Gnaeus Pompeius Magnus

Gnaeus Pompeius Magnus

Male 29 Sep 106 V.C. - 28 Sep 0048 V.C.    Has 4 ancestors and more than 250 descendants in this family tree.

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  • Name Gnaeus Pompeius Magnus  
    Relationshipwith Adam
    Born 29 Sep 106 V.C. 
    Gender Male 
    Died 28 Sep 0048 V.C.  Pelusium Find all individuals with events at this location 
    Person ID I144369  Geneagraphie | Voorouders HW
    Last Modified 19 Mar 2010 

    Father Gnaeus Pompius Strabo,   b. 132,   d. 0087 
    Mother Lucilia,   b. Abt 130,   d. Yes, date unknown 
    Family ID F268490  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 1 Antistia,   d. Yes, date unknown 
    Divorced Yes, date unknown 
    Last Modified 22 Oct 2009 
    Family ID F293074  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 2 Aemilia Scaura,   b. Abt 100 V.C.,   d. 0082 V.C. 
    Last Modified 22 Oct 2009 
    Family ID F293077  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 3 Mucius Tertia,   b. Abt 100,   d. Aft 0030 
    Children 
     1. Pompeia,   b. Abt 0080 B.C.,   d. Yes, date unknown
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F268489  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 4 Iulia,   b. Cir 0076 B.C.,   d. Aug 0054 V.C. 
    Married Apr 0059 V.C. 
    Last Modified 1 Nov 2009 
    Family ID F56687  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 5 Cornelia Metella,   d. After 0052 B.C. 
    Last Modified 22 Oct 2009 
    Family ID F293090  Group Sheet  |  Family Chart

  • Photos
    Gnaeus Pompeius Magnus
    Gnaeus Pompeius Magnus

  • Notes 
    • Er galt bis zu seiner Niederlage gegen Caesar als der brillanteste Heerf├╝hrer seiner Zeit (der Beiname Magnus, deutsch ÔÇ×der Gro├če", spielt auf Alexander den Gro├čen an), scheiterte aber immer wieder an den innenpolitischen Mechanismen Roms, in die er sich nie v├Âllig einf├╝gen wollte und konnte. Bedeutsam ├╝ber seine Zeit hinaus waren manche seiner organisatorischen Ma├čnahmen, die das sp├Ątere Kaiserreich vorwegnahmen.
      Die Pompeii waren ein plebejisches Geschlecht, das aus Picenum , nord├Âstlich von Rom, stammte und erst relativ sp├Ąt in der r├Âmischen Politik in Erscheinung trat. Erster weithin bekannter Repr├Ąsentant war Quintus Pompeius , der 141 v. Chr. zum Konsul gew├Ąhlt wurde. Sextus Pompeius, der Gro├čvater von Gnaeus Pompeius Magnus, war 118 v. Chr. Statthalter von Makedonien, wo er den Tod fand. Mehr ist von Pompeius' Vater zu berichten: Gnaeus Pompeius Strabo war ebenfalls als Statthalter in Makedonien t├Ątig, vor allem ist aber sein Engagement im Bundesgenossenkrieg zu nennen. Strabo, der w├Ąhrend des Krieges im Jahr 89 v. Chr. Konsul wurde, versuchte in diesem Konflikt wohl seine eigene Position auszubauen und zu verst├Ąrken. Seine Taktiken waren zum einen zweifelhaft (er lie├č nach Einnahme der Stadt Asculum deren Bev├Âlkerung t├Âten), zum andern ├╝beraus undurchsichtig. Au├čerdem machte er sich unbeliebt, als er die Beute, die er aus Asculum herausgepresst hatte, seinem Privatverm├Âgen und nicht dem r├Âmischen Staatsschatz zuf├╝hrte. In Strabos Heer kam es zu Unruhen sowie einem versuchten Attentat auf ihn und seinen Sohn Gnaeus, der bereits 17j├Ąhrig an der Seite seines Vaters k├Ąmpfte. Eine Meuterei konnte nach Hunderten von ├ťberl├Ąufern einged├Ąmmt werden. Strabo starb 87 v. Chr., vermutlich an einer Seuche; der junge Gnaeus Pompeius musste mitansehen, wie der Leichnam seines Vaters von der Menschenmenge durch die Stadt geschleift wurde.

