Vorgehensweise. Es musste ein letzter Befreiungsversuch mit allen verf├╝gbaren Kr├Ąften unternommen werden, um nicht an Seuchen und Hunger v├Âllig zugrundezugehen.

      Nachdem Antonius zuvor mehrfach vergeblich eine Landschlacht angeboten hatte, prallten im Kriegsrat unterschiedliche Meinungen ├╝ber die zu w├Ąhlende Taktik aufeinander. Nach dem Vorschlag Kleopatras sollte mittels einer Seeschlacht der Durchbruch durch die feindlichen Linien gelingen. Der die Landstreitkr├Ąfte befehligende Publius Canidius Crassus vertrat dagegen die Ansicht, Kleopatra heimzuschicken und auf dem Landweg ├╝ber Thrakien oder Makedonien abzumarschieren. Schlie├člich habe Octavian durch seinen jahrelangen Seekrieg gegen Sextus Pompeius viel Erfahrung in dieser Disziplin erlangt, w├Ąhrend Antonius noch ein gro├čes, treffliches Landheer besitze und ebenso viel Routine im Krieg zu Lande.
      Schlie├člich nahm Antonius im Kriegsrat Kleopatras Vorschlag an und beschloss, mit einem Teil seiner Schiffe eine Seeschlacht zur Sprengung der Blockade zu riskieren und im Erfolgsfall nach ├ägypten zur├╝ckzusegeln, w├Ąhrend Canidius versuchen sollte, mit seinen Truppen ├╝ber Land abzuziehen. Wegen Octavians nach dem bisherigen Kriegsverlauf erlangter milit├Ąrischer ├ťberlegenheit rechnete Antonius wohl von Anfang an nicht mit einem Sieg, sondern plante nur ein Durchbruchs- und R├╝ckzugsgefecht, um den Krieg sp├Ąter unter g├╝nstigeren Bedingungen fortzusetzen. Um seine Soldaten und Verb├╝ndeten nicht zu entmutigen, erweckte Antonius aber den Anschein, f├╝r einen Sieg und nicht f├╝r eine Flucht zu r├╝sten. Da er schon viele Ruderer verloren hatte und daher nicht mehr die gesamte Flotte bemannen konnte, lie├č er sie bis auf 170 Kriegsschiffe verbrennen, weil keine zur├╝ckgebliebenen Fahrzeuge seinem Gegner in die H├Ąnde fallen sollten. Au├čerdem durfte Kleopatra 60 ihrer Schiffe behalten, mit denen sie sich hinter der Schlachtlinie aufzustellen hatte. 20.000 erlesene Soldaten und 2000 Bogensch├╝tzen w├Ąhlte der Triumvir aus seinen Landstreitkr├Ąften aus und lie├č sie auf seine Kriegsschiffe verteilen. Au├čerdem lie├č er heimlich nachts die Kriegskasse an Bord bringen und entgegen der ├╝blichen Seeschlachttechnik die Gro├čsegel mitnehmen, die seine ├╝berladenen Schiffe noch man├Âvrierunf├Ąhiger und schwerer machten, aber nach gegl├╝cktem Durchbrechen der Blockade notwendig waren, um nach ├ägypten segeln zu k├Ânnen.
      Antonius' Vertrauter Quintus Dellius , der am Kriegsrat teilgenommen hatte und schon bei fr├╝heren Kriegen rechtzeitig die Fronten gewechselt hatte, tat dies auch diesmal und verriet Octavian Antonius' Kriegsplan. Den Entschluss, den Octavian daraufhin fassen wollte - Antonius zuerst kampflos entkommen zu lassen, um dessen Fluchtabsichten allgemein offenbar zu machen, ihn dann zu verfolgen und im R├╝cken zu ├╝berfallen - konnte ihm Agrippa ausreden, der auf die schwere Einholbarkeit von Antonius' Schiffen bei gesetzten Gro├čsegeln aufmerksam machte und stattdessen riet, gleich die Seeschlacht zu wagen, die nur gewonnen werden k├Ânne. Mit dieser Meinung setzte sich Agrippa durch

