Gaius Julius Caesar

Gaius Julius Caesar[1]

Male 13 Jul 100 BC - 15 Mar 44 BC    Has 20 ancestors and 2 descendants in this family tree.

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  • Name Gaius Julius Caesar  
    Relationshipwith Adam
    Born 13 Jul 100 BC 
    Gender Male 
    Died 15 Mar 44 BC 
    Person ID I15641  Geneagraphie
    Last Modified 17 Dec 2016 

    Father Gaius Iulius Caesar,   b. Abt 132 V.C.,   d. 0085-0084 V.C., Oisa Find all individuals with events at this location 
    Mother Aurelia,   b. Abt 130 V.C.,   d. 0054 V.C. 
    Siblings 2 siblings 
    Family ID F54889  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 1 Cornelia,   b. Abt 0094 B.C.,   d. 0069-0068 V.C. 
    Married 0085-0084 V.C. 
    Children 
     1. Iulia,   b. Cir 0076 B.C.,   d. Aug 0054 V.C.
    Last Modified 22 Oct 2009 
    Family ID F268531  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 2 Pompeia,   d. Yes, date unknown 
    Divorced 0062 V.C. 
    Last Modified 23 Oct 2009 
    Family ID F7833  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 3 Kleopatra VII. Philopator,   b. 69 BC,   d. 12 Aug 30 BC 
    Married 0051 V.C. 
    Children 
     1. Ptolemaeus Caesar, XV,   b. 23 Jul 0047 BC,   d. 23.8.0030 BC
    Last Modified 23 Oct 2009 
    Family ID F54890  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 4 Servilia Caepionis,   d. After 0042 B.C. 
    Last Modified 1 Nov 2009 
    Family ID F293071  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 5 Calpurnia,   b. Abt 77 BC,   d. Aft 44 BC 
    Last Modified 23 Oct 2009 
    Family ID F54919  Group Sheet  |  Family Chart