      Nach dem Tod seines Vaters und der Einnahme Roms durch die Popularen wurde er wegen Beuteunterschlagung angeklagt, erreichte durch Heirat mit Antistia, der Tochter des Richters, jedoch einen Freispruch. Im anschlie├čenden B├╝rgerkrieg trat er auf die Seite Sullas , den er mit einem selbst ausgehobenen Heer unterst├╝tzte. 82 v. Chr. verheiratete ihn Sulla mit seiner Stieftochter Aemilia . Diese Ehe mit der Tochter des ber├╝hmten patrizischen Politikers Marcus Aemilius Scaurus bedeutete f├╝r Pompeius eine famili├Ąre Verbindung mit der Nobilit├Ąt . Nach Aemilias Tod noch im selben Jahr vermittelte ihm Sulla die Ehe mit Mucia Tertia , der Witwe des j├╝ngeren Marius . Obwohl Pompeius f├╝r ein regul├Ąres milit├Ąrisches Kommando eigentlich noch viel zu jung war und die erforderlichen ├ämter nicht vorweisen konnte, f├╝hrte er, von Sulla beauftragt, zwei Feldz├╝ge gegen die verbliebenen Anh├Ąnger des Marius in Sizilien , wo er auch den dreimaligen Konsul Gnaeus Papirius Carbo t├Âten lie├č, und Nordafrika. Nach seiner R├╝ckkehr erhielt Pompeius gegen den anf├Ąnglichen Widerstand Sullas 79 v. Chr. einen Triumph zugesprochen.

      Nach Sullas Tod erlangte Pompeius 77 v. Chr. ein prokonsulares Imperium , das mit der Statthalterschaft der Provinz Hispania citerior verbunden war, und k├Ąmpfte gegen Quintus Sertorius in Spanien . Erst als dieser einer Verschw├Ârung der eigenen Gefolgsleute zum Opfer fiel, konnte Pompeius zusammen mit Quintus Caecilius Metellus Pius den hohe Verluste fordernden Krieg erfolgreich beenden. Bei der R├╝ckkehr mit seinem Heer nach Italien 71 v. Chr. rieb er versprengte Reste von Spartacus ' Sklavenheer auf. Pompeius erhielt einen weiteren Triumph und wurde im folgenden Jahr 70 v. Chr. zusammen mit Marcus Licinius Crassus , der den eigentlichen Krieg gegen Spartacus gef├╝hrt hatte, Konsul. Zwei wichtige Bestimmungen der sullanischen Restaurationspolitik sollten in der Folgezeit von den beiden Konsuln r├╝ckg├Ąngig gemacht werden: zum einen die Aufhebung der politischen Beschr├Ąnkung des Volkstribunats , zum anderen die Besetzung der Repetundengerichtsh├Âfe .

      Im Jahr 67 v. Chr. brachte der Volkstribun Aulus Gabinius , ein Gefolgsmann des Pompeius, einen Gesetzesentwurf ( lex Gabinia ) zur Einsetzung eines Feldherren gegen die Seer├Ąuber ein, die zu dieser Zeit das Mittelmeer unsicher machten. Pompeius wurde der Oberbefehl ├╝bertragen; gest├╝tzt auf ├╝bergreifende Vollmachten besiegte er sie in wenigen Monaten. Um ein neues Aufkeimen des Seer├Ąubertums zu verhindern, siedelte Pompeius sie in verschiedenen St├Ądten Kilikiens , Griechenlands und Unteritaliens an, etwa in das aus diesem Grunde in Pompeiopolis umbenannte Soloi , und verschaffte ihnen so eine neue Existenzgrundlage. Im folgenden Jahr wurde er durch die lex Manilia anstelle von Lucullus mit dem Krieg gegen den pontischen K├Ânig Mithridates beauftragt, den er in Richtung der Krim zur├╝ckdr├Ąngen konnte. Das Reich des Mithridates machte Pompeius zur Provinz Bithynia et Pontus , ebenso wie den Rest des Seleukidenreiches (als Provinz Syria 63 v. Chr.). Er griff auch bei Unruhen in Jud├Ąa ein und betrat unerh├Ârterweise das Allerheiligste des j├╝dischen Tempels in Jerusalem . Bei seiner triumphalen R├╝ckkehr nach Italien 62 v. Chr. entlie├č Pompeius sein Heer, darauf vertrauend, dass sein Einfluss beim Senat ohnehin gesichert sei.