      Nach vier Tagen starken Sturms fand die Schlacht von Actium am 2. September 31 v. Chr., nach Eintreten besseren Wetters statt. Zahlenm├Ą├čig waren Octavians Streitkr├Ąfte jenen des Gegners mehr als das Doppelte ├╝berlegen, denn er besa├č noch 400 mit mehr als acht Legionen bemannte Kampfschiffe. Die von den Triumvirn gew├Ąhlten Schiffstypen waren sehr unterschiedlich: Antonius' Schiffe waren viel gr├Â├čer und h├Âher; sie besa├čen bis zu zehn Ruderreihen und waren damit ziemlich schwerf├Ąllig. Doch konnten von Turmaufbauten die wesentlich kleineren Fahrzeuge ( Liburnen ) Octavians mit Wurfgeschossen und gro├čen Steinen ├╝bers├Ąt werden. Die Liburnen waren daf├╝r viel wendiger und konnten die Ruder und Steuer der feindlichen Kolosse zerst├Âren, so dass diese nicht mehr steuerbar waren.
      Nachdem die Geschwader des Antonius durch die Meerenge bei Actium hinausgerudert waren, bezogen sie in einem Halbkreis nahe dem westlichen Eingang des Ambrakischen Golfes Stellung. Die Schiffe hatten so geringen Abstand zueinander, dass der Feind nicht zwischen ihnen eindringen konnte; au├čerdem lagen sie so nahe am Ufer, dass sie auch nicht von der Seite ├╝berfl├╝gelt werden konnten. Hinter dem Zentrum waren die 60 Schiffe Kleopatras mit der Kriegskasse positioniert und mit einem besonderen Begleitschutz f├╝r das Flaggschiff Antonias, an dessen Bord die K├Ânigin selbst mit riesigen Sch├Ątzen weilte. Gem├Ą├č dem Plan sollte die Flotte nicht gleich hinausfahren, sondern den Sturm des Gegners abwarten, bis er durch Gesch├╝tzfeuer so weit mitgenommen war, dass mit dem Aufkommen des t├Ąglich zu Mittag von Nordwesten her blasenden Windes die Sprengung der Blockade versucht werden konnte, um dann mit diesem g├╝nstigen Wind nach S├╝den zu segeln. [
      Doch Agrippa - der eigentliche F├╝hrer auf Seite Octavians - dachte nicht an die Er├Âffnung der Offensive, sondern lie├č seine Flotte in einer Distanz von mehr als einem Kilometer vom Gegner auf der Stelle verharren. Gegen Mittag gelang es ihm eines der feindlichen Geschwader weiter auf offene Meer zu locken, und dadurch wurde Antonius gezwungen, mit der ganzen Flotte nachzur├╝cken, um nicht die Schlachtordnung zu zerrei├čen. Sobald Agrippa den Feind weit genug hinausgelockt hatte, wendete er und lie├č seine Flotte zu einem Umfassungsangriff ausschw├Ąrmen, der aufgrund seiner wesentlich gr├Â├čeren Zahl an Schiffen leicht m├Âglich schien. Daher blieb Antonius nichts anderes ├╝brig, als seine Schlachtlinie ebenfalls seitw├Ąrts auszudehnen. Weil er aber viel weniger Schiffe zur Verf├╝gung hatte, gelang es den beweglicheren Liburnen bald, schnell zwischen den nun weiter voneinander entfernten feindlichen Kolossen hindurchzufahren, diese dabei zu rammen und deren Ruder- und Steuerwerk zu besch├Ądigen und so g├Ąnzlich man├Âvrierunf├Ąhig zu machen.
      Die Schiffe der ├Ągyptischen K├Ânigin hielten sich w├Ąhrenddessen hinter der Kampflinie und beteiligten sich nicht an der Schlacht. Als der Kampf noch unentschieden tobte, entstand vermutlich zwischen dem Zentrum der Schlachtreihe und dem rechten Fl├╝gel des Antonius eine L├╝cke, die nun von Kleopatras Schnellseglern mit vollen Segeln durchsto├čen wurde, um rasch mit dem t├Ąglich aufkommenden Nordwestwind nach S├╝den zu entkommen. Das Man├Âver gelang tats├Ąchlich und Kleopatra nahm Kurs auf ├ägypten. Daraufhin ging Antonius von Bord seines Flaggschiffes, das wohl noch in einen Kampf verwickelt war, und bestieg mit wenigen Gef├Ąhrten einen F├╝nfruderer. Auch er konnte zwischen den k├Ąmpfenden Schiffen hindurchgelangen und Kleopatra folgen, bis er an Bord ihres Schiffes genommen wurde, wo er niedergeschlagen sa├č und angeblich drei Tage nicht mit seiner Geliebten sprach.
      Antonius erreichte somit sein prim├Ąres Ziel, sich selbst, Kleopatra und die Kriegskasse in Sicherheit zu bringen, etwa drei Viertel seiner Schiffe konnten sich jedoch nicht vom Feind l├Âsen, um segelnd zu entkommen. Gegen 17 Uhr ging schlie├člich die Schlacht bei Actium mit einer Feuersbrunst zu Ende. Nach dem Untergang von etwa 30 bis 40 Schiffen des Antonius kapitulierten seine restlichen zur├╝ckgebliebenen Schiffe. Mindestens 5000 M├Ąnner von Antonius hatten in der Schlacht ihr Leben verloren.
      Die am Land stationierten Truppen waren nur unbeteiligte Zuschauer des Kampfes gewesen. Nachdem der Ausgang klar war, ├╝berlie├č Canidius Crassus sein Lager kampflos dem Feind und machte sich mit seinen 19 Legionen auf den R├╝ckzug nach Makedonien, wurde aber nach sieben Tagen eingeholt und floh, woraufhin das f├╝hrerlose Heer nach Aushandlung g├╝nstiger Friedensbedingungen ebenfalls kampflos kapitulierte. Insgesamt endete die Schlacht bei Actium also mit einer klaren Niederlage zu Wasser und zu Lande.