  • Photos
    Gaius Julius Caesar
    Gaius Julius Caesar

  • Notes 
    • Gaius Iulius Caesar entstammte dem angesehenen altrömischen Patriziergeschlecht der Julier (lateinisch gens Iulia), das seine Wurzeln auf Askanius- Iulus , den Sohn des trojanischen Adligen Aeneas , zurĂŒckfĂŒhrte, welcher der Sage nach Sohn der Göttin Venus war. Auf dem Gipfel seiner Macht, im Jahre 45 v. Chr., ließ Caesar zu Ehren der Venus einen Tempel errichten, um seine Verbindung zu dieser Göttin hervorzuheben.
      Caesars Familie war nicht reich, gemessen am Standard des römischen Adels, und nur wenige Mitglieder der Familie hatten sich politisch hervorgetan: In der FrĂŒhzeit der römischen Republik im 5. Jahrhundert v. Chr. findet sich in den Konsularlisten , deren AuthentizitĂ€t in der Forschung umstritten ist, hĂ€ufiger der Name „Iulius". 451 v. Chr. war ein Gaius Iulius Iullus Mitglied der Decemviri , die den Staat grundlegend umgestalten sollten. FĂŒr die folgenden Jahrhunderte sind nur zwei iulische Konsuln, fĂŒr die Jahre 267 und 157 v. Chr., nachgewiesen. Caesars gleichnamiger Vater war 92 v. Chr. PrĂ€tor , doch verstarb er 85 v. Chr. Einige Verwandte waren Konsuln und Censoren . Caesars Herkunft und VerwandtschaftsverhĂ€ltnisse waren vorbestimmend fĂŒr seine Parteinahme in der Zeit der BĂŒrgerkriege . So war Caesars Tante Iulia mit dem Feldherrn Gaius Marius verheiratet, der die Kimbern und Teutonen besiegte und als mehrmaliger Konsul die politische Gruppe der populares ( Popularen ) im römischen Senat anfĂŒhrte.
      Caesars Mutter war Aurelia . Seine Schwestern Iulia maior und Iulia minor heirateten Senatoren, die jedoch politisch nicht in Erscheinung traten. Iulia Minor wurde die Großmutter von Gaius Octavius, dem spĂ€teren Kaiser Augustus .
      Erste Schritte in die Politik
      Caesar heiratete 84 v. Chr. Cornelia , die Tochter des Konsuls Lucius Cornelius Cinna , der ebenfalls zu der politischen Gruppe der populares gehörte. Im selben Jahr wurde er auch zum flamen Dialis bestimmt, dem Oberpriester des Jupiter .
      Die Familienverbindung zu Cinna und seine Verwandtschaft mit Marius brachten Caesar in Opposition zur Diktatur Sullas , der die konservative Gruppe der optimates vertrat. Sulla befahl Caesar die Scheidung von Cornelia, doch dieser widersetzte sich und verließ Rom. Auf die Bitte einflussreicher Freunde hin wurde er zwar bald begnadigt, kehrte aber nicht nach Rom zurĂŒck.
      Stattdessen wurde er mit 19 Jahren Offizier im Stab des Marcus Minucius Thermus , der ProprĂ€tor und Statthalter der Provinz Asia war. Um die Belagerung der Stadt Mytilene auf der Insel Lesbos zu beschleunigen, wurde Caesar an den Hof von König Nikomedes IV. von Bithynien entsandt, den er um eine Flotte bitten sollte. SpĂ€ter wurde Caesar nachgesagt, er habe eine homosexuelle Beziehung zu Nikomedes gehabt. Bei der anschließenden ErstĂŒrmung Mytilenes wurde Caesar mit der corona civica („BĂŒrgerkrone") ausgezeichnet, die demjenigen verliehen wurde, der einem römischen MitbĂŒrger in der Schlacht das Leben gerettet hatte.
      Im Jahr 78 v. Chr. ging Caesar als Offizier in den Stab von Publius Servilius Vatia Isauricus, der als Prokonsul in Kilikien die Piraten bekĂ€mpfte. Dort blieb Caesar aber nicht lange, da Sullas Tod ihm die RĂŒckkehr nach Rom ermöglichte, wo er seine politische Karriere weiterverfolgte. Er begann, wie damals ĂŒblich, als öffentlicher AnklĂ€ger und Mitglied der vigintisexviri , der untergeordneten Magistratsbeamten der Republik. Als AnklĂ€ger erregte Caesar durch einen Prozess wegen Erpressung gegen Gnaeus Cornelius Dolabella , einen AnhĂ€nger Sullas, große Aufmerksamkeit und bewies damit erneut seine Opposition zum Lager der Sullaner. Trotz seiner Niederlage in diesem Fall war Caesars Ruf nicht geschĂ€digt.
      Um Anfeindungen der Sullaner aus dem Weg zu gehen, entschloss sich Caesar, Rom erneut zu verlassen. Ungewöhnlich war, dass er sich nicht zu einer militĂ€rischen Mission meldete, um sich als Offizier einen Namen zu machen, sondern eine Studienreise nach Rhodos unternahm, wo er bei dem Rhetor Molon seine Redekunst verbessern wollte. Auf dem Weg nach Rhodos geriet Caesar bei der Insel Pharmakussa in die Gefangenschaft von Piraten. Angeblich habe er sie aufgefordert, ein höheres Lösegeld fĂŒr ihn zu fordern, da er weitaus mehr wert sei als der eigentlich schon geforderte Preis. [2] Nach seiner Freilassung organisierte er aber eine private Seestreitmacht, fing die Piraten und ließ sie kreuzigen , wie er es ihnen angekĂŒndigt hatte, als er noch ihr Gefangener war.
      Caesars Aufstieg
      Anfang des Jahres 73 v. Chr. wurde Caesar anstelle des verstorbenen Vetters seiner Mutter, Gaius Aurelius Cotta , in das Priesterkollegium der pontifices gewĂ€hlt. 69 oder 68 v. Chr. bekleidete er schließlich die QuĂ€stur , die unterste Stufe der politisch bedeutenden Ämter der Römischen Republik. Nach Bekleidung dieses Amtes wurde er in den Senat aufgenommen. Als QuĂ€stor diente Caesar in Spanien unter dem ProprĂ€tor Antistius Vetus. Doch bevor er nach Spanien abreisen konnte, gab es zwei TodesfĂ€lle in seiner Familie. Seine Tante Iulia und seine Frau Cornelia verstarben in einem kurzen Zeitraum nacheinander.
      Nach seiner RĂŒckkehr aus Spanien heiratete Caesar Pompeia, eine sehr wohlhabende Enkelin Sullas, deren Reichtum er umgehend fĂŒr seinen politischen Aufstieg nutzte: 65 v. Chr. war er kurulischer und errang durch prachtvolle Spiele, durch die er sich hoch verschuldete, große Beliebtheit. 63 v. Chr. wurde Caesar in das bedeutende Amt des Pontifex Maximus , des Oberpriesters, gewĂ€hlt. Er wurde dabei wie schon bei seinen Spielen als Ädil von Marcus Licinius Crassus , der zu der Zeit als reichster Mann Roms galt, finanziell unterstĂŒtzt, obwohl nicht klar ist, wie gut das VerhĂ€ltnis Caesars zu Crassus zu diesem Zeitpunkt war.
      Immer wieder gab es GerĂŒchte, Caesar wĂ€re in die Catilinarische Verschwörung des Jahres 63 v. Chr. verwickelt gewesen. Obwohl er frĂŒher Kontakt zu Catilina gehabt hatte, konnte ihm keine Beteiligung an dessen Verschwörung nachgewiesen werden. In einer großen Rede vor dem Senat, die von Sallust in De coniuratione Catilinae wiedergegeben wird, sprach sich Caesar ganz in popularer Tradition gegen die Hinrichtung der verhafteten Verschwörer aus, die gegen das Provokationsrecht verstieß. Der Konsul Cicero und die Optimaten, vor allem Cato der JĂŒngere , setzten sich aber mit Hinweis auf das senatus consultum ultimum , den Staatsnotstand, der einige Wochen zuvor erklĂ€rt worden war, gegen ihn durch. Im Jahr 62 v. Chr. wurde Caesar zum PrĂ€tor gewĂ€hlt. Im selben Jahr fĂŒhrte der „ Bona-Dea-Skandal " zur Scheidung von Pompeia.
      Das erste wichtige Amt Caesars außerhalb Roms war die Statthalterschaft (ProprĂ€tur) in Spanien. Seine aggressive KriegsfĂŒhrung gegen die Iberer im Norden des heutigen Portugals festigte seinen Ruf als fĂ€higer Stratege und diente ihm zur Sanierung seiner hoch verschuldeten Finanzen. Damit besaß er die notwendige Voraussetzung fĂŒr die Bewerbung um das höchste Staatsamt, das Konsulat. Um rechtzeitig zu den Wahlen nach Rom zu gelangen, brach er kurz vor dem Ablauf seiner Amtszeit als ProprĂ€tor nach Rom auf.

      Viele Senatoren widersetzten sich jedoch Caesars Ambitionen, Konsul zu werden. Daher ging er mit Marcus Licinius Crassus und Gnaeus Pompeius Magnus eine strategische Partnerschaft ein. Alle drei wollten ihre jeweiligen Einflussmöglichkeiten koordinieren: Die von den römischen Geschichtsschreibern als erstes Triumvirat („Drei-MĂ€nner-BĂŒndnis"), von dem Gelehrten Varro dagegen als „dreiköpfiges Monster", von dem Historiker Titus Livius als „Verschwörung" bezeichnete Allianz brachte Geld (Crassus galt als reichster Mann Roms), MilitĂ€r (Pompeius galt als erfolgreichster Feldherr ) und politischen Einfluss (Caesars politische Bekanntheit und Energie) zusammen. Zur BekrĂ€ftigung des BĂŒndnisses heiratete Pompeius Caesars Tochter Iulia .
      Das Triumvirat konnte die Wahl Caesars zum Konsul des Jahres 59 v. Chr. durchsetzen. Seine AmtsfĂŒhrung war im Senat umstritten, vor allem bei dem einflussreichen Cato (dem JĂŒngeren) . Caesar brachte in seinem Jahr als Konsul einige Gesetze mit entscheidenden Neuregelungen durch: So ein Gesetz zur Landfrage, das die Ansiedlung von Pompeius' Veteranen klĂ€rte; die Ratifizierung der östlichen Provinzen und der Satellitenkönigreiche, die Pompeius vor seiner RĂŒckkehr aus dem Osten geschaffen hatte; die Lösung des Problems der NachlĂ€sse fĂŒr SteuerpĂ€chter in Asia und die Reform der Gesetze, um den erpresserischen Umtrieben der Statthalter in den Provinzen Einhalt zu gebieten. Weil Caesar sich ĂŒber Obstruktionen eines Teils der Senatoren, insbesondere aber seines Kollegen Marcus Calpurnius Bibulus hinweggesetzt hatte, musste er mit einer Anklage nach Ende seines Konsulats rechnen. Dies verhinderte er aber durch die mit fĂŒnf Jahren ungewöhnlich lange Amtszeit als Prokonsul in Illyrien und in Gallien (Cis- und Transalpina), die er sich verschaffen konnte. Vor seinem Amtsantritt heiratete er Calpurnia .