      Der Senat verweigerte jedoch zun├Ąchst Pompeius' Veteranen die erwartete Versorgung mit Land, so dass Pompeius, um seine zunehmende Isolation zu umgehen, mit Crassus und dem f├╝r 59 v. Chr. zum Konsul gew├Ąhlten Gaius Iulius Caesar ein informelles B├╝ndnis, eine coitio, schloss (sp├Ąter als 1. Triumvirat bezeichnet, obwohl es im Gegensatz zum 2. Triumvirat keine formelle Struktur hatte). Caesar konnte als Konsul Ma├čnahmen im Interesse von Pompeius durchsetzen; die Verbindung zwischen den beiden wurde noch dadurch gest├Ąrkt, dass Pompeius Caesars Tochter Iulia heiratete. 55 v. Chr. lie├č Pompeius ein eigenes Theater erbauen, das ÔÇ× Theater des Pompeius " oder ÔÇ×Marmornes Theater" genannt wurde. Es wurde auch als Senatsgeb├Ąude benutzt, weil es au├čerhalb des pomerium lag und somit auch milit├Ąrische Befehlshaber an Sitzungen teilnehmen konnten, was in der Curia Hostilia nicht m├Âglich war.
      In den folgenden Jahren, als Caesar in Gallien Krieg f├╝hrte, wurde Pompeius' Stellung in Rom jedoch immer schw├Ącher, und der Bund der drei Politiker zerbrach endg├╝ltig nach dem Tod Iulias und dem des Crassus bei einem Feldzug gegen die Parther 53 v. Chr. Pompeius lie├č sich nach schweren inneren Unruhen 52 v. Chr. zum Konsul ohne den ├╝blichen Kollegen (consul sine collega) machen und verst├Ąrkte sein Heer, das er als Prokonsul von Spanien und f├╝r einen geplanten Rachefeldzug gegen die Parther sammelte. Pompeius r├╝ckte nun wieder n├Ąher an die Senatsmehrheit (Optimaten) heran. Er heiratete Cornelia, die Tochter des bedeutenden Aristokraten Metellus Scipio . Dieser war ein fanatischer Reaktion├Ąr , den Caesar nicht leiden konnte. So fanden es viele h├Âchst bezeichnend, als Metellus von Pompeius als Genosse f├╝r das Konsulat gew├Ąhlt wurde, das er bisher allein gef├╝hrt hatte.

      Auf der anderen Seite versuchte Pompeius zun├Ąchst, Caesar zu beruhigen. Der Verfassung nach konnte Caesar sich nicht um das Konsulat bewerben, bevor zehn Jahre nach seinem ersten Konsulat vergangen waren, das hie├č nicht vor dem Jahre 48 v. Chr. Wenn seine Statthalterschaft vorher endete, so w├Ąre eine ├╝beraus unangenehme Zwischenzeit entstanden, in der er als Privatmann der Anklage vor Gericht und dem Ruin ausgesetzt war. Als Statthalter war er hingegen vor Anklagen gesch├╝tzt.
      So bef├╝rwortete Pompeius einen Gesetzentwurf, nach dem sich Caesar in absentia um das Konsulat bewerben konnte, sodass sich die Amtsperioden seiner Statthalterschaft und des zu erwartenden Konsulats ├╝berschneiden sollten. Zu diesen Gesetzen f├╝gte Pompeius jedoch nun eine Anzahl von weiteren Gesetzentw├╝rfen hinzu, die genau jene Zugest├Ąndnisse f├╝r Caesar wieder zur├╝cknahmen. In der darauffolgenden Zeit beugte sich Pompeius St├╝ck f├╝r St├╝ck dem konservativen Fl├╝gel des Senats. Wenn Caesars Handlungen in Gallien stark angegriffen wurden, protestierte Pompeius nur schwach, wenn ├╝berhaupt und gab ab und zu dem Druck nach.
      Im Mai 50 v. Chr. litt Pompeius an einer schweren Krankheit, die er sich in Neapel zugezogen hatte. An sein Bett gefesselt, machte er den Vorschlag, sein Amt niederzulegen, was Caesar ebenfalls tun sollte. Dieser Vorschlag kam jedoch nicht zur Anwendung. Nachdem sich Pompeius erholt hatte, st├Ąrkten die gro├če Anteilnahme der Bev├Âlkerung sowie Nachrichten ├╝ber angebliche Meutereien in Caesars Heer sein Selbstbewusstsein in hohem Ma├če. Er best├Ątigte zwei konservative Konsuln f├╝r das Jahr 49 v. Chr.
      Am 10. Dezember erreichte der Konsul Gaius Claudius Marcellus , dass Caesar seinen Oberbefehl niederlegen, Pompeius hingegen seinen behalten sollte. Dies w├Ąhrte nicht lange, denn Curio ├╝berredete den Senat, dass Pompeius und Caesar gleichzeitig zur├╝cktreten sollten. Zur Vollstreckung kam es nicht mehr, da Caesar am darauffolgenden Tag auf Rom marschierte.
      Gaius Marcellus, von den beiden Konsuln begleitet, st├╝rmte zu Pompeius und beauftragte Pompeius ohne Beschluss des Senats, den Oberbefehl zur Verteidigung der Stadt zu ├╝bernehmen. Pompeius akzeptierte, auch wenn er nicht ├╝berzeugt war, dass dies der einzige Weg war, den Konflikt zu l├Âsen.

