Emperor Otto von Sachsen, I, 'der Grosse'

Emperor Otto von Sachsen, I, 'der Grosse'

Male 912 - 973  (60 years)    Has more than 250 ancestors and more than 250 descendants in this family tree.

Personal Information    |    Notes    |    All

  • Name Otto von Sachsen 
    Prefix Emperor 
    Suffix I, 'der Grosse' 
    Relationshipwith Adam
    Born 23 Oct 912 
    Gender Male 
    Died 7 May 973  Memleben Find all individuals with events at this location 
    Person ID I10834  Geneagraphie | Voorouders HW, Ahnen BvS
    Last Modified 19 Mar 2010 

    Father Kaiser Heinrich I von Sachsen,   b. 876,   d. 2 Jul 936  (Age 60 years) 
    Mother Mathilde von Ringelsheim,   b. Abt 890,   d. 14 Mar 968  (Age ~ 78 years) 
    Married 909 
    Siblings 5 siblings 
    Family ID F4228  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 1 NN 2,   d. Yes, date unknown 
    Children 
     1. Wilhelm von Sachsen
    Last Modified 6 Oct 2002 
    Family ID F3022  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 2 Adelheid de Bourgogne,   b. 931,   d. 999, Klooster Selz, Elsas Find all individuals with events at this location  (Age 68 years) 
    Married 951 
    Children 
     1. Mathilde von Sachsen,   d. Yes, date unknown
     2. Otto II von Sachsen,   b. 955,   d. 7 Dec 983  (Age 28 years)
     3. Adelheid von Sachsen,   b. Aft 951,   d. Yes, date unknown
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F3269  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 3 Edgyth of England,   b. 915,   d. 21 Jan 947  (Age 32 years) 
    Children 
     1. Liudgard von Sachsen,   d. 953
     2. Herzog Liudolf von Sachsen,   b. 930,   d. 6 Sep 957, Italia Find all individuals with events at this location  (Age 27 years)
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F4235  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 4 NN 1,   d. Yes, date unknown 
    Children 
     1. Richildis von Sachsen,   b. Abt 952,   d. Yes, date unknown
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F7635  Group Sheet  |  Family Chart