      Das Prokonsulat in Gallien bedeutete einen wichtigen Machtgewinn fĂŒr Caesar. Als Prokonsul konnte er Heere aufstellen, die in dem System der Heeresclientel auf ihn persönlich eingeschworen waren. Um seine Macht und seinen Reichtum weiter auszubauen, brauchte er einen Krieg außerhalb der Grenzen des Imperiums, den er bei den zerstrittenen StĂ€mmen Galliens fand, unter denen es seit einigen Jahren grĂ¶ĂŸere Unruhen gab. Als die Helvetier , ein Stamm aus der heutigen Schweiz, die Nordgrenze des Römischen Reichs gefĂ€hrdeten, sah Caesar einen Anlass, militĂ€risch einzuschreiten. Sofort hob er weitere Legionen aus seinen Provinzen aus und schlug die Helvetier bei Bibracte zurĂŒck, wobei er die Überlebenden der Schlacht zurĂŒck in ihr voriges Heimatland sandte, um dort eine Pufferzone zu den eindringenden Germanen zu bilden. Danach zog er gegen die Germanen, die schon seit einiger Zeit unter Ariovist in Gallien eingefallen waren, und schlug sie ĂŒber den Rhein zurĂŒck. Im zweiten Jahr konnte Caesar die Belger , die als das tapferste Volk unter den StĂ€mmen Galliens galten, im Norden Galliens erst nach heftigen KĂ€mpfen unterwerfen.
      In der Winterpause erneuerte er in Verhandlungen mit Pompeius und Crassus in Ravenna und Lucca das Triumvirat. Die drei verabredeten ein gemeinsames Konsulat von Crassus und Pompeius fĂŒr das Jahr 55 v. Chr. sowie die VerlĂ€ngerung von Caesars Prokonsulat um weitere fĂŒnf Jahre. So konnte er insgesamt zehn Jahre (58-49 v. Chr.) in Gallien bleiben und die Eroberung des ganzen freien Keltenlandes bis zum Rhein abschließen. Viele StĂ€mme riefen ihn sogar gegen andere StĂ€mme zu Hilfe, wobei sie als Resultat hĂ€ufig selbst vom ambitionierten Prokonsul erobert wurden.
      Im Jahr 56 v. Chr. besiegte sein Offizier Decimus Iunius Brutus Albinus die aufstĂ€ndischen Veneter in der Bretagne , womit Caesar den grĂ¶ĂŸten Teil Galliens unter seine Kontrolle bringen konnte. Ein Feldzug gegen die StĂ€mme der Menapier und Morini dagegen scheiterte, da sich diese stĂ€ndig in die WĂ€lder zurĂŒckzogen.
      Im Jahre 55 fielen zwei germanische StĂ€mme in Gallien ein, die Usipeter und die Tenkterer . Caesar begann Verhandlungen mit ihnen, um sie als romfreundlichen BrĂŒckenkopf auf dem rechtsrheinischen Gebiet der Ubier anzusiedeln. WĂ€hrend eines Waffenstillstands kam es zu einem militĂ€rischen Zwischenfall zwischen den Germanen und Caesars gallischen Hilfstruppen. Caesar nahm dies als Vorwand, die germanischen HĂ€uptlinge, die mit der Bitte um Entschuldigung in sein Lager gekommen waren, festzunehmen und die fĂŒhrerlosen Germanen ausnahmslos niedermetzeln zu lassen. Nach seinen Angaben kamen dabei 430.000 Menschen ums Leben, wobei die Römer keinen einzigen Toten zu beklagen gehabt hĂ€tten. Der Althistoriker Luciano Canfora bezeichnet dieses Massaker als „unmenschliches Verbrechen", in der modernen Genozid-Forschung wird es als frĂŒhes Beispiel fĂŒr einen Völkermord gewertet. Auch in Rom war man entsetzt: Cato beantragte im Senat, Caesar an die Germanen auszuliefern und konnte die Einsetzung einer Untersuchungskommission durchsetzen.
      Nach dem Ende der Usipeter und Tencterer sah sich Caesar genötigt, den Rhein nach Germanien zu ĂŒberschreiten, um eine Strafexpedition gegen die Germanen zu fĂŒhren. Im selben Jahr brach er auch nach Britannien auf, wo er aber nicht lange blieb, da seine Flotte durch einen Sturm zerstört wurde und der Winter begann. Im darauffolgenden Jahr fĂŒhrte Caesar einen weiteren Feldzug nach Britannien , in dem er bis an die Themse vordringen konnte, sich dann aber wieder zurĂŒckzog. Im Jahr 53 v. Chr. fĂŒhrte er eine weitere RheinĂŒberquerung nach Germanien durch. Diese Unternehmen sorgten in Rom, vor allem im Senat, fĂŒr Aufsehen: Als erster römischer Feldherr fĂŒhrte Caesar MilitĂ€rexpeditionen in diese den Römern weitgehend unbekannten Regionen durch, verzichtete jedoch auf eine dauerhafte Eroberung Germaniens und Britanniens.
      Nach ersten Unruhen bei den linksrheinischen Eburonen unter ihrem König Ambiorix im SpĂ€therbst 54 v. Chr. und der schweren Niederlage in der Schlacht von Atuatuca durch Caesars Legaten Quintus Titurius Sabinus wurde es Anfang des Jahres 53 v. Chr. in Gallien unruhig. StĂ€mme wie die Treverer und Nervier erhoben sich gegen Caesar, wobei sie anfangs einige Erfolge verbuchen konnten, schließlich aber endgĂŒltig niedergeworfen wurden. Im Jahr 52 v. Chr. erhob sich Vercingetorix , der FĂŒrst der Arverner , gegen die römische Fremdherrschaft. In ihm erwuchs Caesar ein gefĂ€hrlicher und ihm militĂ€risch ebenbĂŒrtiger Gegner. Seine Taktik der verbrannten Erde brachte Caesar in ernste Schwierigkeiten. Vercingetorix schnitt die Nachschubwege Caesars ab und konnte ihn erstmals bei Gergovia schlagen. Jeder siebte Centurio fiel. Nach seinem Sieg gab Vercingetorix seine erfolgreiche Defensivtaktik auf und griff die Truppen Caesars an, doch musste seine schlecht organisierte Reiterei eine Niederlage gegen jene Caesars hinnehmen, worauf er sich nach Alesia zurĂŒckzog. Caesar begann sofort, die Stadt mit einem etwa 35 km langen Wall zu belagern, doch war ein gallisches Entsatzheer auf dem Weg, um Vercingetorix zu befreien. In der darauffolgenden Schlacht, in der Caesar den Ausbruchsversuch des Vercingetorix abzuwehren und gleichzeitige Entlastungsangriffe zurĂŒckzuschlagen hatte, blieb Caesar gegen die weit ĂŒberlegenen gallischen Heerscharen siegreich. Der gallische Widerstand war endgĂŒltig gebrochen, und Caesar konnte mit diesem Sieg ĂŒber die gallische Koalition die Herrschaft Roms ĂŒber Gallien fĂŒr Jahrhunderte sichern. Vercingetorix, der sich nach der verlorenen Schlacht Caesar vor den Mauern von Alesia ergeben hatte, wurde die erbetene Gnade nicht gewĂ€hrt: Er wurde sechs Jahre spĂ€ter, nach Caesars Triumphzug 46 v. Chr., in Rom hingerichtet.
      Noch im folgenden Jahr musste Caesar einige AufstĂ€nde in Gallien niederwerfen, wobei er mit großer BrutalitĂ€t, vor allem bei der Eroberung der Stadt Uxellodunum, vorging. Dort wurden allen Gefangenen die HĂ€nde abgeschnitten und damit eines der scheußlichsten Exempel des gesamten Krieges statuiert. Die gewaltige Kriegsbeute und die Tribute der Unterworfenen nutzte er zur Finanzierung seiner Armee und fĂŒr den politischen Machtkampf in Rom.
      Plutarch gibt an, dass im Gallischen Krieg Caesars eine Million Gallier ihr Leben verloren und eine weitere Million Menschen versklavt wurden. Caesar berichtete in den Commentarii de bello Gallico selbst ĂŒber seine Zeit in Gallien. Die Schrift schildert viele interessante Details aus dem besetzten Land, diente aber vor allem der Rechtfertigung seiner FeldzĂŒge. Zudem stellte Caesar erstmalig Gallier und Germanen als zwei verschiedene Völkerschaften heraus und charakterisierte sie einzeln, wobei er als Grenze zwischen beiden Völkerschaften im Wesentlichen den Rhein ansah. Zuvor galten die Germanen noch als ein keltischer Teilstamm. Auch fĂŒhrt er etwa die StĂ€mme der Helvetier oder der Bataver ein, die teilweise noch heute den Gebieten, in denen sie lebten, den Namen geben.