      Caesar ├╝berschritt den Rubikon , den Grenzfluss seiner Provinz Gallia Cisalpina, womit der B├╝rgerkrieg ausbrach. Pompeius wurde vom Senat beauftragt, die Stadt Rom zu besch├╝tzen. Doch Pompeius wusste, dass seine Streitkr├Ąfte in Italien zu schwach waren. Zwar unterstanden ihm zehn Legionen, aber der Gro├čteil dieses Heers war in Spanien stationiert und nicht schnell genug verf├╝gbar. Au├čerdem war er sich sicher, dass Caesar nicht nur mit einer Legion einmarschieren w├╝rde, sondern mit seinem gesamten Heer.
      Auch war Pompeius sich des R├╝ckhaltes der italischen St├Ądte zu sicher gewesen. Selbst viele seiner Verb├╝ndeten aus dem Lager der Optimaten wollten sich ihm nicht unterordnen, weil sie die Konzentration der milit├Ąrischen Macht auf eine Person f├╝r unrepublikanisch hielten. Erst Ende des Jahres 49 v. Chr. wurde Pompeius der Oberbefehl ├╝bertragen, doch bestand die Zerstrittenheit in seinem Lager fort. Der charismatische Caesar dagegen konnte sich auf die Treue seiner Legionen st├╝tzen, die sich ihm pers├Ânlich verbunden f├╝hlten ( Heeresklientel ) Die Uneinigkeit zwischen Pompeius und den ├╝brigen Senatoren und Amtstr├Ągern sollte sich vor allem in der Schlacht von Pharsalos r├Ąchen.
      Pompeius r├Ąumte die Stadt Rom und zog mit einigen ihm treu ergebenen Senatoren nach Brundisium, um sich gen Griechenland zu verschiffen. Caesar konnte seine ├ťberfahrt nach Griechenland trotz Belagerung nicht verhindern. Pompeius versuchte, die ihm treu ergebenen Truppen im Osten zu erreichen und alle seine Klienten zu verpflichten. Caesar wandte sich erst nach Spanien und nahm weitgehend kampflos die St├Ądte dort ein. W├Ąhrenddessen war es Pompeius m├Âglich, gro├če Truppen auszuheben. Es gab Bef├╝rchtungen, dass er damit in Italien landen wolle, um Caesar zu stellen. Dies bewahrheitete sich allerdings nicht. Pompeius verbrachte den Winter in Thessaloniki . Er bewegte sich erst in Richtung Westen, als Caesar bereit war, das Ionische Meer zu ├╝berqueren. Dieses wurde von Marcus Calpurnius Bibulus bewacht, dem Caesar allerdings erfolgreich auswich. Caesar setzte im Januar 48 v. Chr. nach Griechenland ├╝ber und beide Armeen marschierten nach Dyrrhachium, wo Caesar in der Schlacht von Dyrrhachium an den Rand einer Niederlage geriet.
      Pompeius, der sein milit├Ąrisches K├Ânnen bereits mehrfach unter Beweis gestellt hatte, versuchte eine Entscheidungsschlacht zu vermeiden, wurde aber von den Senatoren dazu gezwungen. In der Schlacht von Pharsalos in Thessalien erlitt Pompeius am 9. August 48 v. Chr. eine vernichtende Niederlage.

      Nach der Niederlage in Pharsalos floh Pompeius nach , wo ihn die H├Âflinge des Kindk├Ânigs Ptolemaios XIII. am 28. September, einen Tag vor dem 59. Geburtstag des Feldherrn, ermorden lie├čen. Sein abgeschlagener Kopf wurde sp├Ąter Caesar ├╝bergeben. Angeblich soll Caesar geweint haben, als er den abgeschlagenen Kopf sah. Er lie├č ihn als Zeichen seiner Milde (clementia) bestatten. Fraglich ist jedoch, ob Caesar den Tod seines gro├čen Rivalen wirklich bedauerte oder ob er nur bedauerte, dass er diesen nicht begnadigen konnte, um seine ├╝bergro├če Milde zu demonstrieren.
      Ein Freigelassener des Pompeius, Pompeius Lenaeus , warf nach dessen Tod dem Geschichtsschreiber Sallust vor, seinen ehemaligen Herrn als schamlosen Heuchler darzustellen.