  • Notes 
    • Otto war schon in der Hausordnung Heinrichs I. von 929 zum Nachfolger bestimmt worden. 936 designierte Heinrich ihn nochmals offiziell zu seinem Nachfolger. Am 7. August 936 √ľbernahm Otto die Herrschaft in Aachen. Durch die Teilnahme der Herz√∂ge und Gro√üen des Reiches, durch die Auswahl Aachen als Wahl- und Kr√∂nungsort, aber auch durch Anlegen fr√§nkischer Tracht bekr√§ftigte Otto seinen Willen zum Eintreten in die fr√§nkische Reichstradition, betonte er die Zugeh√∂rigkeit Lotharingiens zum deutschen Reich und durch Verrichtung der Hof√§mter durch vier Herz√∂ge w√§hrend des Kr√∂nungsmahles demonstrierte er die Einheit und den Frieden im Reich. Politisch verfolgte Otto vorrangig die folgenden Ziele: Sicherung der Ostgrenzen durch Wiederaufnahme der Unterwerfung und Missionierung der heidnischen Slawen als Ma√ünahmen nach Au√üen und Durchsetzung der k√∂niglichen Gewalt gegen die Eigeninteressen der Herz√∂ge und des Adels nach Innen. Nach der Niederwerfung der Redarier und Liutizen errichtete Otto im Osten neue Markgrafschaften, die er Hermann Billung und Gero von Merseburg verlieh, die sich im Kampf gegen die Slawen hervorgetan hatten. Diese Ma√ünahmen bewirkten jedoch erste Unruhen im Reichsinnern, da sich Ottos n√§chste Verwandte Herzog Eberhard von Franken und Thankmar √ľbergangen f√ľhlten. Der K√∂nig konnte diesen Aufstand jedoch bald niederschlagen. Nach dem Tod Arnulfs von Bayern (937) verweigerte dessen Sohn Eberhard die 921 von Heinrich I. gew√§hrten Sonderrechte, n√§mlich Kirchenhoheit und au√üenpolitische Handlungsfreiheit. Nach anf√§nglichen Niederlagen konnte Otto seine Macht behaupten und Eberhard verbannen. An diesen Aufst√§nden gegen Otto beteiligte sich auch dessen Bruder Heinrich. Er wollte Otto entthronen und die Herrschaft an sich ziehen. Er fand Unterst√ľtzung bei Eberhard von Franken und dem Herzog Giselbert von Lotharingien. Der Widerstand regte sich vor allem gegen die Regierungsart Ottos, die nicht auf amicitia-B√ľndnissen aufbaute, sondern eine st√§rkere Unterordnung der Gro√üen und der Verwandten forderte. Somit war die Mitheranziehung zu bestimmten Entscheidungen weniger
      vorgesehen. Die Entscheidung gegen Heinrich fiel am 2. Oktober 939 bei Andernach. Die Verb√ľndeten Heinrichs fanden den Tod, Heinrich selbst mu√üte sich unterwerfen. Folge des Bruderaufstandes war jedoch, da√üOtto von nun an bewu√üter auch Familienangeh√∂rige ber√ľcksichtigte. Heinrich wurde vergeben und als Nachfolger Giselberts in Lotharingien eingesetzt. Otto baute nun vermehrt auf Familienpolitik zur Sicherung des Reichszusammenhaltes. Durch planm√§ssige Heiratspolitik brachte Otto Lotharingien, Bayern und Schwaben in Familienbesitz, w√§hrend Franken und Sachsen unmittelbar der Krone unterstellt waren. Dadurch waren alle Stammesherzogt√ľmer durch die K√∂nigsfamilie eng mit dem K√∂nigtum verbunden. Otto gelang es weiterhin, die von seinem Vater aufgebaute Vorrangstellung des Deutschen Reiches unter den karolingischen Nachfolgestaaten weiter zu einer Hegemonie auszubauen. Vor allem im Westen erlangte Otto I.eine h√∂here Autorit√§t gegen√ľber dem franz√∂sischen K√∂nig Ludwig IX. und auch Burgund geriet durch den noch unm√ľndigen Konrad in Schutzabh√§ngigkeit zum deutschen K√∂nig. W√§hrenddessen hatte sich der Markgraf Berengar II. von Ivrea 950 in Italien zum K√∂nig kr√∂nen und die Witwe Lothars von Italien, Adelheid von Burgund, gefangennehmen lassen, um seine Herrschaftsrechte geltend zu machen. Auf einen Hilferuf Adelheids hin unternahm Otto 951 einen Zug √ľber die Alpen nach Pavia, wo er kampflos einzog. Als K√∂nig der Langobarden gehuldigt, heiratete er Adelheid von Burgund. Dennoch zog er nicht nach Rom weiter, da ihm der Stadtherr von Rom, Patricius Alberich die Kaiserkr√∂nung verweigerte. 952 kehrte Otto nach Deutschland zur√ľck. Inzwischen war es im Reich zu Rivalit√§ten zwischen Ottos Sohn Liudolf und dessen Bruder Heinrich um die Nachfolge gekommen, die schlie√ülich in einem offenen Aufstand gegen Otto m√ľndeten. Erst durch einen Einfall der Ungarn 954, die vermutlich die inneren Auseinandersetzungen f√ľr einen Raubzug n√ľtzen wollten, gelang es Otto, die Oberhand in diesem Streit zu gewinnen. Angelockt durch die politischen Unruhen im Inneren des Reiches kam es 955 zu einem erneuten Einfall der
