Mieszko I Polski

Mieszko I Polski

Male 922 - 992  (70 years)    Has 5 ancestors and more than 100 descendants in this family tree.

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  • Name Mieszko I Polski 
    Relationshipwith Adam
    Born 922 
    Gender Male 
    Died 25 May 992 
    Siblings 3 siblings 
    Person ID I14817  Geneagraphie | Voorouders HW, Ahnen BvS
    Last Modified 19 Mar 2010 

    Father Ziemomysl Polski,   b. 892, Poznan, Polen Find all individuals with events at this location,   d. 964  (Age 72 years) 
    Mother Gorka,   d. Yes, date unknown 
    Family ID F7651  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 1 Oda von Haldensleben,   d. 1023 
    Married 979-980 
    Children 
     1. Adelajda Polski,   d. Yes, date unknown
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F5232  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 2 Dubravka von B√∂hmen,   b. 931,   d. 977  (Age 46 years) 
    Children 
     1. Swietoslava Polski,   b. 967,   d. 2 Feb 1014  (Age 47 years)
    +2. Boleslaw I Polski,   b. 996,   d. 17 Jun 1025  (Age 29 years)
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F5233  Group Sheet  |  Family Chart

  • Notes 
    • Mieszko I. (etwa 935-992) war der erste historisch klar nachweisbare Piastenherzog der Polanen und damit Vorlfer der F√ľrsten und K√∂nige Polens. Er gilt als Sohn des legend√§ren Siemomy¬Ņ‚Äļl. Mieszko I. wird erstmals im Zusammenhang mit dem Lehnseid erw√§hnt, den er 963 gegen√ľber Kaiser Otto I. und Gero, Markgraf der Ostmark, ablegte. Letzterer hatte Mieszko zuvor mehrfach in Feldz√ľgen geschlagen. Der Lehnseid stand am Ende der Expansion des ostfr√§nkisch-s√§chsischen Reiches nach Osten und des Piastenreiches nach Westen. Mieszko scheint erkannt zu haben, dass er seine Herrschaft nicht weiter nach Westen ausdehnen konnte und unterwarf sich dem √ľberlegenen Nachbarn, um die bereits erworbenen Gebiete zu sichern. Im Namen der Christianisierung versuchte er dann, weiteres Land von noch heidnischen Slawenst√§mmen zu erobern, insbesondere im M√ľndungsgebiet der Oder. Etwa 964/965 heiratete er Dubrawka (Dobrava), die Tochter von Boleslav I., F√ľrst von B√∂hmen, und wurde daraufhin getauft. Vermutlich wurde zeitgleich die Insel Ostrow Lednicki zum Sitz Jordans, des ersten Bischofs auf polnischem Gebiet. 967 machte sich Mieszko an die Eroberung der reichen Handelsstadt Wollin. Diese rief Wichmann, den Neffen des Sachsenherzogs Hermann Billung, zu Hilfe. Mit b√∂hmischer Unterst√ľtzung gewann Mieszko eine Schlacht, in deren Verlauf Wichmann get√∂tet wurde. Zwar gelang es ihm nicht, Wollin zu erobern, doch konnte der Polenf√ľrst den milit¬§rischen Erfolg in Landgewinne umsetzen, durch die er einen Zugang zum Handelsverkehr auf der Ostsee erlangte. Am 24. Juni 972 schlug er die Truppen des Markgrafen Odo in der Schlacht bei Zehden (Cedynia) an der unteren Oder. Zu Ostern 973 nahm Mieszko mit anderen slawischen F√ľrsten am Reichstag in Quedlinburg teil. 978 heiratete er Oda von Haldensleben, die Tochter von Dietrich (Theoderic) von Haldensleben, Markgraf der Nordmark, nachdem er sie, vermutlich mit Zustimmung des Vaters, aus dem Kloster Kalbe (an der Milde) entf√ľhrt hatte. Diese Hochzeit bedeutete eine Neuausrichtung der Politik Mieszkos: Nicht mehr das B√ľndnis mit B√∂hmen, sondern eine Ann√§herung an Brandenburg bestimmte die letzten Jahre seiner Herrschaft. Die Jahrhunderte anhaltende Konkurrenz zwischen B√∂hmen und Polen nahm in dieser Epoche ihren Anfang. In den Folgejahren k√§mpfte Mieszko gegen Wieleten und Wolliner s√ľdlich der Ostsee und im sp√§ter so genannten Pommern. 