      Im Jahr 53 v. Chr. war Crassus auf einem Feldzug gegen die Parther ums Leben gekommen; mit ihm war auch der Großteil seines Heeres von ĂŒber 40.000 Mann untergegangen. Gleichzeitig hatte sich Pompeius dem Senat angenĂ€hert, da ihm sein einstiger Juniorpartner Caesar zu mĂ€chtig geworden war. Das erste Triumvirat existierte nicht mehr. Der Senat wollte von Anfang an ein zweites Konsulat Caesars verhindern, um das tumultartige Jahr 59 v. Chr. nicht wiederholen zu lassen. Auch forderte der Senat anfangs von Caesar, dass dieser seine insgesamt zehn Legionen auflösen solle. Caesar weigerte sich, dies zu tun, ohne dass gleichzeitig auch Pompeius seine Heeresclientel auflöste. Der Senat lehnte dies strikt ab. Am Ende der Verhandlungen und seines Prokonsulats hatte Caesar keine politische Basis in Rom mehr und musste fĂŒrchten, vom Senat, der auf die militĂ€rische Macht und FĂ€higkeit des Pompeius setzte, zur Rechenschaft gezogen zu werden.
      Wie Caesar selbst angab, schritt er, allein um seine dignitas, seine WĂŒrde, zu wahren, zum Staatsstreich. Trotz des Verbots, gegen den Willen des Senats MilitĂ€r nach Italien zu bringen, ĂŒberquerte er am 10. Januar 49 v. Chr. mit der etwa 5.000 Mann starken dreizehnten Legion ( Legio XIII Gemina ) den Grenzfluss Rubikon . Bei dieser Gelegenheit soll Caesar den berĂŒhmten Ausspruch alea iacta est („der WĂŒrfel ist geworfen") von sich gegeben haben. Pompeius, der erst vor kurzem vom Senat zum BeschĂŒtzer der Republik ausgerufen worden war, rĂŒhmte sich anfangs noch, dass er nur mit den FĂŒĂŸen auf den Boden zu stampfen brauche und schon wĂŒrden sich Truppen aus dem Boden erheben. Doch dies entsprach keineswegs der RealitĂ€t. Sehr schnell musste Pompeius einsehen, dass nicht genĂŒgend Truppen in Italien zur VerfĂŒgung standen. So entschloss er sich, Rom zu rĂ€umen und nach Griechenland auszuweichen, um dort den Krieg gegen Caesar zu organisieren. Dieses Vorhaben stieß bei einigen Senatoren, allen voran bei Cato, auf heftigen Widerstand. Doch auch Cato musste bald einsehen, dass die Lage aussichtslos war. Caesar dagegen brachte in EilmĂ€rschen, ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen, die wichtigsten StĂ€dte Norditaliens unter seine Kontrolle und erreichte Rom; Pompeius aber hatte Rom schon mit den meisten caesarfeindlichen Senatoren gerĂ€umt und war nach Brindisi geflohen. Als ihn Caesar verfolgte, entwich er nach Griechenland.
      Caesar beschloss, weil er keine Flotte besaß, um Pompeius zu folgen, zuerst die pompeianischen Legionen in Spanien zu besiegen, um sich danach dem Kampf gegen Pompeius widmen zu können. Über SĂŒdgallien, wo er die Stadt Massilia belagerte, fiel er in Spanien ein und schlug die sieben Legionen des Pompeius unter dessen Legaten Lucius Afranius , Marcus Petreius und Marcus Terentius Varro in kĂŒrzester Zeit.
      Als Caesar aus Spanien zurĂŒckkam, erreichten ihn schlechte wie gute Nachrichten. Der grĂ¶ĂŸte Teil seiner Offiziere hatte in ihnen zugewiesenen Aufgaben versagt. Nur Decimus Brutus konnte in der Adria einige Erfolge gegen die Flotte des Pompeius erringen.
      Im Jahre 48 v. Chr. wurde Caesar erneut zum Konsul gewĂ€hlt. Er ĂŒberquerte mit etwa 15.000 Mann die Adria und zog gegen Pompeius, musste aber eine Niederlage bei Dyrrhachium hinnehmen, woraufhin er sich nach Thessalien zurĂŒckzog. Auf dem Weg dorthin plĂŒnderte er einige StĂ€dte und verband sich mit dem Rest seines Heers, das mit Marcus Antonius ĂŒber die Adria gekommen war. Pompeius wurde anschließend, trotz seiner doppelt so starken Armee, am 9. August desselben Jahres in der Schlacht bei Pharsalos entscheidend geschlagen, nachdem er wohl von den ihn begleitenden Senatoren zum Kampf gedrĂ€ngt worden war. Pompeius selbst entkam nur mit knapper Not. Nach diesem entscheidenden Sieg kontrollierte Caesar den grĂ¶ĂŸten Teil des östlichen Mittelmeers und war de facto Alleinherrscher im Römischen Reich. Viele der caesarfeindlichen Senatoren flohen in andere Teile der römischen Welt, um dort den weiteren Aufstand gegen Caesar zu organisieren, andere wurden von Caesar begnadigt. Pompeius aber floh nach seiner Niederlage nach , wo er auf Befehl des Königs Ptolemaios XIII. ermordet wurde.