      Ungarn in Bayern. Am 10. August 955 wurden die ungarischen Horden jedoch vernichtend in der Schlacht auf dem Lechfeld geschlagen. Diese gewaltige Niederlage der Ungarn bedeutete das Ende ihrer Expansionen und Raubz√ľge. Sibylle wurden in der Pannonischen Tiefebene angesiedelt, ihre Missionierung erfolgte von Passau aus. Somit begann auch das deutsche Reich √ľber die Grenzen des ehemaligen Karlsreiches hinaus, nach S√ľdosten auszugreifen. Nachdem
      Otto als Retter des Abendlandes gefeiert wurde, versuchte er erneut, die Macht der Herz√∂ge einzuschr√§nken, indem er fortan den Einflu√üder Bisch√∂fe st√§rkte. Die Kirche sollte von nun an die St√ľtze des Reiches bilden (Ausbildung des ottonisch-salischen Reichskirchensystems). In Italien hatte Berengar II. wiederum seine Herrschaft gesichert und griff nun auch auf das Patrimonium Petri √ľber. 960 forderte Papst Johannes XII. Otto zum Eingreifen auf. Otto brach Ende 961 erneut nach Italien auf, nachdem er vorher noch seinen Sohn Otto II. zum Mittk√∂nig hatte w√§hlen und k√∂nen lassen. Unter Akklamation der r√∂mischen Bev√∂lkerung wurden Otto I. dann am 2. Februar 962 in Rom vom Papst gesalbt und gekr√∂nt. Au√üerdem leisteten Papst und Volk ihm einen Treueschwur. Im "Privilegium Ottonianum" best√§tigte Otto einerseits dem Papst Rom und den Kirchenstaat sammt allen Rechten und Eink√ľnften, w√§hrend andererseits die kanonische Papstwahl und dessen Treueversprechen gegen√ľber dem Kaiser festgelegt wurden.
      Nach der Kaiserkr√∂nung wandte sich Otto I. dem Problem Berengar II. zu, w√§hrend der Papst, seinen Treueschwur gegen√ľber Otto vergessend, eine politische Kehrtwendung zu Adelbert, dem Sohn Berengars vollzog. Daraufhin kehrte Otto 963 nach Rom zur√ľck, doch der eidbrecherische Papst war schon aus der Stadt geflohen. Otto I. erweiterte nun das "Privilegium Ottonianum", indem er die r√∂mische Bev√∂lkerung schw√∂ren lie√ü, da√üsie niemals einen Papst w√§hlen und einsetzen w√ľrden, ohne die Erlaubnis des Kaisers oder seines Sohnes. Daraufhin setzte Otto den Papst ab und zu dessen Nachfolger wurde Leo VIII. gew√§hlt. Anschlie√üend erlangte der Kaiser einen endg√ľltigen Sieg √ľber Berengar, der nach Bamberg ins Exil geschickt wurde. Mit diesem Schritt war das "Regnum Italiae" mit dem Deutschen Reich vereinigt. 965 unternahm Otto I. einen dritten Italienzug, nachdem Papst Johannes VIII. (Nachfolger Leos VIII.) aus Rom fliehen mu√üte und sich hilfesuchend an den Kaiser gewendet hatte. Doch vor allem die s√ľditalienischen Verh√§ltnisse hielten Otto f√ľr sechs Jahre in Italien fest. Der Kaiser von Byzanz be- trachtete die langobardischen F√ľrstent√ľmer als seine eigene Interessensph√§re. Durch einen Ehebund zwischen Otto II. und einer byzantinischen K√∂nigstochter sollten diese Streitigkeiten endg√ľltig bereinigt werden. Obwohl Otto II. 967 zum Mitkaiser gekr√∂nt worden war, um seine Ebenb√ľrdigkeit zu demonstrieren, scheiterten die Verhandlungen an den Forderungen des Kaisers Nikephoros Phokas nach Aufgabe von Benevent und Capua. Erst nach dessen Tod kam es zu einer Einigung mit seinem Nachfolger Johannes Tsimiskes. 972 verzichtete Otto I. auf Apulien (behauptete aber Benevent und Capua), w√§hrend sein Sohn mit der Kaisernichte Theophanu, und nicht mit der vormals vorgesehenen Porphyrogenneta Anna,
      verheiratet wurde ( 14. April 972). Somit war das Zweikaiserproblem mit der Anerkennung des Westkaisers durch den Basileus beigelegt. Kaiser Otto I. starb am 7. Mai 973 in der Pfalz Memleben und wurde neben seiner ersten Frau Edgith in Magdeburg beigesetzt.


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