      Portr├Ąts der Familie des Gnaeus Pompeius Magnus auf einer Goldm├╝nze ( Aureus , 8,17g 8h) seines Sohnes Sextus Pompeius , gepr├Ągt 42-40 v. Chr. in Sizilien . Vorderseite mit Portr├Ąt des Sextus Pompeius, Revers mit Profilen des verstorbenen Vaters Gnaeus Pompeius Magnus (links) und des verstorbenen Sohns bzw. Bruders Gnaeus Pompeius Magnus der J├╝ngere (rechts).
      Pompeius war f├╝nf Mal verheiratet. In jungen Jahren schon heiratete er Antistia , lie├č sich aber bald von ihr scheiden, um Aemilia Scaura , Sullas Stieftochter, zu heiraten. Sie starb jedoch bei der Fr├╝hgeburt des Kindes, das sie von ihrem ersten Mann erwartete, von dem sie sich hatte scheiden lassen m├╝ssen, weil es politisch unumg├Ąnglich war, dass Pompeius eine adelige Frau hatte. Erst von Mucia Tertia hatte er drei Kinder: Gnaeus Pompeius den J├╝ngeren , eine Tochter Pompeia, die erst mit Faustus Cornelius Sulla und nach dessen Tod vermutlich mit Lucius Cornelius Cinna verheiratet war, und Sextus Pompeius . Nach seiner R├╝ckkehr aus dem Osten trennte sich Pompeius von Mucia Tertia wegen Untreue und heiratete in vierter Ehe Iulia , die Tochter Caesars, die jedoch im Kindbett starb. Seine letzte Ehefrau war Cornelia Metella .
      W├Ąhrend Gnaeus Pompeius der J├╝ngere auf Veranlassung Caesars bereits 45 v. Chr. in Hispanien hingerichtet wurde, ├╝berlebte Sextus und konnte mit Hilfe der pompeianischen Partei ab 43 v. Chr. eine starke Machtposition in Sizilien errichten, von wo er sich f├╝r die Wiederherstellung des Andenkens an seinen Vater einsetzte.

      In der Person des Pompeius vereinigen sich mehrere Strukturprobleme der sp├Ąten R├Âmischen Republik. So war es aufgrund der Gr├Â├če des Imperiums unumg├Ąnglich, einzelnen Personen langfristige milit├Ąrische Kommandos zu ├╝bertragen, was jedoch im Widerspruch zur r├Âmischen ÔÇ×Verfassung" stand, die strikt auf Rotation innerhalb der aristokratischen F├╝hrungsschicht angelegt war. Auch konnten erfolgreiche Heerf├╝hrer (wie Pompeius nach seiner R├╝ckkehr aus dem Osten und den m├Ąrchenhaften Erfolgen, die er dort verbuchen konnte) kaum wieder in das System der Republik integriert werden, das auf Zur├╝ckhaltung des pers├Ânlichen Ehrgeizes zu Gunsten der res publica angelegt war. Im Grunde war es auch der Sturheit des Senates zu verdanken, dass sich Pompeius nach seiner R├╝ckkehr nach anderen M├Âglichkeiten umsah und die L├Âsung im ersten Triumvirat zu finden glaubte.
      Schlie├člich war Pompeius ohne Zweifel ein erfolgreicher Milit├Ąr; auf dem politischen Parkett jedoch scheiterte er weitgehend.

      Das einzige inschriftlich gesicherte Portr├Ąt des Pompeius ist auf M├╝nzen ├╝berliefert, die sein Sohn Sextus pr├Ągen lie├č. Auf ihrer Grundlage wurde ein Portr├Ątkopf ] aus dem fr├╝hkaiserzeitlichen Liciniergrab (jetzt in Kopenhagen) identifiziert, der die literarisch f├╝r Pompeius bezeugte Alexander-Nachahmung in Gestalt eines pathetischen Haarschopfes mit einem von vielen Betrachtern als b├Ąuerlich-bieder empfundenen Gesicht kombiniert. Einen anscheinend etwas j├╝ngeren Pompeius zeigt ein Portr├Ątkopf in Venedig. Zeitgen├Âssische Pompeiusdarstellungen d├╝rften kleine Tonk├Âpfchen sein, die in vereinfachter Form seine charakteristischen Bildnisz├╝ge wiedergeben. Ein Portr├Ąt des jungen Pompeius zur Zeit seines ersten Triumphs ist m├Âglicherweise in einem Kopf in den Uffizien ├╝berliefert, doch wird die Identifizierung auch bestritten


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