      Caesar folgte Pompeius nach Alexandria , wo man ihm den Kopf seines Rivalen und ehemaligen VerbĂŒndeten ĂŒberreichte. Caesar ließ jedoch, wieder als Zeichen seiner clementia , der Milde gegenĂŒber dem Gegner, die sterblichen Überreste in allen Ehren ĂŒberfĂŒhren, was aber nicht zuletzt auch politischen ZweckmĂ€ĂŸigkeiten geschuldet war. In Alexandria wurde er in die dortigen politischen Streitigkeiten hineingezogen. So machte er die Bekanntschaft der jungen Königin Kleopatra , Ptolemaios' Schwester und Mitregentin. Dies war der Beginn einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung, die in der Folgezeit noch fĂŒr viel Unruhe sorgte, aber wohl auch nicht ĂŒberschĂ€tzt werden sollte. Mit Kleopatra hatte Caesar ein Kind mit dem Namen Ptolemaios Kaisarion . Caesar ergriff Partei fĂŒr Kleopatra, die von ihrem Bruder aus Ägypten vertrieben wurde, und musste den sogenannten „ Alexandrinischen Krieg " (bellum Alexandrinum) gegen Ptolemaios bzw. dessen General Achillas austragen. Caesar wurde in Alexandria eingeschlossen und in die Defensive gedrĂ€ngt. WĂ€hrend der Belagerung soll auch die berĂŒhmte Bibliothek von Alexandria abgebrannt sein. Nachdem Caesar von außen Hilfe bekommen hatte und sich hatte befreien können, wurden die Truppen des Achillas in die Flucht geschlagen. Ptolemaios ertrank wĂ€hrend seiner Flucht im Nil . Kleopatras Machtposition wurde danach bestĂ€tigt.
      Anschließend wandte sich Caesar gegen Pharnakes II. von Pontus, der die römischen Provinzen in Kleinasien plĂŒnderte. Nach einem nur fĂŒnftĂ€gigen Feldzug wurde Pharnakes geschlagen und aus Kleinasien vertrieben. Caesars berĂŒhmter Ausspruch: „Ich kam, ich sah, ich siegte" („ veni vidi vici ") war auf den kurzen Feldzug gegen Pharnakes gemĂŒnzt.
      Nach dem Sieg ĂŒber Pharnakes II. zog Caesar in zwei FeldzĂŒgen gegen die restlichen Pompeianer: Im Afrikanischen Krieg schlug Caesar am 6. April 46 v. Chr. in der Schlacht bei Thapsus in der Provinz Africa die republikanischen Senatstruppen unter Metellus Scipio und Cato dem JĂŒngeren . Cato beging nach der militĂ€rischen Katastrophe in seiner Festung Utica Selbstmord, und Caesar löste das Königreich Numidien auf, das die Pompeianer unterstĂŒtzt hatte. Nach einem kurzen Aufenthalt in Rom zog er nach Hispanien und schlug dort 45 v. Chr. in der Schlacht bei Munda die Söhne des Pompeius, von denen nur der jĂŒngere Sextus Pompeius entkam, der in den Augen Caesars jedoch keine Bedrohung mehr darstellte. Somit waren die letzten Pompeianer bzw. Republikaner ausgeschaltet und die Republik faktisch am Ende.