984 erkannte Miesko zusammen mit Boleslav I. von B√∂hmen und dem Abodritenf√ľrst Mistivoj von Mecklenburg in Quedlinburg Heinrich den Z√§nker als Nachfolger des Verstorbenen Otto II. an. Dennoch spitzte sich der Konflikt zwischen B√∂hmen und Polen weiter zu: Mieszko war es gelungen, seinen Sohn Boles√Ö‚Äöaw I. Chrobry mit einer Tochter von Rikdag, Markgraf von Mei√üen, zu verheiraten. Boleslav von B√∂hmen sah Mei√üen jedoch als sein Einflussgebiet an und erlangte bei Heinrich dem Z√§nker die Erlaubnis, die Burg Mei√üen zu besetzen. Damit waren die Pl√§ne der Pisten durchkreuzt. Boleslaw l√∂ste die Ehe mit der Mei√ünerin und heiratete eine ungarische Prinzessin, um B√∂hmen durch dieses B√ľndnis einzukreisen. Allerdings wurden die Ungarn milit√§risch kaum gegen B√∂hmen aktiv, so dass Boleslaw 987 die Ehe wieder aufl√∂ste und Emnildis, die Tochter des einflussreichen elbm√§rkischen Adligen Dobromir, heiratete. Auch im Reich √§nderte sich nun die Lage, da der Thronfolger Otto III. sich gegen Heinrich durchsetzen konnte. Mieszko erkannte dies fr√ľher als Boleslav von B√∂hmen. Der Polenf√ľrst schlug sich rechtzeitig auf die Seite des jungen K√∂nigs und unterst√ľtzte ihn unter anderem bei den 985 beginnenden Feldz√ľgen gegen die Lutizen. In den ab 990 einsetzenden offenen Grenzstreitigkeiten zwischen Polen und B√∂hmen unterst√ľtzte Otto deshalb eher die polnische Seite. Kurz vor seinem Tode lie√ü Mieszko das Dagome Iudex verfassen. Heute existiert kein Originaldokument, nur ein 90 Jahre j√ľngeres Regest mit einer Zusammenfassung. In diesem Text √ľbereignen Mieszko und sine Gemahlin ihr Reich dem Heiligen Stuhl. Dar√ľber hinaus umfasst es eine Aufz√§hlung der Territorien. √úber den Sinn der √úbereignung an den Heiligen Petrus wird bis heute spekuliert. Solche Schenkungen, bei denen der Geber das Land als Lehen aus kirchlicher Hand zur√ľckerhielt, waren nicht un√ľblich, wenn auch in kleinerem Umfang. Eine Erkl√§rung ist die beabsichtigte Absicherung des F√ľrstentums gegen Eroberungen durch andere Reiche. M√∂glich ist aber auch, dass Mieszko mit der Schenkung Boleslaw, seinen Sohn aus erster Ehe, aus der Erbfolge ausschlie√üen wollte. Warum dieser dennoch zu seinem Nachfolger wurde, ist unklar. Neben Boleslaw I. Chrobry, hatte Mieszko aus erster Ehe die Tochter Swiatoslawa oder Sigrid, sp√§ter Frau des K√∂nigs Erich VIII. von Schweden und danach als Gunhild die Frau Sven Gabelbarts von D√§nemark. Sie wurde die Mutter von Kanute oder Knut von D√§nemark und England. Von der Ehe mit Oda von Haldensleben stammen die S√∂hne Mieszko, Lambert und Swiatopolk. Es gab Spekulationen dar√ľber, ob Mieszko I. auch als Misiko, Misoka, Mistiwoj und Miszislaw beschrieben Skandinavier, m√∂glicherweise Norweger war. Diese Theorie gilt heutzutage aber als widerlegt. Die Theorie entstand wohl im 19. Jahrhundert, um eine Parallele zur Gr√ľndung der Kiewer Rus und damit Russlands durch die Wikinger zu konstruieren. In deutschnationalen Kreisen galt es als ausgemacht, dass es einem slawischen Volk nicht m√∂glich sei, ohne fremden (germanischen) Einfluss einen Staat zu gr√ľnden.


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