      In der Schlacht bei Actium am 2. September 31 v. Chr. wurde Antonius daher vernichtend geschlagen und zog sich mit Kleopatra nach Alexandria zur├╝ck. Der r├Âmische B├╝rgerkrieg war damit weitgehend entschieden. Im darauffolgenden Jahr zog Octavian ├╝ber Korinth nach Syrien , und marschierte ├╝ber die Sinaihalbinsel in ├ägypten ein. Nach einer letzten Niederlage beim Hippodrom von Alexandria beging Antonius am 1. August 30 v. Chr. Selbstmord, Kleopatra folgte wenige Tage sp├Ąter. Beide wurde von Octavian zusammen in dem von Kleopatra errichteten Mausoleum in Alexandria bestattet. Die Mumien der beiden wurden aber nie gefunden.

      Von Marcus Antonius sind nur einige wenige Abbildungen auf M├╝nzen erhalten. Das einzige erhaltene rundplastische Portr├Ątbildnis des Marcus Antonius, eine kleine B├╝ste, die m├Âglicherweise aus dem Hausaltar eines der Veteranen des Heerf├╝hrers stammt, fand der Arch├Ąologe Bernard Andreae in Haifa . Weil sie im privaten Raum aufbewahrt wurde, konnte sie der Zerst├Ârung aller Bildnisse von Marcus Antonius entgehen, die Octavian angeordnet haben soll.

      Aufgrund der Propaganda Octavians im B├╝rgerkrieg, die die ganze sp├Ątere ├ťberlieferung dominiert, ist es kaum m├Âglich, ein verl├Ąssliches Bild von Person und Politik des Marcus Antonius zu gewinnen. Der Vorwurf, er habe, von Kleopatras Liebesk├╝nsten umgarnt, die r├Âmischen Tugenden verraten, um eine orientalische Despotie zu errichten, ist sicher ├╝bertrieben. Durch seine Beziehung zu Kleopatra ist Marcus Antonius in Literatur und Kunst eingegangen (insbesondere in William Shakespeares Dramen Julius C├Ąsar und Antonius und Kleopatra).


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