      Bereits vor dem endgĂŒltigen Erlangen der Alleinherrschaft in Rom entfaltete Caesar eine umfangreiche GesetzestĂ€tigkeit ( Leges Iuliae ), um das römische Staatswesen grundlegend zu reformieren. Er plante eine Kodifizierung und Überarbeitung der Gesetze, die Anlage einer umfangreichen Bibliothek, den Bau eines neuen SenatsgebĂ€udes und große Bauvorhaben auf dem Campus Martius sowie die Trockenlegung der Pontinischen SĂŒmpfe . Zudem fĂŒhrte er mit dem nach ihm benannten julianischen Kalender einen verbesserten Kalender ein und hatte durch seine Kolonien die StĂ€dte Karthago und Korinth wiederbelebt, die ein Jahrhundert zuvor von den Römern zerstört worden waren.
      Schon nach seiner RĂŒckkehr aus Ägypten im Jahre 46 v. Chr. hatte Caesar sich zum Diktator auf zehn Jahre ernennen lassen. Nach seinem letzten militĂ€rischen Erfolg in Spanien wurde er vom Senat zum dictator perpetuus (Diktator auf Lebenszeit) ernannt. Insbesondere dieser letzte, nicht verfassungskonforme Titel erweckte den Verdacht, dass Caesar nach der KönigswĂŒrde greifen wolle, desgleichen die Art, wie er sich ĂŒber die „res publica" Ă€ußerte und mit ihren Institutionen umsprang: Der Staat sei nichts als ein blutloser Schatten, Sulla sei ein politischer Analphabet gewesen, dass er die Diktatur niedergelegt habe. Die Leute mĂŒssten allmĂ€hlich erst nachdenken, wenn sie mit ihm redeten, und seine Worte als Gesetz betrachten.
      Die Frage, ob Caesar wirklich den Titel eines Königs anstrebte oder sich mit der Diktatur begnĂŒgen wollte, beschĂ€ftigt die Historiker bis heute (auch im Zusammenhang mit seiner Alexander-Imitatio ). Ebenso ist es strittig, ob dem „Staat Caesars", der auf Personen, jedoch nicht auf Institutionen beruhte, ĂŒberhaupt eine Konzeption zugrunde lag; vieles deutet eher darauf hin, dass dies nicht der Fall war. Christian Meier hat in seiner einflussreichen Caesar-Biografie daher auch pointiert behauptet, dass Caesar nur Macht innerhalb der VerhĂ€ltnisse der res publica hatte, nicht aber ĂŒber die VerhĂ€ltnisse hinaus. Sicher ist, dass Caesars Stellung königsgleich war, er aber keinen Weg fand, mit Zustimmung der Römer die Monarchie einzufĂŒhren. Wie um den toten Punkt zu ĂŒberwinden (und wohl auch, um sich zusĂ€tzlich Legitimation zu verschaffen), mutet seine Entscheidung zu einem großen Feldzug nach Osten an, auf dem die Parther unterworfen werden sollten.Inzwischen hatte sich im Senat unter den AnfĂŒhrern Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus eine Verschwörergruppe gegen Caesar gebildet.

      Caesar wurde an den Iden des MÀrz (15. MÀrz) 44 v. Chr. von einer Gruppe Senatoren um Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus wÀhrend einer Senatssitzung im Theater des Pompeius mit 23 Dolchstichen ermordet. Zur Verschwörung gehörten insgesamt etwa 50 bis 60 Personen.
      Dabei ging es Caesar am Morgen des Tages schlecht, und er wollte nicht an der Senatssitzung teilnehmen. Zudem hatte seine Frau Calpurnia Vorahnungen einer Katastrophe. Decimus Brutus wurde deshalb entsandt, um Caesar zu ĂŒberreden, doch noch an der Senatssitzung teilzunehmen, und konnte den Diktator umstimmen. Vor dem SenatsgebĂ€ude traf Caesar auf seinen Freund und Mitkonsul Marcus Antonius , der von Gaius Trebonius abgelenkt wurde. Vor Beginn der Sitzung ĂŒberreichte der griechische Lehrer Artemidorus Caesar eine Schriftrolle, um ihn vor der Gefahr zu warnen. Doch Caesar ĂŒberreichte sie einem Mitglied des Stabs, um sie spĂ€ter zu lesen. Auch Spurinna der Augur hatte Caesar vor den Iden des MĂ€rz gewarnt, doch Caesar hatte eine abschĂ€tzige Bemerkung gemacht. Als er den Seher vor dem SenatsgebĂ€ude erblickte, soll Caesar gesagt haben, dass die Iden des MĂ€rz da seien. Daraufhin habe ihm Spurinna mit „aber noch nicht vorbei" geantwortet. Bei seiner Ermordung soll Caesar auf Griechisch seine berĂŒhmten letzten Worte an Marcus Brutus, dem er trotz aller politischen Unterschiede eine Art vĂ€terlicher Freund gewesen war, gerichtet haben: (kaĂŹ sy tĂ©knon, „Auch Du, mein Sohn", lat.: Et tu, Brute?). Vermutlich waren aber seine Verletzungen durch die zahlreichen Dolchstiche so schwer, dass er nicht mehr fĂ€hig war zu sprechen. Cicero , politisch ein Gegner Caesars, aber an der Verschwörung nicht beteiligt, war Zeuge der Tat und schrieb spĂ€ter in einem Brief an seinen Freund Atticus , dies sei das gerechte Ende eines Tyrannen gewesen. Den Mord an Caesar bezeichnet man deshalb auch als Tyrannenmord .

      Caesars Bestattung verlief am 20. MĂ€rz 44 v. Chr. unter tumultartigen UmstĂ€nden. Marcus Antonius, der Konsul des Jahres 44 v. Chr., hatte durch verschiedene Maßnahmen die stadtrömische Plebs auf seine Seite gebracht: So berichtet Sueton, dass vor der RednertribĂŒne auf dem Forum Romanum ein verkleinertes Modell des von Caesar errichteten Tempels der Venus Genetrix aufgestellt wurde, von der Caesar angeblich abstammte; darin wurde die blutgetrĂ€nkte Kleidung des Diktators gezeigt; die Errichtung des Scheiterhaufens auf dem Marsfeld habe mehrere Tage in Anspruch genommen, da allzu viele Menschen noch Totengaben darauf legen wollten; es wurden aufwendige Leichenspiele veranstaltet, die auch emotional aufrĂŒttelnde Inszenierungen von Tragödien umfassten; Antonius ließ Caesars Testament, wonach jeder BĂŒrger 300 Sesterzen erhalten sollte, und zusĂ€tzlich einen Senatsbeschluss verlesen, der Caesar, wie Sueton schreibt, „alle göttlichen und menschlichen Ehren" zuerkannte; die folgende Totenrede des Konsuls tat ein ĂŒbriges, die AtmosphĂ€re aufzuheizen - Plutarch zufolge wurde die blutige Toga des Diktators erst hierbei dem Volk gezeigt. Zweihundert Jahre nach den Ereignissen wurde daraus schließlich die von Appian kolportierte Version, man habe dem Volk ein realistisches Wachsbild des Ermordeten auf einem schwenkbaren GerĂŒst prĂ€sentiert.
      Die Bevölkerung riss nun die aufgebahrte Leiche an sich, errichtete spontan einen neuen Scheiterhaufen aus Möbeln, Kleidern und den Waffen von Caesars Soldaten und Ă€scherte den geliebten Diktator auf dem Forum ein. Im Anschluss versuchte der Mob die HĂ€user der Caesarmörder zu stĂŒrmen, um sie zu lynchen. Der Volkstribun und neoterische Dichter Gaius Helvius Cinna wurde vom Pöbel auf offener Straße totgeschlagen, weil man ihn aufgrund seines Namens mit L. Cornelius Cinna verwechselte, der sich kurz zuvor abfĂ€llig ĂŒber den Toten geĂ€ußert hatte. Brutus, Cassius und die anderen Verschwörer, die eigentlich damit gerechnet hatten, als Befreier und Wiederhersteller der Republik gefeiert zu werden, zogen sich daher Anfang April aus Rom zurĂŒck.

      Dem Tod Caesars folgten weitere innere Wirren und BĂŒrgerkriege, die bis zum Jahr 31 v. Chr. dauern sollten. Marcus Antonius (Caesars Mitkonsul 44 v. Chr.), Caesars Großneffe und (durch Testament) Adoptivsohn Octavian sowie Marcus Aemilius Lepidus bildeten das zweite Triumvirat , dessen Proskriptionslisten viele republikanische Senatoren und WĂŒrdentrĂ€ger, wie etwa Cicero, als Feinde Caesars zum Opfer fielen; ihr Vermögen wurde eingezogen. In der Schlacht bei Philippi in Griechenland besiegten Antonius und Octavian die Verschwörer um Brutus und Cassius.
      Anschließend schaltete Octavian seine Mitstreiter als Konkurrenten aus. Seinen ehemaligen Partner Marcus Antonius, der in Ägypten mit Kleopatra eine Romanze fĂŒhrte, konnte Octavian in der Schlacht von Actium besiegen. Er wurde ab 31 v. Chr. Alleinherrscher.
      Octavian vermied jeden Anschein, eine Monarchie errichten zu wollen, sprach sogar von der „Wiederherstellung der Republik" und nannte sich bescheiden princeps, „erster BĂŒrger". Er folgte der politischen Konzeption des Pompeius (wie die Übertragung weitreichender Befugnisse durch den Senat) und bezeichnenderweise nicht der seines Adoptivvaters Caesar, behielt dabei aber alle wichtigen Schalthebel der Macht in seiner Hand. Unter dem Ehrennamen Augustus (der Erhabene) der ihm vom Senat verliehen wurde, begrĂŒndete er das Römische Kaiserreich ( Prinzipat ) und trug die Römische Republik endgĂŒltig zu Grabe. Unter seiner Regierung, die als Goldenes oder augusteisches Zeitalter bezeichnet wird, erlebte das römische Reich eine BlĂŒte.
      Bereits zu Beginn des zweiten Triumvirats wurde Caesar als Divus Iulius zum offiziellen Gott erhoben. Octavian bezeichnete sich seitdem als Divi filius („Sohn des Göttlichen") und weihte den Tempel des Divus Iulius auf dem Forum Romanum 29 v. Chr. ein.

      Caesar verfasste ĂŒber seinen Feldzug in Gallien in sieben BĂŒchern die Commentarii De bello Gallico („Kommentare ĂŒber den Gallischen Krieg"), denen die jĂ€hrlich abgefassten Dienstberichte an den Senat zugrunde lagen. Die Commentarii sind bis heute wegen ihrer einfachen und klaren Sprache (der Wortschatz beschrĂ€nkt sich auf etwa 1300 Wörter) ein Standardwerk fĂŒr die AnfangslektĂŒre im schulischen Lateinunterricht. Caesar beschreibt in dem Werk anschaulich die Schlachten und Intrigen wĂ€hrend der neun Jahre, in denen er die Heere der gallischen StĂ€mme vernichtete, die Widerstand leisteten. Von Interesse sind zudem die zahlreichen Bemerkungen zu den LebensverhĂ€ltnissen der Gallier, Germanen und Britannier. Ein achtes Buch ĂŒber die letzten beiden Kriegsjahre stammt nicht mehr von Caesar, sondern von seinem Offizier Aulus Hirtius .
      In dem Werk Commentarii De bello Gallico beschreibt Caesar das Gallien seiner Zeit. Der berĂŒhmte erste Satz lautet:
      Gallia est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Belgae, aliam Aquitani, tertiam qui ipsorum lingua Celtae, nostra Galli appellantur.
      „Gallien ist im ganzen unterteilt in drei Teile, von denen der eine von den Belgern bewohnt wird, der zweite von den Aquitanern, und der dritte von denen, die in ihrer eigenen Sprache ‚Kelten', in unserer ‚Gallier' genannt werden."
      Die Commentarii, die wohl als einheitlich verfasstes Gesamtwerk nach Ende seiner Amtszeit in Gallien herausgegeben wurden, dienten vornehmlich der Rechtfertigung von Caesars FeldzĂŒgen und damit der Verteidigung seiner Maßnahmen wĂ€hrend seiner Amtszeit gegenĂŒber seinen zahlreichen Kritikern im römischen Senat. Gaius Asinius Pollio , der selbst auf der Seite Caesars gekĂ€mpft hatte, ĂŒbte denn auch in seinen (heute verlorenen, aber von mehreren spĂ€teren Autoren benutzten) Historien teils scharfe Kritik an Caesars Darstellung.
      Außerdem verfasste Caesar noch ein Werk ĂŒber die erste Phase des BĂŒrgerkrieges, die Commentarii De Bello Civili . Einige kleinere historische Schriften, die spĂ€tere Phasen des BĂŒrgerkriegs behandeln und im Zusammenhang mit dem Bellum civile ĂŒberliefert sind, stammen nicht von Caesar; die Verfasser dieser sogenannten „kleinen bella" sind unbekannt.
      Die meisten der ĂŒbrigen Schriften Caesars sind lediglich fragmentarisch erhalten. Das von Sueton erwĂ€hnte Gedicht Iter („Die Reise") ist nicht ĂŒberliefert. Caesars Adoptivsohn und Nachfolger Octavian soll darĂŒber hinaus einen Großteil seiner Gedichte aus politischen GrĂŒnden verboten und ihre Vernichtung angeordnet haben, darunter auch Liebesgedichte aus Caesars Jugend.

      Das einzige inschriftlich gesicherte PortrĂ€t Caesars, das zu Lebzeiten entstand, ist auf MĂŒnzen ĂŒberliefert, die in seinem letzten Lebensjahr geprĂ€gt wurden. Sie zeigen eine hagere Person mit hoher Stirn und langem, faltigem Hals. Auf der Grundlage der MĂŒnzabbildungen wurde ein in Tusculum gefundener, jetzt in Turin befindlicher Kopf aus Kalkstein als zeitgenössisches PortrĂ€t Caesars identifiziert. Postume Darstellungen finden sich wiederum auf MĂŒnzen des Jahres 42 v. Chr., denen ein Kopf im Vatikan entspricht. Das PortrĂ€t ist deutlich idealisierter als die zu Lebzeiten entstandenen. Die Idealisierung der Darstellung des divus Iulius setzte sich in augusteischer Zeit fort. EigenstĂ€ndig ist ein wohl in Ägypten entstandener PortrĂ€tkopf aus GrĂŒnschiefer (Diabas) in der Antikensammlung Berlin .
      Im Oktober 2007 wurde auf dem Grund des RhĂŽne in der NĂ€he des 46 v. Chr. von Caesar gegrĂŒndeten Arles eine BĂŒste gefunden, die laut Meinung französischer ArchĂ€ologen, die den Fund im Mai 2008 bekanntgaben, ein noch zu seinen Lebzeiten entstandenes PortrĂ€t Caesars sein soll. Die französische Kulturministerin Christine Albanel erklĂ€rte die BĂŒste zur „Àltesten Darstellung Caesars, die heute bekannt ist". Die Identifizierung wird von anderen Fachleuten bestritten. Sueton beschrieb Caesar als hochgewachsen, seine Hautfarbe war weiß, er hatte krĂ€ftige Glieder, ein etwas zu volles Gesicht und schwarze, lebhafte Augen. Er bekam frĂŒh eine Glatze, Körperhaare ließ er ausrupfen. Außerdem litt Caesar an Epilepsie.

      Nach dem römischen Schriftsteller Plinius leitet sich der Name „Caesar" vom Partizip Perfekt des lateinischen Wortes caedere („ausschneiden"), caesus („geschnitten"), ab. Im Kontext des römischen Gesetzes lex regia oder lex caesarea, nach dem schwangeren Frauen, die wĂ€hrend der Geburt verstarben, das Kind aus dem Leib geschnitten werden sollte, wird der Name als „der aus dem Mutterleib Geschnittene" interpretiert. Dies hat allerdings nichts mit einem heutigen Kaiserschnitt zu tun, denn dieser Eingriff hatte weniger das Ziel, das Kind zu retten, als vielmehr es getrennt von der Mutter begraben zu können. Es wĂ€re dann anzunehmen, dass ein frĂŒher Vorfahre Gaius Iulius Caesars mit einem solchen Eingriff in Verbindung stand und sich daraus der Name ableitet.
      Eine andere These geht davon aus, dass der Name Caesar mit dem verlorengegangenen karthagischen Wort fĂŒr Elefanten in Zusammenhang steht. Einer von Caesars Vorfahren hat sich demnach in den punischen Kriegen diesen Beinamen verdient. DafĂŒr spricht, dass Caesars Wappentier der Elefant ist, der auch auf den RĂŒckseiten der mit seinem Gesicht geprĂ€gten MĂŒnzen abgebildet ist.
      Das Suffix -ar ist im lateinischen Namenskontext ansonsten völlig unbekannt. Es ist zudem möglich, dass das gesamte Cognomen „Caesar" ĂŒberhaupt nicht lateinischen Ursprunges ist.
      Das „C" wurde im Lateinischen zu Caesars Zeit wie „K" im Deutschen [] ausgesprochen, das „ae" als [ ai? ], nicht als „À" [ ?? ]. Daraus ergibt sich die folgende lateinische Aussprache des Wortes Caesar: / 'ka??sar / „Kaisar". Im deutschen Sprachgebrauch hat sich die eingedeutschte Aussprache / 'ts??zar / „ZĂ€sar" eingebĂŒrgert.
      Zur Schreibung des Vornamens als Caius siehe den Artikel Gaius .

      Der Titel Caesar war seit Augustus Teil des Namens und der Titulatur der römischen Herrscher. Seit der Zeit Kaiser Hadrians war Caesar der Titel des Zweiten in der Hierarchie , des designierten Nachfolgers des „ Augustus " titulierten Kaisers.
      Leicht variiert wurde er in vielen Sprachen ein Titel des Herrschers. Das deutsche Kaiser und das slawische Zar sind von „Caesar" abgeleitet.

      Die Caesarchiffre ist ein einfaches Text-VerschlĂŒsselungsverfahren, welches von Caesar benutzt worden sein soll. Dabei werden Buchstaben aus dem Klartext durch einen Buchstaben ersetzt, der eine bestimmte Anzahl, zum Beispiel 3, Stellen spĂ€ter im Alphabet steht.

      Im Jahre 46 v. Chr. fĂŒhrte Caesar, wahrscheinlich nach Inspiration durch Acoreus und Sosigenes aus Alexandria , anstelle des alten römischen Mondkalenders den aus Ägypten stammenden Sonnenkalender ein. Nach Caesars Tod wurde sein Geburtsmonat, der mensis Quintilis, ursprĂŒnglich fĂŒnfter Monat des römischen Jahres, in mensis Iulius, dt. „ Juli ", umbenannt. Der nach ihm benannte Julianische Kalender galt in den katholischen LĂ€ndern bis ins 16. Jahrhundert, als er durch den genaueren Gregorianischen Kalender abgelöst wurde. Die meisten protestantischen Staaten behielten den Julianischen Kalender bis ins 18. Jahrhundert bei, Russland sogar bis 1918
    • (Medical):More than sixty men were brave enough to risk being caught by Caesar's German bodyguard and joined the conspiracy led by Caius Cassius and Marcus Brutus.

  • Sources 
    1. [S5919] Die Dynastien der Welt, Ein chronologisches und genealogisches Handbuch, (2002 Patmos Verlag GmbH & Co KG, ISBN 3-491-96051-7), 55 (Reliability: 3).


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